Impotenz – wenn Mann nicht kann

Erektionsstörung: Die sieben größten Potenzkiller

Jeder fünfte Mann kämpft mit Erektionsproblemen. Die Antwort ist häufig weder Pille noch Psychiater. Hier erfahren Sie, welche wirkungsvollen Maßnahmen es abseits von Apotheke und Psychiater-Couch gibt.

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Erektionsstörung? Mann in Unterhose

Erektionsprobleme: Warum Mann manchmal einfach nicht kann.

Während sich einige fragen: „Wer kommt wie oft und warum?”, beginnen die Probleme von anderen schon früher: Potenzstörungen sind für viele gefühlt das Ende der Männlichkeit. Geschätzte vier bis sechs Millionen Männer in Deutschland leiden an Erektionsstörungen. Genauere Zahlen liegen zu diesem Thema nicht vor, weil Mann nicht gerne darüber spricht.
Bei jüngeren Männern spielen vor allem psychische Gründe eine Rolle. Bis zu 90 Prozent aller Erektionsstörungen haben aber eine körperliche Ursache und lassen sich gut behandeln – meistens sogar ganz ohne klassische Potenzmittel.

1. Impotenz durch Alkohol

Alkohol macht dick und Alkohol begünstigt Krebs, aber das ist noch nicht alles: Mit jedem Glas Alkohol schwindet auch das Stehvermögen: Die Potenz leidet schon ab einem Blutalkoholspiegel von 0,4 bis 0,5 Promille. Steigt dieser Pegel weiter, herrscht dann meistens komplette Flaute. Der Grund: Alkohol erweitert die Blutgefäße. So kann sich das Blut im Penis nicht halten. Als Nervengift sorgt Alkohol außerdem dafür, dass Nervenzellen die ankommenden Reize nicht mehr richtig weiterleiten. Die Dosis macht allerdings auch hier das Gift. So führt ein einmaliger Rausch nicht dauerhaft zur Schlappe im Bett. Wer es aber regelmäßig übertreibt, muss mit langfristigen Erektionsstörungen rechnen.

2. Potenzstörung und Rauchen – Wie gefährlich ist das Qualmen?

Tabakkonsum ist ein Todfeind der Potenz. Raucher leiden deutlich häufiger an Erektionsproblemen. Aus folgenden Gründen:
  • Durch die Folgen vom Rauchen verengen sich die Blutgefäße. Es kann nicht mehr genügend Blut in den Penis strömen – und das erschwert eine Erektion.
  • Der schädliche Qualm bringt auch das wichtigste Sexualhormon des Mannes in Gefahr. Nikotin senkt den Testosteronspiegel – mit der Folge, dass nicht nur das Können, sondern auch die Lust auf Sex schwindet.
Das Risiko von Potenzstörungen steigt mit jeder Zigarette und sinkt genauso umgekehrt. Verzichten Sie also allein der Liebe zuliebe.

3. Potenzkiller Übergewicht

Übergewicht kann ein absoluter Liebestöter sein. Studien zeigen, dass fettleibige Männer im Vergleich zu Normalgewichtigen mit einer um 90 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit eine Potenzstörung entwickeln. Entscheidend ist der Bauchumfang. Das hier aktive Fettgewebe wandelt Testosteron in das weibliche Hormon Östrogen um. So sinkt der Testosteronspiegel und die Potenz mit ihm. Umgekehrt bedeutet das: Mit jedem schwindenden Kilo Bauchfett steigt wiederum der Testosteronspiegel und damit Ihre Manneskraft. Man(n) kann sogar den Testosteronspiegel bewusst erhöhen. Also ran an den Sixpack!

4. Psychische Ursachen: Impotenz durch Stress?

Sex beginnt im Kopf. Psychische Ursachen spielen deshalb bei Erektionsstörungen eine zentrale Rolle. Bei Leistungsdruck, Versagensängsten oder Depressionen sendet das Gehirn Botenstoffe aus, die eine Erektion verhindern oder schwächen. Aus Angst, beim nächsten Mal bloß nicht wieder zu versagen, setzen sich viele Männer zusätzlich unter Druck. Sprengen Sie diesen Teufelskreis und sprechen Sie mit Ihrer Partnerin. Häufig bringt ein gezieltes Coaching Ihre Manneskraft schnell wieder in Balance. Und etwas Eigenlob schadet nie.

5. Lösen Sie Erektionsprobleme im Schlaf

Machen Sie regelmäßig die Nacht zum Tag? Keine gute Idee, denn im Schlaf werden besonders große Mengen Testosteron ausgeschüttet. Wer eine Woche lang nachts weniger als fünf Stunden schläft, senkt seinen Testosteronspiegel um bis zu 15 Prozent. Zu wenig oder schlechter Schlaf, etwa durch Schnarchen oder Schlafaussetzer, kann auf die Potenz schlagen. Empfehlenswert ist eine Nachtruhe zwischen sieben und acht Stunden. Nicht mehr, denn sonst sinkt der Hormonspiegel wieder ab. Wir haben 10 Tipps zum besseren Schlafen zusammengestellt.

6. Hilft Sport bei Erektionsstörungen?

Runter von der Couch. Bewegungsmangel ist ein Potenzkiller, den Sie leicht in den Griff bekommen können. Bei einem passiven Lebensstil ist der Körper schlecht durchblutet und bildet weniger Testosteron. Wer sich aber regelmäßig auf Trab hält, hat gute Chancen, seine Standhaftigkeit in der Liebe zurückzuerobern. Für eine bessere Durchblutung helfen schon Spaziergänge, kleine Radtouren oder Schwimmen. Besonders effektiv: Ein Intervalltraining für die Beckenmuskulatur.

7. Impotenz: Die unerwünschte Nebenwirkung

Viele Erektionsstörungen entpuppen sich als Nebenwirkung eines Medikaments. Besonders nach längerer Einnahme können bestimmte Arzneien den Sex verleiden. Beispiele sind:
Manchmal hilft ein Wechsel des Präparates. Auch wenn Sie vielleicht davor zurückscheuen – sprechen Sie offen mit Ihrem Arzt.
Schon gewusst? Sie können Erektionsstörungen auch mit Mitteln aus der Natur behandeln. Zum Beispiel mit der kleinen, unscheinbaren Maca-Knolle. Ob das auch wirklich funktioniert, beleuchten wir für Sie im Artikel Natürliche Potenzmittel: Alternative oder Hokuspokus?. Zudem gibt es inzwischen zahlreiche weitere Potenzmittel mit unterschiedlichen Wirkstoffen.

Galerie: Zehn Tipps für (noch) besseren Sex

Potenzmittel

Britta Peperkorn

von

Erklären ist meine Leidenschaft. Kompliziertes einfach darstellen – am liebsten zu Themen, die mich selbst interessieren: Gesundheit und Fitness.