Freiheit mit Körper, Geist und Seele

Yoga-Poses: Eine Frage der Lebenshaltung

Yoga ist mehr, als eine bestimmte Pose einzunehmen oder ein Asana richtig auszuführen: Körper, Atem, Geist und Seele so zu beeinflussen, dass sie harmonisch aufeinander wirken, trifft es eher.

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Yoga-Pose Baum auf einem Berg

Yoga-Pose Vrks-Asana: Die Baumhaltung auf einem Berggipfel auszuüben, erfordert Balance. Gleichzeitig bringt sie Körper und Geist zur Ruhe.

Yoga ist Lebensart. Du findest die Poses mittlerweile bei Google, in Online-Plattformen genauso wie in Boutique-Studios. Es gibt Yoga-Mode-Labels, smarte Kleidung, die beim Yoga zu dir spricht, spezielle Matten und Zubehör. Selbst Urlaube kannst du mit dieser Lebenshaltung verbinden. eVivam hat dir schon über einige Yoga-Arten wie Ashtanga-, Hatha- und Kundalini-Yoga berichtet.
Bevor Yoga hierzulande alltagstauglich wurde und zum Mainstream für Gesundheitsbewusste avancierte, musste es erst einmal selbst seinen Weg gehen. Willem Wittstamm schreibt in seinem Buch namens „Yoga für Späteinsteiger“, dass es über das Woodstock-Festival auf die europäische Bühne und, spätestens nachdem das ZDF 1973 eine Yogasendung ausstrahlte, auch in Deutschland angekommen sei. Die zunächst seltsam anmutenden Verrenkungen aus Indien kamen so aus der Sekten-Ecke und wurden anfangs eher belächelt.
Hocke

Aktiviert nicht nur den Beckenboden
In der Hocke kannst du richtig gut mit deinem Beckenboden in Kontakt kommen und deinen Rücken in seinen drei Kurven ordentlich in die Länge ziehen; so kannst du die Energie in deinem Körper in Fluss bringen.

Yoga-Pose: Mehr als Körper-Übung

„Du bist so jung wie deine Wirbelsäule!“, heißt es in einem indischen Sprichwort. Und die Wirbelsäule ist im Yoga neben der Atmung der Kern, die Basis allen Übels und allen Wohls. Sie muss stabil und flexibel zugleich sein. Sthira und Sukha, die Sanskrit-Begriffe für Stabilität und Weichheit, vereinen sich in deinem Rücken mit dem zentralen Nervensystem. Gelingt es dir, ein Asana stabil und weich zugleich deinem Atem folgend auszuführen, hast du viel für dich erreicht. Eine Empfehlung: Suche dir für deinen Yoga-Weg einen Lehrer deines Vertrauens.

Galerie: 3 Yoga-Poses im Stehen

Asana kann mit ruhiger Haltung übersetzt werden. In diesen Positionen kannst du zum Beispiel meditieren. Darstellungen von Menschen in Yoga-Haltungen gab es schon vor über 5.000 Jahren. Das Ziel der Yoga-Praktizierenden war damals vor allem die geistige, die spirituelle Entfaltung durch Meditation, die Versenkung nach innen in typischen Sitz-Haltungen. Um überhaupt so lange in so einer Position sitzen zu können, praktizierten die Yogis vorbereitende Körperübungen für die Meditation und tun es noch.
Wenn du damit nach der Körperarbeit beginnen möchtest, suche dir einen ruhigen Platz. Nimm Sukhasana ein. Diese Haltung findest du in der Bildergalerie. Schließe deine Augen und sprich dir die Silben Sa-Ta-Na-Ma vor. Dabei berührst du mit jeder Silbe eine andere Fingerkuppe mit deinem Daumen: erst kleiner Finger, dann Ring-, Mittel- und zum Schluss Zeigefinger. Nach einigen Malen wiederholst du die Silben nur noch im Geiste. Du kannst mit den Berührungen weitermachen, so lange du sie brauchst. Und wenn dich zwischendurch ein Gedanke ablenkt: kein Drama. Es ist bloß ein Gedanke.

Galerie: 3 Yoga Poses im Sitzen

Hindernisse überwinden: Eine Frage des Geistes

Du kennst das vielleicht: Ein Projektabschluss steht an. Dein Chef wird nervös, deine Kollegen gleich mit. Alles rotiert; deine Gedanken auch. Vielleicht hast du Angst. Vielleicht bist du überfordert. Vielleicht bist auch du nervös. Das Beruhigende: Du kannst deine Gedanken durch deine Geisteshaltung beeinflussen. Es kann dir gelingen, das Gedankenkarussell zu beruhigen. Regelmäßig angewendet, kannst du mit den Yoga-Poses aus der Bildergalerie Routine entwickeln, einige Hindernisse zu überwinden; 20 Minuten tägliche Übung sind besser als einmal wöchentlich eine Stunde. Eine Stunde wöchentlich ist besser als gar keine Yoga-Praxis.

Galerie: 3 armgestützte Yoga Poses

Kleidung, Apps, und andere Helfer

Natürlich muss dein Outfit nicht wie Nadi zu dir sprechen können, um zu taugen. Kapuzenshirts sind jedenfalls völlig unpraktisch, rutschende Cargo-Hosen und einklemmende Nähte auch.
Rad_Variante

Diese Rad-Variation ist für fortgeschrittene Yogis und Yoginis geeignet: Gut sitzende Yoga-Kleidung brauchst du jedoch nicht nur bei solch anspruchsvollen Asanas.

Bequeme, atmungsaktive und gleichzeitig funktionale Kleidungsstücke können dich bei deiner Yoga-Praxis unterstützen. Ein paar Inspirationen für Yogi-Damen und Yogini-Herren findest du je nach Himmelsrichtung im Norden, Osten, Süden oder Westen.
Zum Abschluss deiner Yoga-Praxis solltest du immer ein paar Minuten Ruhe einplanen. Dazu kannst du die Augen schließen und in dich hinein spüren. In einer Gruppenstunde oder bei einer Einzelstunde Yoga-Unterricht wirst du in Sachen Atmung, Körperausrichtung, Meditation und Abschlussentspannung richtig angeleitet. Weitere Ratgeber und Apps über Yoga findest du auf evivam.de.
Apana-Haltung

„Abfallentsorgend“ und schmerzlindernd
Mit Apanasana oder der Apana-Haltung kannst du recht einfach Atem- und Körperbewegung miteinander verbinden. Beim Einatmen werden deine Arme lang und die Knie gehen nach vorn. Ausatmend ziehst du die Knie Richtung Brust, die Arme beugen sich dabei. So lässt du dein Zwerchfell entspannen und mobilisieren.

Wibke Roth

von

Wenn ich Texte verfasse, erfasse ich die Welt. Wenn ich laufe, erlebe ich sie. Ich arbeite als freischaffende Journalistin und Texterin sowie Fitness-, Reha- und Yoga-Trainerin im Herzen des Ruhrgebiets, oder manchmal auch auf Mallorca.

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