Koffeinbrause im Check

Cola Inhaltsstoffe: 6 Wahrheiten über Coca-Cola

Sie ist süß, sie macht wach – und sie schmeckt. Cola genießt seit langem Kultstatus und gerät immer wieder unter Verdacht. Wie ungesund ist die Brause wirklich?

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Coca Cola auf Eis

Cola gehört zu den beliebten Getränken. Doch ist die süße Limonade so ungesund, wie viele glauben?

Wir wissen, dass die Koffeinbrause nicht zu den klassischen Zutaten einer gesunden Ernährung gehört. Einige nutzen Cola nur als Putzmittel. Und kaum ein Getränk unter den zuckerhaltigen Limonaden macht so häufig besorgniserregende Schlagzeilen in punkto Gesundheit. Cola ist angeblich für viele Risiken und Krankheiten verantwortlich. Zum Beispiel für Diabetes, brüchige Knochen und schlechte Zähne. Viele Thesen gehören ins Reich der Mythen, einige aber mahnen zu einem moderateren Genuss des traditionsreichen Softdrinks. Was ist dran an den "Tatsachen", die wir immer wieder im Zusammenhang mit Coca-Cola lesen? Hier haben wir für Sie sechs dieser "Wahrheiten" hinterfragt.

Cola: Hausmittel gegen Durchfall? 


Sobald der Bauch rumort, setzen Betroffene häufig auf Cola und Salzstangen. Der Tipp ist teilweise nachvollziehbar, unterm Strich aber trotzdem nicht zu empfehlen. Wer Durchfall hat, verliert Wasser und viele Elektrolyte wie Natrium und Kalium. Über das süße Hausmittel Cola versuchen viele Cola-Liebhaber, diese Stoffe dem Körper wieder zurückzugeben. Tatsächlich verstärkt der viele Zucker die Wasserausscheidung aus dem Darm und verschlimmert den Durchfall möglicherweise. Tipp: Trinken Sie stattdessen verdünnte Fruchtsäfte, Kräutertees oder essen Sie zerdrückte Bananen.
Coca Cola Zero

Ist Ihnen schon aufgefallen, dass Coca Cola Zero aus den Regalen verschwindet?

Cola mit Süßstoff Aspartam: Macht das wirklich dick?

Und wie sieht es aus mit der Light-Variante des begehrten Getränks. Sie enthält Süßstoffe wie Aspartam. Diese stehen immer wieder in der Kritik. Sie gelten als ungesund, sollen dick und hungrig machen. Fakt ist, dass Süßstoffe zu den am besten untersuchten Lebensmitteln überhaupt gehören. Aspartam sorgt für eine kalorienarme Süße, aber nicht für kneifende Jeans und ungeliebte Pfunde auf der Waage. Denn für eine Gewichtszunahme gilt: Die Kalorienaufnahme ist langfristig größer, als der Energie-Verbrauch. Weil sie keine Kalorien enthalten, scheiden Süßstoffe als verantwortliche Dickmacher schlichtweg aus. Ebensowenig kurbeln sie den Appetit an – allerdings machen sie auch nicht satt. Ganz einfach, weil sie keine Energie in Form von Kohlenhydraten, Fett oder Eiweiß liefern.
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Zucker versüßt das Leben nicht nur, es gibt auch einen bitteren Beigeschmack für die Gesundheit. Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch hat ein paar bittere Fakten über Zucker in ein süßes Eisbären-Video gepackt.

Cola: Auslöser von Diabetes?

Kann Cola Diabetes auslösen? Hinter dieser Frage steckt eine simple Rechnung. Normale Cola enthält jede Menge Zucker und Zucker begünstigt angeblich Diabetes. Das stimmt aber nur bedingt. Zucker an sich führt nicht zu der Stoffwechselstörung. Verantwortlich ist vielmehr ein Mix aus Übergewicht, mangelnder Bewegung und falscher Ernährung. Dabei spielt die Menge des Verzehrs von Nahrungsmitteln eine entscheidende Rolle. Wer also täglich zu der süßen Brause greift, nimmt vermutlich an Gewicht zu und erhöht damit das Risiko, an Diabetes zu erkranken.

Cola: Viele Kalorien und Nährwerte?

Cola enthält weder Fett noch Eiweiß. Die einzigen Nährwerte in dem Getränk sind die Kohlenhydrate und sie bestehen zu 100 Prozent aus Zucker. In einem Liter Cola stecken rund 400 Kalorien. Ein 250 ml-Glas Coca-Cola deckt fünf Prozent des durchschnittlichen Tagesbedarfs an Kalorien und 29 Prozent des Zuckerbedarfs ab. Die kalorienreduzierten Varianten kommen bei 100 ml mit weniger als einer Kalorie aus. Der entscheidende Unterschied von Cola Light und Cola Zero – ist eher reine Geschmacksache.

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Cola als Putzmittel

Cola mag ungesund sein, aber als Putzmittel ist es ein echter Geheimtipp.

Cola: Schadet das Knochen und Zähnen?


Hart, aber wahr: Wer zu viel Cola trinkt, tut seinen Knochen keinen Gefallen. Der Grund? Der hohe Gehalt von Phosphat verhindert, dass der Körper den Mineralstoff Kalzium in den Knochen aufnimmt. Das führt langfristig zu einer geringeren Knochendichte. Die Phosphorsäure greift außerdem unseren Zahnschmelz an, löst Calcium aus den Zähnen und erhöht das Risiko für Karies. Tipp: Putzen Sie Ihre Zähne nicht direkt, nachdem Sie Cola getrunken haben. Denn dann ist der Schmelz schon leicht angegriffen.


Cola: Mehr Koffeingehalt als Kaffee?

Koffein belebt und bringt unseren Kreislauf in Schwung. Im Übermaß sind Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Nervosität oder Magen-Darm-Beschwerden die Folgen. Allerdings ist der Koffeingehalt von Cola eher gering. Zumindest im Vergleich zu Kaffee. 100 ml der süßen Brause enthalten etwa 10 mg Koffein, eine Literflasche 100 mg. Je nach Zubereitung und Kaffeesorte liegt der anregende Stoff bei Filterkaffee dagegen etwa zwischen 60 und 100 mg pro 100 ml. Dementsprechend kann also eine Tasse Bohnenkaffee ebenso viel Koffein enthalten wie ein Liter Cola.
Grundsätzlich gilt, dass ein Glas Cola kein Problem und für unsere Gesundheit nicht gefährlich ist. Problematisch wird die Sache erst, wenn wir täglich oder regelmäßig große Mengen Cola trinken. Um die Versuchung möglichst klein zu halten, ist es günstiger, wenn Sie Cola nicht immer im Haus haben und den Softdrink nie mit einem Durstlöscher verwechseln.

Direktsaft

Britta Peperkorn

von

Erklären ist meine Leidenschaft. Kompliziertes einfach darstellen – am liebsten zu Themen, die mich selbst interessieren: Gesundheit und Fitness.