Angst in der Röhre

40 Prozent aller Betroffenen brechen MRT-Untersuchung ab

Knapp 15 Prozent aller Schmerzpatienten verzichten auf eine Untersuchung mithilfe des MRT, weil ihre Klaustrophobie es nicht zulässt. Mehr als ein Drittel der Patienten bricht die Untersuchung mittendrin ab. Als mögliche Lösung bietet das Upright-MRT eine Alternative für die Betroffenen.

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Patientin im Upright MRT

Das vollständig offene Upright-MRT Gerät erlaubt Angstpatienten den Ausblick nach draußen, zu einer Bezugsperson oder auf einen Fernseher.

Etwa jeder sechste Deutsche leidet unter chronischen oder wiederkehrenden Schmerzen. Dies geht aus einer Studie der Akademie für Lehrkräfte im Gesundheitswesen in Karlsruhe hervor. In vielen Fällen lässt sich die Ursache nicht durch herkömmliche Verfahren wie Röntgen- oder Ultraschallaufnahmen klären. Dann müssen die Patienten einen Radiologen aufsuchen und sich einer Magnetresonanztomografie (MRT) unterziehen. Doch genau da liegt das Problem: Die Angst vor der Röhre. Für Patienten, die an Klaustrophobie leiden, schafft das Upright-MRT-Gerät Abhilfe. Sie sind so konstruiert, dass der Patient in ihnen aufrecht sitzt und durch die offene Bauweise nicht das Gefühl bekommt, eingeengt zu sein. Das ermöglicht Ärzten eine detaillierte Aufnahme unter erleichterten Bedingungen.
Upright MRT

Bewegungsablauf im Upright-MRT

Von Anfang an in guten Händen

Die Behandlung beginnt schon weitaus früher als mit dem Betreten des MRT. Bereits bei der Terminvereinbarung und in den ersten Gesprächen bereiten die Ärzte ihre Patienten auf die Untersuchung vor. Mithilfe von Illustrationen und Erfahrungsberichten bekommen die Erkrankten einen ersten Eindruck von den Umständen der Behandlung. Sie können beispielsweise auch eine Vertrauensperson mit zur Untersuchung bringen, mit der sie dank des Upright-MRT Augenkontakt halten während die Aufnahme gefertig wird. Diese Ablenkung genügt bereits, um zusätzliche Sedierung für die Aufnahme überflüssig zu machen. Das Upright-MRT wirkte sich in einer Umfrage zur Qualität der Betreuung in Arztpraxen positiv auf das Urteil aus. Während Patienten die Betreuung im Umfeld des konventionellen MRT nur mit 3,1 (von 10) bewerten, ist das Urteil für die Untersuchung im Sitz-MRT mit 9,4 deutlich besser.

Geheimtipp Upright-MRT

Wie wichtig und unersetzlich das aufrecht stehende MRT ist, zeigen immer mehr Einzelfälle. Esther W. lebte ein halbes Jahr mit wiederkehrendem Schwankschwindel und Migräne. Nach vielen ergebnislosen Arztbesuchen empfiehlt ihr ein Neurologe das Upright-MRT. Erst die Aufnahmne unter natürlicher Gewichtsbelastung offenbarte eine Verengung des Nervenkanals in der Halswirbelregion. Dank der speziellen Magnetresonanztomografie konnten Arzt und Patientin einen persönlichen Therapieplan entwickeln, der die Schmerzen über lange Zeit lindert.
Giovanni Cardillo

von

Fitness-Tracker, Smartwatches und Waagen, die mehr über mich wissen als ich selbst. Notwendig oder nicht? Ich finde es für euch heraus.

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