Dogscooting: Fitness für Hund und Herrchen

Trend Zughundesport: Tipps für Einsteiger

Wenn du Spaß an Bewegung und einen aktiven Hund hast, könnte Zughundesport genau das Richtige für euch sein. Welche Ausrüstung nötig ist und was du beim Dogscooting unbedingt beachten musst, erfährst du bei eVivam.

Datum:
Dogscooter mit Border Collies

Voll im Trend: der Dogscooter. Hier mit zwei lauffreudigen Border Collies.

Hunde müssen raus an die frische Luft und sich bewegen. Da gibt es keine Ausreden. Ein Hund stört sich nicht an Regen oder Sonne, er will angestaute Energie abbauen. Schon seit Jahrhunderten ist der Hund der treue Begleiter des Menschen. War es früher Gang und Gäbe, sind heute nur noch vereinzelt arbeitende Zughunde bei Nomadenvölkern zu finden. Trotzdem kennt jeder die typischen Schlittenhunderennen aus Alaska oder Sibirien. Schnee und Eis sind bei uns zwar eine Seltenheit, trotzdem musst du auf den Spaß des Zughundesports (auch Dogscooting genannt) nicht verzichten.

Zughundesport – die große Auswahl

Mag manchem kleinen Hund das tägliche Gassigehen ausreichen, brauchen größere Hunde da schon etwas mehr Bewegung und Aktivität. Wenn auch du mehr machen möchtest, als hinterher zu laufen und hin und wieder ein Stöckchen zu werfen, dann steht dir eine Vielzahl an Zughundesportarten zur Auswahl. An erster Stelle steht das Fahrradfahren mit Hund. Dabei kann dein Hund entweder neben dir mitlaufen oder du befestigst die Leine am Radgestell und übernimmst nur das Lenken. Für Skate- oder Longboarder kann ein Hund mit Übung und guter Erziehung auch das Board ziehen. Dabei musst du die Leine natürlich festhalten. Auch beim Inlineskaten musst du nicht immer selbst fahren, lass dich doch auch mal von deinem Hund ziehen. Absolut im Trend ist Dogscooting auf langen Strecken. Was gewöhnungsbedürftig aussieht, macht Hund und Herrchen richtig viel Spaß. Ein Dogscooter ist im Grunde ein übergroßer Roller, an dem du deinen Hund mit der Leine befestigst. Dann lässt du dich ziehen und kannst zwischendurch, um dem Hund eine Zugpause zu gönnen, selber antreten und rollen.

Galerie: Dogscooting und mehr: Sport für dich und deinen Hund

Dogscooting: Was dein Hund mitbringen muss

Zughundesport ist selbstverständlich nicht für jeden Hund geeignet. Kleine Hunde wie Jack Russell Terrier, Zwergpinscher oder Chihuahuas gehen zwar gern mit dir raus, ziehen wollen sie dich aber nicht. Du solltest gerade für Dogscooting einen mittelgroßen oder großen Hund besitzen. Optimal sind Rassen, die in ihrer Historie als Schafhirten, Zug- oder Arbeitshunde genutzt wurden. Dazu gehören beispielsweise Border Collies, Boxer, Huskys, Schäferhunde oder auch Labradore. Nicht so gut geeignet sind dagegen sehr große Hunde wie Doggen, Neufundländer oder Bernhardiner. Dein Hund muss, wenn du Zughundesport mit ihm machen möchtest, gesund sein. Er darf keine Knochen-, Herz- oder Muskelprobleme haben, denn Ziehen ist für ihn Hochleistungssport. Das Alter spielt dabei keine Rolle. Du kennst deinen Hund am besten und kannst einschätzen, ob er noch genug Lust hat, mit dir Sport zu machen oder nicht.
Dogscooter mit Eurasiern

Du kannst auch zwei Hunde vor deinen Dogscooter spannen. Dann musst du die zwei Geschirre miteinander verbinden.

Die richtige Ausrüstung

Für Zughundesport ist die Ausrüstung besonders wichtig. Beim einfachen Spazierengehen reicht meist eine Leine. Zum Joggen darf es dann schon eine robustere Version sein. Soll dich dein Hund ziehen, kommt in keinem Fall eine dünne Leine mit Rückholautomatik in Frage. Die Leine muss an einem Hundegeschirr befestigt sein. Nur an einem Halsband zu ziehen, sorgt für böse Verletzungen. Das Geschirr muss außerdem, wenn du dich öfter ziehen lassen möchtest, als Zughundegeschirr betitelt sein. Dieses Geschirr ist robuster als klassisches Nylongeschirr, geht über die Brust des Hundes, hat entweder zwei Bauchschlaufen oder eine mehrfache Stabilisierung im Rückenbereich. Wichtig ist auch die Polsterung des Geschirrs. Kaufen kannst du es im Fachhandel oder auch bei Amazon. Bei einem ordentlich Dogscooter, der um die 500, 600 Euro kostet, ist ein Abstandshalter für die Leine dabei. Der ist auch zwingend nötig, damit sich die Leine nicht verheddert. Eben jene muss für Zughundesport robust sein, nimm also keine Nylon- oder Lederleine, sondern einen ordentlich starken Strick.

Üben, lernen, Spaß haben

Beim Zughundesport musst du immer langsam anfangen und deinen Hund an den neuen Sport gewöhnen. Wenn du vermeiden möchtest, dass er dir ins Rad läuft oder deinen Dogscooter in den Wald zieht, steigere die Strecken und die Geschwindigkeit nach und nach. Gönne deinem Hund immer Pausen. Am Anfang schon nach wenigen Metern. Je mehr ihr übt, desto länger sind die Strecken, die ihr zurücklegt. Was du auf keinen Fall vergessen darfst, ist das Leckerli zur Belohnung.
Jetzt heißt es: Rauf aufs Rad, den Dogscooter oder das Skateboard! Dann ist dein Hund für das Schlittenziehen im Winter rechtzeitig fit.

Zughundegeschirr

Katharina Mittag

von

Wasser statt wandern, Frischluft statt Wohnzimmermief und Kiwi statt Kartoffelchips – so fangen Gesundheit und Fitness bei mir an. So schön das Elbsandsteingebirge auch ist, nach dem Studium der Angewandten Linguistik in Dresden zog es mich von der Elbquelle an die Mündung, sodass ich seit 2013 im schönen Hamburg verwurzelt bin.

Kommentare

Die Technik der Kommentarfunktion „DISQUS“ wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.