Internationaler Tag der Familie

Gesundes Leben und nachhaltige Zukunft

Am 15. Mai ist der Internationale Tag der Familie. Jedes Jahr steht unter einem wechselnden Motto. Im Jahr 2016 lautet es „Gesundes Leben und nachhaltige Zukunft“. Wie lässt sich beides unter einen Hut bringen?

Datum:
Am 15. Mai ist der Internationale Tag der Familie

Glückliche Kindheit, mehr Chancen auf Gesundheit?

Die Familie und ihr Zusammenhalt spielen eine sehr wichtige Rolle, wenn es um die Gesundheit geht. Am Anfang steht die Erziehung der Kinder zu mental stabilen und reifen Erwachsenen. Dies garantiert eine nachhaltige, gesündere Zukunft und senkt außerdem unsere gesellschaftlichen Gesundheitskosten. Später geht es innerhalb der Familie um die Pflege der Älteren. In jeder Familie steht das Wohlergehen des Einzelnen im Vordergrund. Gemeinsam sorgen alle füreinander. Geborgenheit, Sicherheit, Solidarität und Verlässlichkeit sind Werte, die Kinder in Familien erleben und erlernen.
Wir haben uns draußen umgehört. Der zweifache Vater Christian T. aus Duisburg sagte dazu: „Mir ist es wichtig, immer für meine Kinder da zu sein. Sie sollen Halt und Kraft in der Familie finden und wissen, dass sie immer zu mir kommen können.

Hintergründe zum internationalen Familientag

Der Internationale Tag der Familie wurde im Jahr 1993 von den Vereinten Nationen per Resolution ausgerufen. Frauen- und Kinderrechte, Gleichberechtigung der Geschlechter und freie Wahl der Partner sollen mit diesem Tag thematisiert werden. Obwohl die Großfamilie immer seltener existiert, hat die Familie ihre gesellschaftliche Bedeutung nicht verloren. Der Wunsch nach einer eigenen Familie ist und bleibt ein Urwunsch. Kinder sind eine Inspiration und erweitern den eigenen Blick auf das Leben und die Welt. Es wäre wünschenswert, wenn die Politik die Rahmenbedingungen für Familien weiterhin verbessert. Ein gesundes Familienumfeld sichert die Zukunft unserer Kinder.
Rituale stärken den familären Zusammenhalt

Rituale stärken den familiären Zusammenhalt.

Gesund durch positive Erziehung

Gesundheit kann schon durch eine positive Erziehung unterstützt werden. Beispielsweise können Eltern gezielt das Selbstbewusstsein ihres Kindes stärken und es damit widerstandsfähiger gegen äußere Einflüsse machen. Die Fähigkeit, Krisen zu bewältigen – „Resilienz“ genannt –, wird dadurch gestärkt und Depressionen vorgebeugt. Natürlich werden damit nicht alle Krankheiten ausgemerzt, Schicksalsschläge kann es immer geben. Ein gefestigtes, familiäres Umfeld hilft aber, diese gemeinsam durchzustehen. Wer eine liebevolle Familie hat, muss niemals allein die Klippen des Lebens umschiffen.

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Gemeinsame Erlebnisse schaffen

Zusammengehörigkeit stärkt die Psyche und das Wohlbefinden. Kinder erzählen gerne und Erwachsene sollten zuhören. Dies stärkt die Bindung. Auch familiäre Rituale – wie der regelmäßige Ausflugstag ins Grüne oder das abendliche Vorlesen – stärken das Band zueinander. Intensiv miteinander Zeit zu verbringen, lässt sowohl die Erwachsenen als auch die Kinder Ruhe finden. Es schenkt wundervolle Erinnerungen, stärkt die Persönlichkeit und damit die Gesundheit. Es schenkt Kraft für die Zukunft.
Mit der Familie in die Natur

Mit der Familie in die Natur ist immer noch mit die beste Erholung.

Streit kommt in den besten Familien vor

Natürlich geht es auch in den vorbildlichsten Familien nicht immer harmonisch zu. Der Alltagstrubel führt zu Reibungen. Hier hilft es als Eltern, klar und deutlich zu bleiben. Das verführerische „klein beigeben, damit Ruhe herrscht“ ist eine bequeme, kurzfristige Lösung. Doch langfristig kann dies zu konfliktscheuen Kindern oder gar kleinen Tyrannen führen. Kinder unter sieben Jahren agieren oft aus dem Augenblick heraus. Vernunft ist ihnen eher noch fremd. Das ist nichts Schlimmes, sondern vollkommen normal. Wichtig ist es, fair zu bleiben und einander zuzuhören, unabhängig vom Arbeitsstress. Nur so lernen Kinder bereits in jungen Jahren, mit Konflikten umzugehen. Kinder müssen erfahren, dass egal, was kommt, die Eltern immer für sie da sind. Dies gibt ihnen Sicherheit im Leben. Es birgt aber auch eine große Verantwortung.

Das Alter: Frage der Pflege

Cornelia D. aus Hannover, die das selbst am eigenen Leib als Enkelin erlebt hat:
Als meine Oma an Demenz erkrankte, haben wir alle gemeinsam die Pflege übernommen. Jeder half in dem Umfang, wie er konnte. Diejenigen, die nicht die direkte Pflege übernahmen, fingen mental die Pflegenden auf. Durch die engen Familienbande war die Pflege überhaupt nur zu bewerkstelligen. Oma lehrte uns schon von klein auf, wie wichtig es ist, füreinander da zu sein. Ihr kam es am Ende ihres Lebens zugute.
Im Alter werden Eltern vielleicht auf ihre Kinder oder sogar Enkel angewiesen sein. Heutzutage ist es nicht einfach, mit den eigenen Kindern und einem Job auch noch die Eltern zu unterstützen oder gar zu pflegen. Nur wenn alle zusammenhalten, kann diese wichtige familiäre Aufgabe bewältigt werden. Und durch eine liebevolle Kindheit wird die Unterstützung der Eltern keine Last, sondern vielmehr eine Ehre.

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Robert Basic

von

Seine Passion sind Menschen, sein Antrieb ist die Neugier.

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