Stammzellentherapie

Forscherin sucht neue Strategien im Kampf gegen Parkinson

Die Neurologin Michela Deleidi erhält 1,25 Millionen Euro. Mit der Förderung will die Forscherin herausfinden, wie sich Parkinson früher erkennen und besser behandeln lässt.

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Parkinson Mann Pfleger

350.000 Menschen in Deutschland leiden an der Nervenerkrankung Parkinson. Eine Forscherin will nun neue Strategien entwickeln.

Parkinson gehört mit rund 350.000 Betroffenen zu den häufigsten Nervenerkrankungen in Deutschland. Seit 2011 untersucht Michela Deleidi am Tübinger Standort des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) mit diese neurologische Störung. Die Neurobiologin erforscht das Altern und altersbedingte neurologische Erkrankungen. Der Fokus liegt dabei auf dem Parkinson-Syndrom.

1,25 Millionen Euro für Parkinson-Projekt

In den nächsten fünf Jahren erhält sie insgesamt rund 1,25 Millionen Euro, um ihre Forschungsprojekte voranzubringen. Die Fördermittel stammen aus der „Helmholtz-Nachwuchsgruppe“. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist ein Zusammenschluss von Forschungszentren, die wissenschaftliche Vorhaben fördert und finanziert. Mehr als 250 junge Forscherinnen und Forscher aus aller Welt haben sich dieses Jahr bei der Nachwuchsgruppe beworben.

Parkinson früh erkennen

Deleidi sucht bei ihrem Projekt nach Strategien, um Parkinson früher zu erkennen und individuell zu behandeln. Mit Hilfe von Stammzellen von Parkinson-Patienten will sie erforschen, wie das Immunsystem und die Kraftwerke unserer Zellen, die Mitochondrien, bei dieser Krankheit zusammenspielen. So möchte die Forscherin mehr darüber herausfinden, welche Rolle Entzündungen dabei spielen, dass sich Parkinson entwickelt.

An der Boston Harvard Medical School gearbeitet

"Die Förderung gibt mir die Möglichkeit, meine Anstrengungen noch zu steigern, die Ursachen der Krankheit zu verstehen, um Patienten aufgrund ihres genetischen Risikos besser einzuteilen", sagt Michela Deleidi. "Mein Ziel ist, Strategien für die Früherkennung und die individualisierte Behandlung dieser komplexen chronischen Erkrankung zu finden." Schon länger beschäftigt sich die Medizinerin und Neurologin mit der Stammzelltherapie bei neurodegenerativen Erkrankungen. Vor ihrer Arbeit beim DZNE war sie an der Boston Harvard Medical School in den Vereinigten Staaten.

Forschung für neue Therapien

Das DZNE erforscht die Ursachen von Erkrankungen des Nervensystems und entwickelt Strategien zur Prävention, Therapie und Pflege. Das Forschungszentrum gehört zur Helmholtz-Gemeinschaft und betreibt Standorte in Berlin, Bonn, Dresden, Göttingen, Magdeburg, München, Rostock/Greifswald, Tübingen und Witten. Bei seiner Arbeit kooperiert es mit Universitäten, Kliniken und anderen Instituten.
David Huth

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Ob Gadgets, Apps oder Trends – alles was neu ist, probiere ich aus. An meiner Neugier lasse ich hier bei eVivam andere teilhaben.

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