Studie warnt vor künstlicher Süße

Gefährliche Cola light: Demenz und Schlaganfall durch Süßstoffe?

Zucker macht krank und dick, so heißt es oft. Aber auch Süßstoffe scheinen nicht ungefährlich: Die Framingham-Herz-Studie brachte den Konsum dieser Süßmacher nun mit einem erhöhten Schlaganfall- und Demenzrisiko in Verbindung.

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Genuss mit Risiko: Künstlich gesüßte Limonaden

Gefährlicher als gedacht? Künstliche Süßstoffe stellen eventuell eine Gefahr für das Gehirn dar.

Zahlreiche Krankheitsbildern stehen in direktem Zusammenhang mit Zucker – nicht umsonst diskutiert Deutschland schon länger eine Zuckersteuer. Menschen, die auf den Dickmacher verzichten wollen, greifen oft zu vermeintlich gesünderen Alternativen. Eine naheliegende Option sind da Limonaden mit Aspartam, Stevia und Co. Doch solche Diät-Erfrischungsgetränke bergen eventuell eine unvorhergesehene Gefahr: Wissenschaftler aus Boston stellten mit der sogenannten „Framingham-Herz-Studie“ (Framingham Heart Study) nun einen statistischen Zusammenhang zwischen Süßstoffen und Schlaganfällen sowie Demenz fest.

Framingham-Studie: Süßstoff verdreifacht Schlaganfallrisiko

Zehn Jahre lang untersuchten die Forscher knapp 3.000 Erwachsene ab 45 Jahre. Das Ergebnis: Menschen, die mehr als einmal pro Woche zu künstlich gesüßten Produkten greifen, haben ein dreimal höheres Schlaganfallrisiko. Auch die Wahrscheinlichkeit für eine Demenzerkrankung steigt beim Genuss von Diätgetränken auf das nahezu Dreifache: In einer weiteren Testgruppe mit Teilnehmern über 60 Jahre litten 97 der etwa 1.500 Probanden am Ende der Studie unter Demenzsymptomen. Diese Krankheitsbilder traten beim Konsum zuckerhaltiger Getränke nicht auf – so das US-amerikanische Fachmagazin „Stroke“, das die Studie veröffentlichte.

Keine Panik: Weitere Forschung notwendig

Ein Grund zur Panik sind diese Forschungsergebnisse aber (noch) nicht. Zwar erfasste die Studie durchaus auch Faktoren wie die sonstige Ernährung und die allgemeine Lebensweise, doch sie berücksichtigte beispielsweise keine Wechselwirkungen mit anderen Krankheiten der Teilnehmer. Ob künstlich gesüßte Getränke das Gehirn also direkt schädigen bzw. wie sie das tun, ist noch nicht wissenschaftlich ergründet. Wer mehr über zuckerhaltige Getränke wissen will: Die folgende Bildergalerie zeigt, wo zu viel Zucker drin steckt – und was bessere Alternativen sind.

Galerie: Foodwatch-Studie: Viel zu viel Zucker in Getränken

Mehr Infos über Zusatzstoffe: „Chemie im Essen“

Erik J. Schulze

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Technologie ist meine große Leidenschaft. Auf eVivam finde ich heraus, welche Trends es in der Welt des vernetzten Lebens gibt.