Ab in den Norden?

Studie behauptet: Im Norden lebt es sich stressfreier

Stress kennt wohl jeder. Job, Kinder und Freunde können für hektische Momente sorgen. Wie sehr Stress mittlerweile in unserer Gesellschaft angekommen ist, zeigt eine Studie.

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Stressstudie belegt: Im Norden lebt es sich stressfreier

Im Norden lässt es sich laut der Techniker-Krankenkasse entspannter leben.

Heute sind durch Stress ausgelöste Krankheiten keine Seltenheit. Seit 15 Jahren gibt es einen stetigen Anstieg stressbedingter Krankschreibungen. Allein 2015 entfielen auf 15 Krankheitstage 2,5 Tage auf Stress-Symptome wie Depressionen, Angst- und Belastungsstörungen. Die Frage nach den Ursachen ist dabei nicht leicht zu beantworten. Immerhin werden psychische Störungen heute besser und schneller erkannt als vor 15 Jahren. Allerdings leiden auch jüngere Menschen unter erhöhtem Leistungsdruck. Mehr als ein Viertel aller Studenten gibt inzwischen an, stressige Situationen nicht mehr mit den üblichen Entspannungsstrategien bewältigen zu können. Die Hälfte von ihnen hat sogar schon professionelle Hilfe in Anspruch genommen.
Stressstudie belegt: Im Norden lebt es sich stressfreier

Während bei den Jüngeren der Job für den meisten Stress sorgt, ist es im Alter die Pflege eines Angehörigen.

Was stresst die Deutschen am meisten?

Wenig verwunderlich ist bei den Deutschen die Arbeit der höchste Stressfaktor. In der Studie der Techniker-Krankenkasse gaben 46 Prozent an, am häufigsten durch ihren Job gestresst zu sein. Knapp dahinter – nämlich mit 43 Prozent – stehen die hohen Ansprüche an sich selbst. Auf Platz drei der Stress-Verursacher liegen mit 33 Prozent private und gesellschaftliche Verpflichtungen in der Freizeit. Und immerhin gaben noch elf Prozent der Befragten an, schon durch den Arbeitsweg gestresst zu werden.
Zum Abschalten nutzen die meisten Deutschen ein Hobby. 71 Prozent gaben an, ihren Stress mit einer Freizeitbeschäftigung am besten abbauen zu können. Knapp dahinter lagen Faulenzen (68 Prozent) und Freunde und Familie (67 Prozent). Einen größeren Unterschied zwischen Männern und Frauen gibt es beim Lesen: 64 Prozent aller Frauen gaben an, mit einem guten Buch entspannen zu können. Bei den Männern waren es gerade einmal 40 Prozent.

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Verschiedene Lebensphasen, verschiedene Stressauslöser

Etwas anschaulicher wird es, wenn man sich die unterschiedlichen Lebensabschnitte ansieht. So steht der Job nur bei den jüngeren in Deutschland ganz oben auf der Stress-Skala. Ganze 71 Prozent der 18- bis 29-Jährigen stresst der Beruf am meisten. Dagegen sind bei den 30- bis 39-Jährigen Kinder der größte Stressauslöser. Allerdings geben dies nur 43 Prozent der Befragten an.
Die Umfrage zeigt also auch, dass die Stressauslöser im Alter zunehmen. Ist man zu Beginn seines Lebens noch hauptsächlich auf den Job fokussiert, kommen später weitere Faktoren dazu, etwa Angst durch Krankheiten eines Nahestehenden (bei 50- bis 59-Jährigen) und die Pflege eines Angehörigen (bei 60- bis 69-Jährigen).
Stressstudie belegt: Im Norden lebt es sich stressfreier

Der Stress nimmt von Norden nach Süden zu.

Von Süden nach Norden stressfreier

Bemerkenswert ist die Tatsache, dass Deutschland vom Süden in den Norden entspannter wird. Während Baden-Württemberg (68 Prozent) und Bayern (66 Prozent) die Liste der gestressten Bundesländer anführen, sind die norddeutschen Bundesländer Niedersachsen, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg mit 54 Prozent die stressfreisten Regionen. Wichtig für die Entspannung ist der richtige Umgang mit Stress. Dafür müssen sowohl die Umgebungsbedingungen als auch die eigene Haltung stimmen.
Beispielsweise haben 77 Prozent der selten gestressten Personen angegeben, einen erfüllten Job mit geregelten Arbeitszeiten zu besitzen. Andererseits ist ein Hobby der Garant Nummer eins für stressfreie Freizeit. Auch Soziologen empfehlen ein Hobby zum Ausgleich. Wer einer Beschäftigung nicht wegen der Bezahlung, sondern aus reiner Leidenschaft nachgeht, vollzieht etwas Sinnstiftendes und ist daher zufrieden. Übrigens gaben mehr als die Hälfte aller Befragten an, ein sportliches Hobby zu haben. Sport ist also nicht nur gesund, sondern wirkt auch Stress entgegen.

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Bücher zur Stressbewältigung

Alexander Scherb

von

Technik, Lifestyle und Natur sind meine Leidenschaften. Am besten in Kombination.

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