Stillen in der Öffentlichkeit

Nationale Stillkommission fordert Maßnahmen

Die Weltstillwoche nutzt das Bundesinstitut für Risikobewertung, um Denkanstöße zu geben. Ideen sollen Müttern das Stillen in der Öffentlichkeit erleichtern.

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Stillen Mutter Kind

Stillen ist gut für das Kind. Deswegen setzt sich die Nationale Stillkommission für mehr Akzeptanz in der Öffentlichkeit ein.

Stillende Mütter tun etwas Gutes für ihr Kind. Denn: Muttermilch ist für Säuglinge gut verdaulich, enthält Abwehrstoffe, ist immer verfügbar, hygienisch einwandfrei und direkt richtig temperiert. Oft fehlt es aber gerade in der Arbeitswelt an der nötigen Akzeptanz. So steht die Weltstillwoche dieses Jahr unter dem Motto „Stillen und Beruf - gemeinsam geht’s!". Die Nationale Stillkommission am Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) nutzt die Aktionswoche, um auf Probleme aufmerksam zu machen. Sie empfiehlt deswegen eine Reihe von Maßnehmen, um Stillen im Beruf und täglichen Leben Müttern besser zu ermöglichen.

Schutz der Mütter am Arbeitsplatz

Das deutsche Mutterschutzgesetz soll Mütter am Arbeitsplatz schützen. In der Praxis gibt es aber immer noch Hindernisse, die der Gesetzgeber nicht geregelt hat. Hier setzt die Nationale Stillkommission mit praktische Hinweisen an, mit denen das Stillen und der Beruf besser miteinander vereinbar seien sollen.

Leitfaden für das Stillen entwickelt

Die Nationale Stillkommission hat einen Leitfaden entwickelt, der vor allem den Arbeitgeber und die Arbeitskollegen in die Pflicht nimmt. Sie fordert vom beruflichen Umfeld, dass es stillende Mütter unterstützt. Sie rät ihnen unter anderem Stillpausen zum Abpumpen der Muttermilch mit dem Arbeitgeber abzusprechen. Die Muttermilch hält sich drei bis fünf Tage im Kühlschrank – in einem Gefrierschrank sogar noch länger. Auch fordert die Kommission öffentliche Stillräume, um Akzeptanz in der Öffentlichkeit zu steigern.

Einsatz für das Stillen seit 1994

Die Nationale Stillkommission existiert seit 1994. Sie hat das Ziel, die Stillkultur in Deutschland zu unterstützen und will, dass das Stillen die normale Ernährung für Säuglinge ist. In der Kommission sind Mitglieder aus medizinischen Berufsverbänden und Organisationen vertreten, die sich für die Förderung des Stillens in Deutschland einsetzen.

Beratung der Bundesregierung

Die Nationale Stillkommission ist an das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) angeschlossen. Sie ist eine wissenschaftliche Einrichtung, die zum Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gehört. Das Institut berät die Bundesregierung und die Bundesländer zu Fragen der Lebensmittel-, Chemikalien- und Produktsicherheit. Dazu betreibt es auch eigene Forschung.
David Huth

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Ob Gadgets, Apps oder Trends – alles was neu ist, probiere ich aus. An meiner Neugier lasse ich hier bei eVivam andere teilhaben.

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