Power, Hitze oder Meditation

Yoga-Arten: Welche passt zu dir?

Sie tragen Namen wie Bikram, Hatha oder Kundalini. Wer mit Yoga anfangen will, der begegnet einer Vielzahl von Namen. Yoga ist eben nicht gleich Yoga. Damit du den richtigen Stil für dich findest, stellen wir dir die wichtigsten Yoga-Arten im Überblick vor.

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Frau dehnt  Rücken bei Yogaübung

Dehnübungen sind beim Yoga essenziell – die Ausführung hängt von der Yoga-Art ab.

Die Spannbreite bei Yoga-Arten ist groß – die verschiedenen Lehren reichen von einer spirituellen Erfahrung bis zu anstrengenden Körperübungen. Hatha ist gut für Anfänger geeignet, bei Bikram geht es definitiv eher sportlich zur Sache und schwerelos trainierst du beim Anti-Gravity-Yoga. Welcher Stil für dich richtig ist, hängt davon ab, was du von der indischen Lehre erwartet. Der Überblick stellt die wichtigsten Yoga-Arten vor.
Yoga gegen Verspannungen Video abspielen

Dehnen und Yoga gehen Hand in Hand. Mit diesem Video kannst du einen kleinen Eindruck gewinnen.

Hatha: Gut für Einsteiger

Die Yoga-Art Hatha gehört zu den Klassikern und ist auch für Anfänger gut geeignet. Durch körperliche Übungen, Meditation und Atemübungen fördert Hatha das Gleichgewicht zwischen Körper und Geist. Du stärkst Muskeln, Sehnen und Bänder. Zudem kurbeln die Übungen den Kreislauf an, was gut für deine Durchblutung und inneren Organe ist. Lerne mehr über Hatha.

Kundalini: Mehr Energie im Alltag

Der ganzheitliche Yoga-Stil Kundalini kann helfen, mehr Energie für den Alltag zu gewinnen. Das verspricht die Lehre von Yogi Bajan. Die Spiritualität steht hier neben den körperlichen Übungen klar im Vordergrund. Mantren singen, lange tiefe Entspannung und Meditation sind ein fester Bestandteil. Die Übungsreihen sind dabei für jeden geeignet, da Kundalini für alle Yoga-Stellungen (Asanas) Varianten anbietet. Lerne mehr über Kundalini.
Meditation

Meditation ist fester Bestandteil von Kundalini-Yoga.

Bikram: Sportliches Yoga

Wer Saunagänge und intensiven Sport mag, der freundet sich mit der Yoga-Art Bikram an. Anspruchsvolle Übungen aus dem Hatha-Yoga bei einer Raumtemperatur von 35 bis 40 Grad machen diesen Stil aus. Der Grund: Bei der hohen Temperatur arbeiten Muskeln und Sehnen besser. Und wie bei einem Saunagang entgiftet das Schwitzen den Körper. Nicht umsonst heißt Bikram auch „Hot Yoga“. Lerne mehr über Bikram.

Ashtanga: Kondition aufbauen

Bei der Yoga-Art Ashtanga geht es vor allem um Kondition und das richtige Atmen. Die Übungen sind schwierig und folgen rasch aufeinander. Schwitzen ist somit garantiert. Eine Variante des Ashtanga heißt deswegen auch „Power Yoga“. Die einzelnen Übungen (Asanas) sind ein fließender, dynamischer Bewegungsablauf. Das ist anstrengend, aber effektiv – die Pfunde purzeln hierbei schnell. Wenn dir Fitness wichtig ist und du auf den spirituellen Aspekt verzichten kannst, dann bist du bei Ashtanga goldrichtig. Lerne mehr über Ashtanga.

Iyengar: Den Körper kennenlernen

Mit Iyengar-Yoga baust du Beweglichkeit, Ausdauer und Kraft auf. Die Übungen verhelfen dir zu einem besseren Gefühl für deinen eigenen Körper. Eine exakte Ausführung und eine präzise Körperhaltung stehen im Vordergrund. Dabei sind die Übungen auch für Anfänger und Menschen mit Handicaps geeignet. Hilfsmittel wie Holzblöcke, Gurte und Decken sind Teil von Iyengar. Ideal ist diese Yoga-Art für Menschen, die unter Verspannungen im Nacken und den Schultern leiden.
Yoga-Halte-Übung

Anspruchsvolle Halte-Übungen richten sich an fortgeschrittene Yogis und Yoginis.

Yin Yoga: Der sanfte Weg zur inneren Mitte

Der Name erinnert bereits an das bekannte Yin und Yang. Bei dieser ruhigen Yoga-Art geht es darum, dass du dich entspannst und dein inneres Gleichgewicht zurückgewinnst. Durchhaltevermögen ist dabei nötig. Denn: In der Lehre des amerikanischen Yoga-Lehrers Paul Grilley hältst du Übungen mehrere Minuten lang. So kommst du zur Ruhe und lernst loszulassen. Das befreit den Geist. Yin Yoga richtet sich an Menschen, die nach Balance und Wohlbefinden suchen.

Jivamukti: Musik und Power kombiniert

Neben Ashtanga zählt auch Jivamukti zu den Power-Yoga-Arten. Dynamik ist das Kernelement. Die Übungen gehen fast tänzerisch ineinander über. Dazu passend läuft Musik. Das Training ist intensiv und schweißtreibend. Du trainierst alle Muskelgruppen. Vielleicht schwören wegen dieser Kombination auch Prominente wie Madonna auf Jivamukti – zu der auch das Spirituelle dazugehört. Mantras, Meditation und Glückslektionen sind ein Teil der Lehre.

Anti Gravity Yoga: Schwerelos die Muskeln trainieren

Gleich mehrere Sportarten kombiniert Anti Gravity oder Aerial Yoga. Mit Elementen aus Pilates, Gymnastik und Ballett trainierst du primär deine Muskeln. Die Übungen erinnern dabei stark an Luftakrobatik. In Trapeztüchern baumelst du kopfüber von der Decke. Das regt den Stoffwechsel an. Die Schwierigkeit liegt darin, die Balance zu halten. Das Training stärkt die Tiefenmuskulatur des Körpers. Die Übungen belasten die Gelenke nur wenig, da sie nicht das Gewicht des Körpers tragen müssen.

Luna Yoga: Speziell für Frauen

Luna Yoga ist eine alte Lehre, die sich neuer Beliebtheit erfreut. Der Yoga-Stil richtet sich dabei speziell an Frauen. Die Übungen sind auf den weiblichen Körper abgestimmt. Sie sollen unter anderem gynäkologische Beschwerden lindern und die Fruchtbarkeit steigen. So richtet sich Luna auch an Frauen, die einen Kinderwunsch haben oder in den Wechseljahren sind.
David Huth

von

Ob Gadgets, Apps oder Trends – alles was neu ist, probiere ich aus. An meiner Neugier lasse ich hier bei eVivam andere teilhaben.

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