Schluss mit lustig

Alkohol – laut Studie Hauptauslöser für Krebs!

Von wegen: „Ein Schlückchen in Ehren ...” Wissenschaftler finden Anzeichen dafür, dass bereits geringe Mengen Alkohol genügen, um sieben Krebsarten auszulösen. Dabei ist es egal, ob es sich um Bier, Wein oder Schnaps handelt.

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Alkohol Hauptauslöser für Krebs

Alkohol ist gesellschaftlich verbreitet und akzeptiert. Der Genuss ist normal und wird bisweilen sogar als gesund angesehen. Die Studien zeichnen dagegen ein düsteres Bild: Alkohol ist für Krebs verantwortlich.

Nicht genug damit, dass man Anfang des Jahres Pestizide im Bier fand! Eine Meta-Analyse verschiedener Gesundheitsstudien aus Neuseeland kommt jetzt zu einem noch erschreckenderen Schluss: Alkohol könnte der Hauptauslöser für Krebs sein. Jennie Connor, Expertin für Präventiv- und Sozialmedizin, veröffentlichte die Ergebnisse ihrer Analyse im Fachmagazin Addiction. Ihr Beitrag fasst die Ergebnisse mehrerer Studien zusammen, die zu dem Schluss kommen, dass schon wenig Alkohol schädlich ist.

Bier, Wein oder Schnaps – das Risiko ist groß

Eindeutige Indizien aus Connors Analyse zeigen, dass Spirituosen mindestens sieben Krebsarten verursachen, wahrscheinlich sogar mehr. Darunter Rachen-, Speiseröhren-, Leber-, Dickdarm-, Mastdarm-, Brust- und Kehlkopfkrebs. Connor vermutet zudem, dass auch die Ursache für Prostata-, Haut- und Bauchspeicheldrüsenkrebs im Alkohol liegt.
Je nach getrunkener Menge steigt das Risiko an Krebserkrankungen. Somit sind starke Trinker am stärksten betroffen. Doch auch gelegentlichen Alkoholkonsum sollte man nicht unterschätzen, denn die Ergebnisse der Studien belegen, dass bereits kleine Mengen den Körper ernsthaft belasten.

Regelmäßige Pausen einlegen

Die Forscherin Jennie Connor fordert Konsumenten deshalb dazu auf, ihren Alkoholkonsum so weit wie möglich zu reduzieren. Dabei hilft es mehrere Alkohol-freie Tage pro Woche einzulegen, kleinere Gläser zu verwenden oder zu alkoholfreien Varianten zu greifen. Das Anlegen von Alkohol-Vorräten zu Hause sollte man sich ebenfalls abgewöhnen, selbst wenn es sich dabei „nur“ um Wein oder Bier handelt.
Es fällt besonders auf, dass in der Öffentlichkeit kaum jemand von dem Zusammenhang zwischen Alkohol und Krebs weiß. Die Expertin fordert daher Aufklärungskampagnen und Warnhinweise auf Flaschen und Dosen von alkoholhaltigen Getränken.

Galerie: Die zehn wichtigsten Heilmethoden gegen Krebs

Hoffnung und Wut

Krebs ist eine Geißel der Menschheit. Fast jeder kennt Betroffene. Nicht von ungefähr kommt das Buch mit dem Titel „Fuck Cancer”. Das Problem ist nicht von der Hand zu weisen. Da ist es nicht verwunderlich, dass jede Hoffnung auf ein Heilmittel für Aufsehen sorgt. Kürzlich sorgte ein Diabetes-Medikament für Hoffnung. Abstrus schien die Meldung, wonach altes Brot Darmkrebs verhindern soll.

Alkoholtester

Sabine Stanek

von

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