Paradies für Bakterien und Insekten

Wie gefährlich ist abgestandenes Wasser?

Man sieht es ihm nicht an: Schales Wasser sieht aus wie frisches – versammelt aber Staub, Bakterien und sogar Insekteneier! Wir sagen dir, wie du vorbeugst und wann es gefährlich ist.

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Frisches Wasser ist am besten

Den Schluck Wasser nach dem Aufstehen am besten frisch eingießen, nicht über Nacht stehen lassen!

Im Schlaf trinken wir nichts, sodass unser Körper etwas austrocknet – oder, in der Fachsprache: Er dehydriert minimal. Aus diesem Grund haben viele beim Aufwachen Durst und manch einer stellt sich vorsorglich schon an Vorabend ein Glas Wasser neben das Bett. (Mehr Tipps gegen Dehydration findest du in unserem Ratgeber gegen Flüssigkeitsmangel!) Doch das lange Stehen macht das Wasser nicht frischer – den Geschmack von abgestandenem Wasser kennen wir wohl alle. Dass schales Wasser allerdings noch andere negativen Eigenschaften hat, fand nun ein Forscher des Mercy Medical Center in Massachusetts, USA, heraus.

Schales Wasser ist ‚reichhaltig‘ – an Insekteneiern

Dr. Marc Leavey untersuchte über Nacht stehen gelassene Gläser mit Wasser ... und entdeckte Unappetitliches. Neben Bakterien, Schmutz und Staub fand der Doktor sogar Larven von Fliegen und Mücken. Wie kommen diese Verschmutzungen ins Glas und, vor allem, wie lässt sich das verhindern? Schmutz- und Staubpartikel sind überall – Allergiker singen ein Lied davon. Dagegen ist nicht viel zu tun: Gerade Staubpartikel lassen sich nur auf sehr komplizierte Weise aus der Luft filtern. Die Larven wiederum kommen ins Wasser, da Mücken und Fliegen ihre Eier bevorzugt eben dort ablegen. Dem wirkst du entgegen, indem du die Insekten beispielsweise mit einem Fliegengitter aus dem Schlafzimmer verbannst.

Abgestandenes Wasser: Nährboden für Keime

Neben Staub, Schmutz und Insekteneiern finden sich im schalem Nass außerdem Keime sowie Bakterien. Vor allem, wenn man aus seinem nächtlichen Glas Wasser vorher schon einen Schluck genommen und es dann erst auf den Nachttisch gestellt hat – denn Mund und Zunge bieten den idealen Nährboden für unzählige Bakterien und Keime. (Dass unser Mund aber auch positive Eigenschaften hat, zeigt unser Blick in die Mundhöhle.) Über Nacht vermehren sich diese Bakterien dann; vor allem in einer warmen Umgebung schreitet die Vermehrung rasant voran. Um dem vorzubeugen, solltest du nicht die Schlafzimmertemperatur herunterdrehen, sondern einfach am Vorabend nicht aus dem Wasserglas trinken.

Tipp gegen Bakterien: Wasserfilter

Was ebenfalls hilft, um Wasser von Verschmutzungen zu befreien, ist ein Wasserfilter. Der verbessert die Wasserqualität, indem er unerwünschte Substanzen entfernt. So bist du nicht nur Bakterien los, sondern – als Zusatzplus – auch zum Beispiel Chlor und Kalk. Die Auswahl an Filtern ist groß: von klein bis groß, mit Aktivkohle oder ohne … Für einen ersten Überblick stellt dir unsere Bildergalerie fünf Wasserfilter vor!

Galerie: 5 beliebte Wasserfilter im Überblick

Flaschen verhindern Staub und Mücken

Was lässt sich sonst noch gegen Staub, Mücken & Co. tun? Etwas sicherer fährst du, wenn du Leitungswasser in eine verschließbare Flasche abfüllst oder eine gekaufte Minderalwasserflasche benutzt. (Ob Leitungs- oder Mineralwasser gesünder ist, der Frage geht unsere Wasserkunde auf den Grund.) So vermeidest du, dass sich Staub und Schmutz absetzen – und auch Fliegen und Mücken sind nicht in der Lage, dein Wasser mit Eiern zu bereichern. Bakterien allerdings lassen sich selbst aus einer Flasche nicht heraushalten. Deswegen empfiehlt Dr. Leavey, einmal geöffnete Flaschen direkt in einem Schwung zu konsumieren. (Was die Frage aufwirft: Ist es möglich, zu viel Wasser zu trinken? Unser Ratgeber gibt die Antwort!)

Wann ist schales Wasser gefährlich?

Die Gefahr, an den eigenen Keimen zu erkranken, ist sehr gering – vor allem, wenn du gesund bist. Teilst du deine Flasche allerdings mit Anderen, ist Vorsicht geboten: Fremde Keime und Bakterien sind für deinen Körper unter Umständen gefährlich. Wenn die Flasche zusätzlich länger in der Sonne steht, macht das aus dem frischen Nass schnell ein unappetitliches Biotop. Direkte Sonneneinstrahlung birgt noch ein weiteres Problem für Trinkwasser, sofern du eine Plastikflaschen etwa aus PET benutzt: Aus dem Behälter lösen sich durch die UV-Strahlung eventuell Chemikalien wie Weichmacher, die dann ins Wasser übergehen. Fazit: Abgestandenes Wasser birgt eine leichte Gefahr für deine Gesundheit – doch mit unseren Tipps beugst du mühelos vor!
Die Ergebnisse der Untersuchung von Dr. Marc Leavey kannst du ebenfalls auf der englischen Internetseite des Reader's digest nachlesen.

Wasserfilter

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