So gefährlich ist die Krankheit

Immer mehr Infizierte: Augengrippe bedroht Deutschland

Erst glaubt man an eine harmlose Bindehautentzündung aber derzeit grassiert eine Krankheit mit ähnlichen Symptomen, die weitaus schlimmer ist und nicht einmal von Ärzten immer erkannt wird: die Augengrippe.

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Augen

Die Symptome sind ähnlich, aber die Augengrippe ist schlimmer als eine Bindehautentzündung.

Alles beginnt mit einer rötlichen Schwellung des Auges. Es folgen Schmerzen, Juckreiz und Brennen, sowie das Gefühl eines Fremdkörpers, der einfach nicht verschwinden will. Für viele steht fest: Ich habe einen Bindehautentzündung. Meistens stimmt das, aber seit ein paar Wochen wächst die Anzahl an Augengrippe-Patienten in Deutschland stetig.

Berlin, NRW und dann?

Zunächst breitete sich diese Erkrankung der Binde- und der Hornhaut hauptsächlich in der Hauptstadt Berlin aus. Mittlerweile hat sie auch Nordrhein-Westfalen erreicht. Über 100 Krankheitsfälle wurden binnen zwei Wochen gemeldet. Normalerweise erkranken im ganzen Jahr nur rund 600 Menschen. Das Problem an solchen Statistiken: Viele Fälle bleiben ungemeldet und werden im Extremfall nicht mal erkannt.

Verlauf und Inkubationszeit

Die Augengrippe weist in ihrem Verlauf nämlich große Parallelen zur harmlosen Bindehautentzündung auf. Im Gegensatz dazu ist die Augengrippe aufgrund ihrer Entstehung durch Viren allerdings hoch ansteckend und ist wesentlich aggressiver. Daher muss eine Erkrankung gemeldet werden. Die Verbreitungsgefahr ist hoch. Was sie obendrein besonders tückisch macht, ist die Tatsache, dass man die Infektion mit den Viren erst spät bemerkt. Nach der Ansteckung dauert es zwischen sieben und zehn Tagen, bis sich die Symptome bemerkbar machen. Das macht es nahezu unmöglich, rückblickend festzustellen, wann und wo genau man sich infiziert hat. Eine Behandlung ist hingegen unumgänglich. Im schlimmsten Fall kann eine nicht behandelte Augengrippe nämlich zu einer Hornhauttrübung führen.
Augentropfen

Neben ausreichender Hygiene ist eine regelmäßige Augenpflege der beste Weg, um sich vor der Augengrippe zu schützen. Augentropfen beugen Trockenheit vor und verhindern somit eventuellen Juckreiz.

Augengrippe – Behandlung und Vorbeugung

Die Augengrippe ist hoch ansteckend, trotzdem kann man die Gefahr einer Infektion verringern: Achten Sie gerade in den kälteren Monaten auf eine besonders ausgeprägte Hygiene. Um Keime abzutöten, sollte man sich mehrmals am Tag gründlich die Hände waschen. Es ist nämlich nur schwer zu vermeiden, dass Sie sich, teils unbewusst, im Gesicht und an den Augen berühren. Die Anwendung von Augentropfen beugt Austrocknung und damit Juckreiz vor. Betroffene sollten gesonderte Handtücher und anderweitige Reinigungsutensilien benutzen, um die für die Krankheit verantwortlichen Adenoviren nicht auf andere zu übertragen. Im akuten Krankheitsfall – festzustellen an starkem Tränenfluss und einer sichtbaren Schwellung von Bindehaut und Lymphknoten – verschreibt der Arzt Antibiotika. Die vollständige Abheilung der Augengrippe kann bis zu sechs Wochen dauern. Bei einer schnellen Behandlung sind keine Spätfolgen zu erwarten. Achtung: Auch wenn es schwer fällt, sollte man nicht dauernd in den juckenden Augen herum reiben. Dies verstärkt die Symptome und die Gefahr, den Virus auf andere zu übertragen, wird zusätzlich erhöht, etwa wenn man anschließend Jemandem die Hand gibt.
Antje Wessels

von

Schreiben ist seit jeher meine große Leidenschaft. Es ermöglicht mir, mein Wissen aus den unterschiedlichsten Lebensbereichen mit dem Leser zu teilen und ihm so regelmäßig neue, faszinierende Erkenntnisse mit auf den Weg zu geben.

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