Grippewelle

Rechtzeitige Impfung gegen die saisonale Grippe

Die erste Grippewelle ist größtenteils überstanden – doch die nächste lässt nicht lange auf sich warten. Aus diesem Grund raten Gesundheitsexperten zur rechtzeitigen Impfung, um für die nächste Welle gewapnet zu sein. Denn: Eine Grippe kann sehr gefährlich werden.

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Frau mit Grippe

Eine Grippeinfektion ist sehr unangenehm – mit einer Impfung kannst du die Gefahr einer Ansteckung mindern.

Die Temperaturen fallen stetig, der kalte Herbst hat ganz Deutschland eingenommen. Somit war es nur eine Frage der Zeit, bis die erste Grippewelle über Deutschland hinwegschwappt. Die typischen Symptome einer Grippe sind Husten, Schnupfen, Gliederschmerzen und Fieber – Symptome, die sich über Tage hinwegziehen und den Menschen ans Bett fesseln. Zwischen 5-10% der Bevölkerung erkrankt jährlich an der Grippe, gerade bei älteren oder chronisch kranken Menschen kann die Krankheit sogar tödlich verlaufen. Besonders in der Grippesaison gilt es daher, umso mehr auf Hygiene zu achten: gründliches und häufiges Händewaschen (mit Seife), nicht ins Gesicht fassen, das Händeschütteln möglichst vermeiden. Als weitere Schutzmaßnahme empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) gerade den chronisch Kranken und Menschen über 60 eine Grippeimpfung, da das Immunsystem beider Gruppen anfälliger für die Viren ist. Dasselbe empfiehlt die Kommission auch Schwangeren, Bewohnern von Pflegeeinrichtungen, medizinischem Personal und Berufstätigen mit viel Kundenkontakt. Die optimale Zeit für eine Impfung ist laut der Kommission der Oktober und November – eine Immunisierung sei allerdings auch in den Folgemonaten noch möglich.

Nebenwirkungen möglich

Solltest du dich impfen lassen wollen, solltest du dir über mögliche Nebenwirkung im Voraus im Klaren sein: Du hast die Wahl zwischen 2 Impfstoffen, dem Totimpfstoff und dem Lebendimpfstoff. Bei ersterem werden dir abgetötete Virus-Varianten per Spritze in den Arm verabreicht. Hierbei kann es zu Reaktionen an der Einstichstelle kommen: Manche Patienten beklagten eine Rötung und Anschwellung der betroffenen Stelle. Manche Patienten hatten nach der Impfung auch mit einem Krankheitsgefühl zu kämpfen, das sich in der Form von Müdigkeit, Kopf- und Gliederschmerzen, Fieber und Frösteln zeigte. Diese Symptome klingen allerdings zumeist nach 1 bis 2 Tagen ab. Beim Lebendimpfstoff werden dir per Nasenspray abgeschwächte Virus-Varianten verabreicht. Diese Art der Impfung ist auch für Kinder im Alter von 2 bis einschließlich 17 Jahren geeignet. Allerdings kann es auch hier zu Nebenwirkungen kommen, die ähnliche Symptome aufweisen, wie die Impfung mit dem Totimpfstoff. Zusätzlich können noch weitere Symptome, wie eine verstopfte Nase, Kopfschmerzen und Appetitlosigkeit auftreten. Diese Nebenwirkungen treten bei mindestens einem von zehn Patienten auf. Der Lebendimpfstoff eignet sich übrigens nicht für immungeschwächte Menschen, schwere Asthmatiker und Kinder unter 2 Jahren. Zu bedenken ist auch, dass es sich bei beidem Impfstoffen um keine Wundermittel handelt: Da sich das Erbgut der Grippe-Viren stetig ändert, kann auch eine Impfung keinen vollkommenen Schutz bieten – das Risiko einer Erkrankung an der Grippe wird hierdurch allerdings merklich gesenkt.

Geschichte der Grippe

Bereits seit mindestens dem 16. Jahrhundert wird die Menschheit von den Grippe-Viren heimgesucht. Im Jahr 1580 war sie noch bekannt als „hirntobenes Fieber“, auf die (wie damals üblich) mit einer „Aderlass“-Behandlung reagiert wurde. Bei diesem Verfahren wird dem Patienten eine (mitunter große) Menge Blut abgenommen, was die Symptome vieler ohnehin bereits geschwächter Patienten nur noch verschlimmerte. Der spanische König Philipp II. erkrankte ebenfalls an der Grippe – wäre er gestorben, wäre das Weltreich aufgrund eines fehlenden Nachfolgers zusammengebrochen. Die „spanische Grippe“ raffte zwischen 25-50 Millionen Menschen dahin. Das Robert-Koch-Institut zählte in der Grippesaison 2012/2013 mehr als 20.000 aufgrund einer Grippeerkrankung verstorbene Menschen.

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