Wie moderne Technik der Chirurgie unter die Arme greift

Computer-Navigation im Operationssaal

Wir alle kennen das klassische Navigationsgerät aus unserem Auto. Doch auch im Operationssaal sorgt die moderne Technik mittlerweile verstärkt für eine höhere Präzision. Die Folge: kaum Komplikationen und weniger Nach-OPs.

Datum:
Technik im OP-Saal

Als Patient muss man sich auf dem OP-Tisch schon lange nicht mehr nur auf die Fähigkeiten eines Arztes verlassen.

Was früher noch nach Science-Fiction klang, ist heute fast Alltag in internationalen Operationssälen: Die Rede ist von Computerassistenten, die dem Chirurgen bei schwierigen Eingriffen zur Seite stehen. Vor allem in der Gelenk- und Sportchirurgie hat sich diese Technik bewährt. Gerade Eingriffe, bei denen es auf äußerste Präzision ankommt, profitieren von den navigationsunterstützten Operationstechniken, die ein auf den Millimeter genaues Arbeiten ermöglichen. Für den Patienten hat diese Technik vor allem in der Nachbehandlung Vorteile. Mussten früher knapp sieben Prozent der Knieprothesen-Patienten zu einer Nachoperation in den ersten zwei Jahren, sind es beim Einsatz moderner Operationstechnik nur noch rund 0,5 Prozent.

Computerassistierte Chirurgie: Wie funktioniert das?

Bei einer computerassistierten Operation wird zunächst mithilfe verschiedener Methoden wie Röntgen, Computertomographie, Magnetresonanztomographie oder Ultraschall ein genaues Bild des Patienten erstellt. Nach der Bildanalyse wird mithilfe eines Infrarotpulses ein 3D-Modell des Patienten angefertigt. Nach der genauen Diagnose durch den Facharzt wird der Computer mithilfe einer speziellen Software auf einzelne Arbeitsschritte programmiert, die er während der Operation und im Beisein einer Fachkraft einzeln ausführen soll. Der Operationsroboter, der in der Regel die Form eines Roboterarms besitzt, kann unterschiedlich programmiert werden. So gibt es OPs, die ausschließlich der Roboter durchführt, andere Eingriffe wiederum finden im Zusammenspiel zwischen Arzt und Roboter statt. Im Notfall kann ein Arzt eine computerassistierte OP jederzeit manuell beenden.

Kommentare

Die Technik der Kommentarfunktion „DISQUS“ wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.