Gesprächiges Blut

Das verrät dein Blut über dich und deine Gesundheit

Selbst wenn du dich bester Gesundheit erfreust, solltest du dein Blut regelmäßig durchchecken lassen. Deine Blutwerte verraten nämlich viel über dich.

Datum:
Blut

Nach einer Blutentnahme wird das Blut im Labor auf seine Werte und Bestandteile untersucht. Bei Auffälligkeiten wird der Patient informiert.

Der menschliche Körper enthält im Durchschnitt zwischen fünf und sechs Liter Blut. Es ist ein entscheidender Faktor eines funktionierenden Herz- Kreislaufsystems, besitzt verschiedene Transport- und Verknüpfungsfunktionen und versorgt sämtliche Organe mit Nährstoffen und Sauerstoff. Genau aus diesem Grund lässt sich am Blut ablesen, wie es um die Gesundheit unseres Körpers bestellt ist. Regelmäßige Kontrollen, etwa in Form eines Gesundheitschecks können Krankheiten im Frühstadium erkennen und uns später den einen oder anderen Gang zum Arzt ersparen. eVivam verrät dir, was es mit dem flüssigen Gesundheitsbarometer auf sich hat.

Blut – woraus es sich zusammensetzt

Um zu verstehen, weshalb Blut so viel über unseren Gesundheitszustand verrät, werfen wir zunächst einen Blick auf die Zusammensetzung. Hämatokrit und Blutplasma bilden die zellulären Bestandteile, hinzu kommen eine wässrige Lösung die zu 90 Prozent aus Wasser besteht, sowie Proteine, Salze und niedrig-molekulare Stoffe wie Einfachzucker. Besonders wichtig für den Stoffwechsel sind die Blutkörperchen. Die roten sorgen vorrangig für den Transport von Sauerstoff und Kohlendioxid, die weißen unterstützen das körpereigene Abwehrsystem. Des Weiteren lassen sich in unserem Blut Hormone, gelöste Gase und Nährstoffe finden. Auch Stoffwechsel- und Abfallprodukte, die über das Blut nach draußen transportiert werden, bilden einen geringen Anteil. Aufgrund dieser Zusammensetzung aus Wasser und zellulären Bestandteilen gehört Blut zu den sogenannten Suspensionen, heterogenen Stoffgemischen, die sich aus einer Flüssigkeit und fein verteilten Festkörpern zusammensetzen. Die Verteilung der einzelnen Bestandteile hat Einfluss auf die Charakteristik des Blutes wie etwa Fließeigenschaften, Farbe und pH-Wert. Gerät unser Herz-Kreislauf-System aus dem Gleichgewicht, hat das nicht selten Einfluss auf die Zusammensetzung unseres Blutes und Farbe sowie Konsistenz ändern sich. Für den Patienten sind solche minimalen Unterschiede nur selten zu erkennen. Ein Facharzt weiß hingegen, wonach er suchen muss und erkennt Anzeichen für eine Krankheit meist schon am Zustand des Blutes.
Diabetes

Diabetiker müssen ihr Blut mehrmals täglich auf seinen Insulinwert überprüfen und sich ggf. den Blutzuckersenker injizieren.

Wann und wie sich unser Blut verändert

Da sich anhand einzelner Symptome nur selten sofort auf die richtige Ursache schließen lässt, gibt ein Blutbild häufig Aufschluss. Die Anzahl roter und weißer Blutkörperchen, der Blutzuckerspiegel, Cholesterin oder Kreatinin sind nur ein Bruchteil der Blutbestandteile, die einen direkten Einfluss auf unser Wohlbefinden haben. Sie ändern sich durch unseren Lebensstil, die Nahrung, die wir zu uns nehmen und werden von äußeren Umständen sowie Krankheiten verändert. Der Blutzuckerspiegel steigt etwa mit jeder Mahlzeit, senkt sich bei einem gesunden Menschen aber auch wieder. Im Falle eine Diabetes-Erkrankung fehlt dem Körper der Blutzuckersenker Insulin, das dem Körper künstlich mithilfe von Injektionen zugeführt werden muss. Auf den Cholesterinwert haben dagegen die Blutfette Einfluss. Kommt es zu einer Störung des Fettstoffwechsels und bleiben die Blutfettwerte dauerhaft (zu) hoch, kann der Patient dem mit einer Verbesserung des Lebensstils entgegenwirken. Dazu gehört eine kalorienreduzierte Ernährung, Bewegung und der Verzicht auf ungesunde Genussmittel wie etwa Alkohol, der offenbar auch die Entstehung von Krebs begünstigt. Sogenanntes Kreatinin ist ein Stoffwechselprodukt, das von der Niere gefiltert und durch die Urin ausgeschieden wird. Ist die Niere nicht voll funktionsfähig, bleibt zu viel des Kreatinins im Blut zurück. Stellt der Arzt einen erhöhte Kreatinin-Anteil fest, lässt das also auf eine Erkrankung der Niere schließen.

Galerie: Diese Speisen senken deinen Cholesterinwert

Auf diese Blutwerte kommt es an

Bei einer Blutuntersuchung wird das Blut auf einige wichtige Informationen getestet. Für diese zieht ein Arzt vor allem die Leberwerte, den Vitamin-D3-Blutspiegel, den wichtigsten Nierenwert, Cholesterin und die Hormone der Schilddrüse zurate. Da die Leber lebenswichtige Enzyme sowie Gallenflüssigkeit produziert, Zucker und Vitamine speichert sowie Giftstoffe abbaut, deuten Veränderungen in der Blutenzym-Zusammensetzung schnell auf eine Erkrankung der Leber hin. Ist das Blutstoffwechsel-Abbauprodukt Bilirubin erhöht, ist dagegen von einer Gallenstörung auszugehen. Zu viel des Bilirubins äußert sich in einer Gelbfärbung von Augen und Haut, der sogenannten Gelbsucht. Doch auch Gallensteine können die Ursache für eine Gallenerkrankung sein. Beim Vitamin D handelt es sich um eines der für unseren Körper wichtigsten Vitamine. Es sorgt für einen stabilen Knochenbau, indem es dafür sorgt, dass sich Kalzium in unseren Knochen einlagern kann. Zu wenig Vitamin D erhöht das Osteoporose-Risiko. Um die Funktionstüchtigkeit der Nieren zu überprüfen, wird der Kreatininwert gemessen. Um Herzkrankheiten vorzubeugen, überprüft der Arzt das Blut auf seinen Cholesterinwert. Zu guter Letzt gibt das Blut Aufschluss über den Gesundheitszustand der Schilddrüse. Sie produziert wichtige Hormone. Produziert sie zu viel oder zu wenig, kann sich das direkt durch Ermüdungserscheinungen oder Übergewicht bemerkbar machen.

Bücher zum Thema Blut

Antje Wessels

von

Schreiben ist seit jeher meine große Leidenschaft. Es ermöglicht mir, mein Wissen aus den unterschiedlichsten Lebensbereichen mit dem Leser zu teilen und ihm so regelmäßig neue, faszinierende Erkenntnisse mit auf den Weg zu geben.