Schmerzhafte Schutzreaktion

Besser nicht aufstechen: Was tun bei Blasen am Fuß?

Mit neuen Schuhen oder im Sommer kommt der kleine Störenfried manchmal unvermittelt: eine Blase am Fuß. Wir erklären, wie du vorbeugst und Schmerzen linderst.

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Fußschmerz

Wer unterwegs eine Blase bekommt, sollte nach Möglichkeit die Schuhe ausziehen, sonst wird es noch schlimmer.

Wer viel und lange in den gleichen Schuhen herumläuft, diese wohlmöglich nicht einmal richtig passen, läuft Gefahr, sich eine Blase zuzuziehen. Ein feucht-warmes Klima und drückendes sowie hin- und her rutschendes Schuhwerk begünstigen die Entstehung dieser schmerzhaften Druckstelle. Wer schon beim Schuhkauf auf die richtige Größe achtet und bestimmte Faktoren meidet, der muss sich mit dem Problem nicht mehr herumschlagen.

Eine Blase – Woher sie kommt und wie sie entsteht

Unter einer Blase versteht man einen mit klarer Gewebsflüssigkeit gefüllten Hohlraum, der sich aus der obersten Hautschicht heraus bildet. Er entsteht, wenn die oberste und die darunter liegende Hautschicht einem permanenten Druck ausgesetzt sind, der mit Reibung einhergeht. Die Hautschichten reiben solange gegeneinander, bis sie sich schließlich voneinander ablösen. Dazwischen bildet sich der Hohlraum. Die Flüssigkeit dient dazu, die betroffene Stelle vor einer Entzündung zu schützen. Gleichzeitig drückt sie auf die darunter liegenden Nervenenden und verursacht Schmerzen. Auch die Tiefe der Blase spielt eine Rolle für das Schmerzempfinden: Je tiefer die Blase unterhalb der Hautschicht liegt, desto schmerzhafter ist sie. Auch der Heilungsprozess geht langsamer vonstatten. Hier beschriebene Ursachen für eine Blasenbildung wie nicht korrekt sitzendes, permanenten Druck ausübendes Schuhwerk sowie ein dauerhaft über die Hautschicht scheuernder Schuh sind die häufigsten Gründe für die Entstehung einer Blase. Auch an den Händen können Blasen durch starke Belastung auftreten, etwa wenn bei der Gartenarbeit keine Handschuhe getragen werden.

Galerie: Wie du die Entstehung von Blasen verhinderst

Blase am Fuß

Eine Blase an der Ferse ist wenig ästhetisch und sollte in Ruhe gelassen werden. Wer kann, sollte Luft dranlassen. Zum Schutz vor Socken, Schuhen und Schmutz hilft ein Pflaster.

Aufstechen? Was tun, wenn die Blase da ist?

Im Alltag lassen sie sich die Risikosituationen nicht immer vermeiden. Zu einer Party die drückenden High-Heels tragen oder für den Weg zum Bäcker schnell barfuß in die unbequemen Sneaker geschlüpft, schon hat man das Problem. Wenn du eine kleine Blase entdeckst, brauchst du in der Regel nichts unternehmen. Mit einem Blasenpflaster aus Drogerie oder Apotheke wird der Druck gemildert. Wenn keines zur Hand ist, tut es auch ein herkömmliches Pflaster, um den Schmerz zu lindern. Wichtig: Lass die Blase im Idealfall so, wie sie ist und stich sie nicht auf. Die intakte Haut über der Blase schützt die darunter liegende Hautschicht vor Infektionen, die lediglich mit einem darüber liegenden Pflaster abgepolstert werden sollte. Ist die Blase besonders groß, ist der Schmerz durch die unter Spannung stehende Haut darüber meist stärker. Handelt es sich um oberflächliche Blasen, kannst du mit einer sterilen Nadel vorsichtig in die obere Haut hinein stechen, damit die Flüssigkeit abläuft. Warte anschließend, bis die Blase angetrocknet ist und klebe schließlich ein Pflaster drauf, um die Blase vor Infektionen zu schützen. Wichtig: Entferne die über der betroffenen Stelle liegende Haut nie vollständig, da die Gefahr für eine Entzündung so besonders groß ist. Sollte die Blase besonders tief sein oder leidest du an Diabetes, solltest du einen Arzt aufsuchen. Gerade bei Risikopatienten, bei denen die Wundheilung gestört ist, sollte man nie selbst an einer Blase rumdoktern.

Blasen am Fuß – Richtig vorbeugen

Auch wenn es tatsächlich eine erbliche Veranlagung für die schnellere Bildung von Blasen gibt, sollte man einige Tipps beherzigen, mit denen sich die Druckstellen vermeiden lassen. Nicht nur das passende Schuhwerk spielt eine Rolle, selbst in den warmen Sommermonaten sollten Sneaker und andere feste Schuhe nie ohne Socken getragen werden. Darüber hinaus sollten Socken keine Falten werfen oder auftragende Nähte besitzen. Beides begünstigt die Entstehung von Blasen. Gerade bei ungetragenem Schuhwerk sowie Lederschuhen kann das Einlaufen besonders schmerzhaft sein. Um das zu vermeiden, kannst du mithilfe eines Hirschtalgstiftes vorbeugen, indem du deine Schuhe einreibst, sie dadurch weicher machst und die Reibung am Fuß minimierst. Dasselbe gilt für Seife oder Vaseline – beides solltest du allerdings nur bei Lederschuhen und –Stiefeln verwenden. Gerade bei (Wander-)Stiefeln, die über eine längere Zeit getragen werden, solltest du lieber zwei Paar dünnere Socken als ein dickes Paar verwenden. Dadurch reiben beim Laufen die Socken aneinander. Du bastelst dir quasi eine zusätzliche Hautschicht, auf der sich keine Blasen bilden können. Außerdem solltest du für den Notfall immer ein Päckchen Blasenpflaster in deiner Tasche haben. So bist du bestens gerüstet, wenn es am Fuß plötzlich doch einmal zwickt. Allgemein ist es gut für die Gesundheit deiner Füße, gelegentlich barfuß zu laufen.

Galerie: Wichtige Helfer für einen gesunden Fuß

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