Marktprognosen

Markt für tragbare Gesundheitsgeräte wächst rasant

Laut Iskander Business Partner nimmt der Markt für Wearables weiterhin Fahrt auf. Gründe sind der noch kaum erschlossene Gesundheitsmarkt und die Alterung der Gesellschaft.

Datum:
Wachstumsraten für eHealth Wearables

Marktumsatzprognose (in EUR) für Wearables in Europa 2013-2018.

Weltweit wurden 2014 26 Mio. Wearables verkauft, 2015 waren es schon 72 Mio. Stück. Wobei die meisten Wearables zur Kategorie der Smartwatches gehören. Zurzeit erstehen mehrheitlich gesundheitsbewusste, sportliche Menschen die Wearables. In der Werbesprache redet man nicht umsonst von der Kundengruppe der Optimierer.
Doch es wird nicht bei der Kundengruppe bleiben, so die Prognose von Iskander. Ein großes, noch weitgehend unerschlossenes Einsatzgebiet stelle der medizinische Gesundheitssektor dar. Wachsende Gesundheitskosten und eine alternde Bevölkerung seien fruchtbare Böden für den medizinischen Einsatz von Wearables.
Man spricht hierbei von „Digital Health, eHealth, Well-Being und Health-Security“. Worte, die bereits andeuten, wo die Fahrt hingeht. Medizinische Wearables können zur Krankheitsfrüherkennung, Gesundheits-Überwachung und Reha-Begleitung bis hin zur Tele-Diagnose eingesetzt werden. Besonders im Bereich der Früherkennung kann es zu erheblichen Kosteneinsparungen kommen.
Beispiel für eine eHealth Anwendung

Exemplarischer Ablauf eines eHealth-Angebots.

Die denkbaren Szenarien ähneln sich: Ein Messgerät sendet die gemessenen Daten des Patienten über das Netz an ein Rechenzentrum, das eine Erstanalyse der Werte vornimmt und entsprechend weiterleitet. An die Krankenkasse selbst, den betreuenden Arzt, den Therapeuten oder im Notfall gar an die Rettungszentrale, wird je nach Bedarfsfall entschieden. Der Anbieter kann ein Telekommunikationsunternehmen sein, gar Google, Amazon oder Apple? Datenschutz, ick hör dir trapsen. Es erinnert durchaus an die elektronische Gesundheitsakte, die bis dato immer noch nicht eingeführt wurde.
Erste Ansätze sieht man heute bereits: Krankenkassen wie die TK sind dazu übergegangen, bis zu 250 Euro als Zuschuss für den Kauf einer Apple Watch zu gewähren.
Das Potenzial dieser kleinen, smarten Geräte ist deutlich erkennbar. Die große Frage ist nicht unbedingt, wann das alles so passiert, sondern ob es tatsächlich zu den erhofften Effekten kommt. Von einer Steigerung des Wohlbefindens bis hin zu einer exzellenten Früherkennung, Gesundheitsvorsorge und sogar Reha. Und das unter dem Aspekt einer Kostensenkung? Abwarten!
Robert Basic

von

Seine Passion sind Menschen, sein Antrieb ist die Neugier.

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