DER Matratzentipp

Anti-Kartell-Matraze „Bodyguard“: Besser und viel billiger

Eine vernünftige Matratze muss zwischen 400 und 1.000 Euro kosten? Falsch! Ein Berliner Fabrikant sagt dem Matratzen-Kartell den Kampf an und verkauft seine Matratze „Bodyguard“ schon für 199 Euro. Und richtig gut ist sie auch noch ...

Datum:
Allein gegen das Matratzen-Kartell

Bodyguard als Trotzreaktion: Unternehmer Adam Szpyt hat sich mit dem Matratzen-Kartell angelegt.

Einschätzung
der Redaktion

Fazit: Das müssen Sie wissen

Nachdem Adam Szpyt sich nicht dem Matratzen-Kartell und deren Preisvorgaben unterwerfen wollte, ging der Unternehmer volles Risiko und produzierte die Bodyguard-Matratze, die er nicht mehr „Anti-Kartell-Matratze“ nennen darf, selbst. Dass er damit nicht nur eine günstige Matratze im Angebot hat, sondern die verfeindete, teurere Konkurrenz in unabhängigen Tests hinter sich ließ, ist ein Fest für Szypt und die Kunden.

Pro

  • Hohe Qualität
  • Preiswert
  • Hohe Stabilität
  • Keine Schadstoffe
  • 100 Tage Testphase

Kontra

Matratze Bodyguard

Dem Berliner Unternehmer Adam Szpyt ist es gerichtlich verboten worden, seiner Matratze „Bodyguard“ die Titelzusätze „Anti-Kartell-Matratze“ und „Deutschlands Beste“ zu geben. Kläger: ein nicht näher genannter Matratzen-Konkurrent. Die „Bodyguard“ gibt es nur online etwa bei bett1.de. Doch es ist nicht nur der Preis von 199 Euro, welcher das Matratzen-Kartell so unruhig macht.

Stiftung-Warentest-Sieger

Was die anderen Matratzen-Hersteller nur zähneknirschend zur Kenntnis genommen haben, ist das gute Ergebnis bei Stiftung Warentest. Denn die „Bodyguard“ schnitt direkt als beste Matratze ab. Sie besteht aus Polyurethanschaum und ermöglicht dadurch erholsamen Schlaf für Menschen aller Körper- und Konfektionsgrößen. Im Labor von Stiftung Warentest simulierte eine 150 Kilo schwere Walze das Hin- und Herwälzen über einen Zeitraum von acht bis zehn Jahren. Das Ergebnis war erstaunlich. Selbst nach langjähriger Belastung verliert die Matratze kaum an Höhe und Stabilität.
Hinzu kommen das geringe Gewicht von 11,9 Kilo, ein waschbarer Bezug und saubere Materialien. Sowohl in der Luft als auch in den Stoffen der Matratze konnten keine Schadstoffe nachgewiesen werden. Probeliegen kann man die Matratze leider nicht, allerdings kann man sie als Käufer 100 Tage lang testen. Gefällt einem die „Bodyguard“ nicht, wird sie kostenlos wieder abgeholt. Alles in allem bietet die Anti-Kartell-Matratze eine Qualität, welche bei einer gleichwertigen Matratze der Konkurrenz nicht unter 400 Euro zu bekommen ist.
Allein gegen das Matratzen-Kartell

199 Euro: Preis und Testergebnis der „Bodyguard“ sorgen bei der Konkurrenz für Unmut.

Es läuft was falsch

Dass es nicht mit rechten Dingen auf dem Matratzen-Markt zugeht, ahnt nicht nur Adam Szpyt, sondern auch das Bundeskartellamt. Dieses verhängte nämlich im Sommer 2014 ein Bußgeld in Höhe von 8,2 Millionen Euro gegen den Matratzen-Hersteller Schlaraffia. Der Grund: Schlaraffia soll Händlern, die Matratzen zu günstigeren Preisen angeboten haben, mit Lieferverzögerungen gedroht haben. Eine Strafzahlung von 3,38 Millionen Euro musste auch Matratzen-Produzent Metzeler für einen ähnlichen Vorfall berappen.
Adam Szpyt sieht darin eine gewollte Marktsteuerung der großen Firmen und hat schon 2011 das Kartellamt zu einer Untersuchung angeregt. Angeblich wollen die Matratzen-Hersteller die Preise extra auf hohem Niveau halten, um richtig abzusahnen. Bewiesen ist das nicht. Allein die Vorwürfe und die öffentliche Diskussion sind den etablierten Herstellern ein Dorn im Auge und sie sähen es bestimmt gern, wenn Szpyt mit seinem Konzept scheitert. Der „Bodyguard“ tut der Rummel aber nur gut. Vorübergehend war die Matratze auf Monate vergriffen.

Matratze Bodyguard

Alexander Scherb

von

Technik, Lifestyle und Natur sind meine Leidenschaften. Am besten in Kombination.

Kommentare

Die Technik der Kommentarfunktion „DISQUS“ wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.