Regulierter Zyklus hält Hormone in Schach

Studie belegt: Pille kann offenbar Gebärmutterkrebs-Risko senken

Die Antibabypille senkt einer großen Studie zufolge das Risiko, an Gebärmutterkrebs zu erkranken. Das bestätigt auch die Deutsche Krebsgesellschaft. Trotz positiver Begleiterscheinung solltest du dir über die Nebenwirkung Thrombose bewusst sein, wenn du sie einnimmst.

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Anti-Baby-Pille

Sie verhindert Schwangerschaften und senkt einer neuen großen Studie zufolge auch das Risiko, an Gebärmutterkrebs zu erkranken. Die Antibaby-Pille kann allerdings auch die Nebenwirkung Thrombose mit sich bringen.

Die Antibabypille hat einer großen Studie zufolge wohl einen weiteren schützenden Effekt: Die in dem Fachportal Lancet Oncology veröffentlichten Ergebnisse lässt das internationale Forscherteam schlussfolgern, dass Frauen, die die Pille nehmen, langfristig ein geringeres Risiko hätten, an Gebärmutterkrebs zu erkranken. Grundlage bilden Daten aus 36 Studien aus den Industrieländern. In den vergangenen Jahren hätte das Medikament in den vergangenen 50 Jahren womöglich 400.000 Gebärmutterkrebserkrankungen bei Frauen unter 75 Jahren verhindert.
Professor Dr. W. Beckmann ist ärztlicher Direktor der Frauenklinik Erlangen und in der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie der Deutschen Krebsgesellschaft tätig. Auf eVivam-Nachfrage erklärt er: „Die Ergebnisse dieser großen Studie sind schon länger aus Einzelstudien bekannt. Die Zyklusregulation der Pille führt zum Wegfall von Hormonschwankungen. Und das sorgt für weniger Krebsfälle der Gebärmutter." Im Prinzip sei das dieselbe Wirkung, die auch eine Schwangerschaft auf den Körper habe. Beckmann erwartet ähnliche Ergebnisse für Studien zu Eierstockkrebs.
Die Pille birgt trotz positiver Wirkung auch eine Thrombosegefahr. Aktuell steht der Pharmakonzern Bayer damit im Fokus der Öffentlichkeit: Laut WDR werde das Unternehmen im November wegen des Inhaltsstoffes Dropi-renon vor Gericht stehen.
Wibke Roth

von

Wenn ich Texte verfasse, erfasse ich die Welt. Wenn ich laufe, erlebe ich sie. Ich arbeite als freischaffende Journalistin und Texterin sowie Fitness-, Reha- und Yoga-Trainerin im Herzen des Ruhrgebiets, oder manchmal auch auf Mallorca.

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