F-A-S-T

Weltschlaganfall-Tag: Richtig handeln ist entscheidend

Schlaganfälle gehören zu einer der größten Volkskrankheiten der Deutschen. Aus diesem Grund bietet die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe am 29. Oktober eine Expertensprechstunde für Interessenten an.

Datum:
Schädel Röntgenbild

Bei einem Schlaganfall handelt es sich um eine plötzliche Durchblutungsstörung im Gehirn.

Die Zahlen zum Thema Schlaganfall sind beunruhigend: 270.000 Schlaganfälle ereignen sich jährlich in Deutschland, davon sind allein 200.000 erstmalige Schlaganfälle. Ungefähr 20 Prozent dieser Menschen sterben bereits nach vier Wochen an den Folgen, rund 37 Prozent innerhalb eines Jahres. Damit ist der Schlaganfall nach Krebs- und Herzerkrankungen die dritthäufigste Todesursache in Deutschland. Um die 50 Prozent der Überlebenden bleiben nach dem Schlaganfall dauerhaft behindert.
Da nach Auftreten eines Schlaganfalls jede Minute entscheidend ist, gibt die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe auf ihrer Internetseite Hinweise für Außenstehende zum richtigen Erkennen eines Schlaganfalls und zur Akutbehandlung. Ergänzend hierzu bietet die Stiftung eine kostenlose App im Apple Store und Google Playstore an. Sie bietet neben dem „F-A-S-T“-Test auch ein Info-Center, in dem du weitere Informationen und Checklisten findest. Zum Weltschlaganfalltag am 29. Oktober können sich Interessierte zusätzlich telefonisch von Experten der Stiftung aufklären und beraten lassen.

Verhalten im Notfall: F-A-S-T

In der App findest du den sogenannten F-A-S-T-Test, durch den du in wenigen Schritten feststellen kannst, ob dein Gegenüber gerade einen Schlaganfall erleidet. Das ist ungemein wichtig, denn: Im Falle eines Schlaganfalls muss schnell gehandelt werden. Der Name des F-A-S-T-Tests dient als hierbei als Eselbrücke und steht für „Face“, „Arms“, „Speech“ und „Time“. Wenn du die Person zum Lächeln aufforderst, sie das Gesicht aber nur halbseitig verzieht, könnte es sich dabei um eine Halbseitenlähmung handeln. Auch die Arme dienen als Warnsignal: Kann die betroffene Person diese nur einzeln oder gedreht heben, deutet das auf einen Schlaganfall hin. Wenn die Person einen von dir vorgesprochenen (einfachen) Satz nicht oder nur verwaschen nachsprechen kann, solltest du auf der Stelle den Notruf kontaktieren.
Nach Anruf beim Notdienst, darf der Patient nichts essen oder trinken, da der Schluckreflex unter Umständen gestört ist. Ebenso sollten die Atemwege frei sein, einengende Kleidung solltest du gegebenenfalls öffnen oder entfernen. Bewusstlose Patienten müssen in die stabile Seitenlage gebracht werden, wache Patienten solltest du mit beruhigenden Worten ansprechen.
Weitere Features der App sind die direkte Anwahl des Notrufs 112, eine ausführliche Erläuterung der Schlaganfall-Symptome, entsprechende Handlungsbeschreibungen und ein „App-Center“, das Anwendungen rund um das Thema Schlaganfall und Gesundheit von der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe sammelt und vorstellt.

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Ursachen für Schlaganfall unterschiedlich

Die Ursachen für einen Schlaganfall (genauer: eines „Hirninfarktes“ bei Mangeldurchblutung des Gehirns, bzw. „Hirnblutung“ bei Austritt von Blut in das Hirngewebe) sind unterschiedlich und nur zum Teil beeinflussbar. So spielt das Alter eine Rolle, auf die du keinen Einfluss hast. 50 Prozent aller Schlaganfälle ereignen sich in der Altersgruppe der über 75jährigen Menschen.
Aber auch junge Menschen können betroffen sein, wenn auch viel seltener: N15 Prozent der Schlaganfall-Patienten sind unter 45. Auch vererbbare Erkrankungen, wie Bluthochdruck, Herzfehler und Diabetes erhöhen das Schlaganfall-Risiko. Sind in der Familie bereits Schlaganfälle aufgetreten, solltest du vorbeugen. Faktoren, die du beeinflussen kannst, sind sein Blutdrucks, eine Umstellung der Ernährung bei Übergewicht und der Verzicht auf Nikotin und Alkohol.

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