Das richtige Brett kaufen

Ratgeber: Welches Longboard passt zu dir?

Wer sich ein Longboard kaufen will, der verzweifelt. Die Auswahl ist gigantisch. Und nicht jedes Longboard ist für jeden Fahrstil geeignet. Anfänger brauchen Beratung im Fachgeschäft und sollten viele Modelle ausprobieren.

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Longboard kaufen

Wer du ein Longboard kaufen willst, dann musst du dir einige Fragen stellen. Dabei kommt es darauf an, wo du mit deinem Brett unterwegs bist.

Longboard ist nicht gleich Longboard. Das macht es für Anfänger schwer, das richtige Modell für sich selbst zu finden. Globe, Area, Madrid, Santa Cruz oder Loaded sind nur einige der TOP-Marken. Die Liste ist lang. Und ihre Boards unterscheiden sich alle in Größe, Länge und Ausstattung. Willst du ein Longboard kaufen, musst du daher einige Dinge bedenken. Die Wahl des richtigen Bretts richtet sich nach deinem Fahrstil und der Gegend, in der du unterwegs bist.

Wo willst du fahren?

Soll das Longboard als Transportmittel dienen oder ist es nur ein Funsport-Gerät? Das ist eine wichtige Frage, die du dir stellen musst. Um in der Stadt von A nach B zu kommen, dann wirst du dich durch dichten Verkehr und an Passanten vorbei schlängeln. Vielleicht fährst du auch nicht alle Strecken, sondern nimmst die Bahn oder den Bus. Dein Longboard sollte in diesem Fall ein kompaktes und leichtes Brett sein. Das lässt sich überallhin mitnehmen. Geht es dir um Spaß und das besondere Fahrgefühl, dann ist ein längeres Longboard eher etwas für dich. Sie bieten sich an, wenn du an den Wochenenden auf wenig befahrenen Landstraßen oder Wegen unterwegs bist. Du solltest also ein Longboard kaufen, das deiner Fahrweise entspricht.

Galerie: Fünf beliebte Longboards für Anfänger

Der richtige Fahrstil?

Vor dem Kauf eines Longboards musst du dir eine Frage stellen: Was willst mit ihm machen? Es ist nämlich ein großer Unterschied, ob du einfach nur durch die Gegend cruisen willst oder Downhill oder Slide fährst. Ein Tipp: Es gibt viele Modelle, die gut für Anfänger geeignet sind, und sich für spezielle Fahrstile eignen. Die Fahrstile im Überblick:
  1. Das Pushing: Das ist der einfachste Fahrstil, um das Longboard mit den Füßen anzuschieben. Bist du auf langen, ebenerdigen Strecken unterwegs, dann sollte das Brett dazu passen. Du solltest ein Longboard kaufen, das sehr stabil und tief auf der Straße liegt. Für zusätzliche Laufruhe eigenen sich gute Kugellager.
  2. Das Cruising: Mit gleitenden, sanften Schwüngen gleitet der Fahrer über den Asphalt. Das passende Longboard für diesen Fahrstil ähnelt sehr stark einem Skateboard. Es besitzt eine Nose (Vorderseite) und eine Tail (Hinterseite). Die Form entspricht meist dem klassischen Pintail. Das heißt, dass das Longboard von vorne nach hinten schmal zuläuft.
  3. Das Carving: Bergab nutzt der Fahrer Kurven und weite Schwünge, um das Tempo anzupassen. Die Flex bei solchen Longboards ist stärker. Sie sind also weicher. Über den Rollen ist das Brett ausgespart. Das verhindert, dass sich Brett und Rollen berühren (Wheelbite). So kommt es nicht zu unerwarteten Stopps.
  4. Das Dancing: Du machst das Brett zu deiner Tanzfläche. Um Cross Steps oder andere Walking Combos zu zeigen, sollte das Brett möglichst lang und breit sein.
  5. Der Slalom: Der Name ist Programm. Es geht um weite Schwünge. Dafür sind Longboards geeignet, die besonders wendig sind.
  6. Der Freeride: Beim diesem Fahrstil stehen Tempo, Slides und Drifts im Vordergrund. Die Longboards haben in der Regel wenig Flex. Von der Form sind es Twin-Tip-Decks – also ein symmetrischer Aufbau. Auch sogenannte Drop-Through-Longboards eigenen sich, da sie ebenfalls symmetrisch sind. Am Brett sind Teile ausgespart, um dort die Achsen zu montieren. Dadurch liegt das Longboard tiefer und fährt sich stabiler.
  7. Downhill: Tempo ist das Thema dieses Fahrstils. Die Longboards müssen teilweise mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilometer zurechtkommen. Downhill-Longboards haben deswegen einen sehr tiefen Schwerpunkt. Das Brett ist sehr hart und hat so gut wie keine Flex. Schutzkleidung gehört hier zur Grundausstattung.
  8. Das Sliden: Bei diesem Fahrstil lässt du das Longboard kontrolliert ausbrechen. Hier kommt es auf den Härtegrad der Rollen an. Er sollte bei zirka 85 liegen. Die Achsenstand (Wheelbase) sollte schmal sein, wenn du das Board leicht zum Sliden bringen willst. Ist er größer, sind die Slides allerdings sanfter und berechenbarer. Gloves, also Handschuhe, sind bei dieser Disziplin Pflicht.

Galerie: Ausrüstung, die dich auf dem Longboard schützt

Vormontiert oder selbst zusammenstellen?

Du kannst entweder ein komplettes Longboard kaufen oder es dir einzeln zusammenstellen. Für Anfänger ist es empfehlenswert, sich erstmal ein vormontiertes Brett anzuschaffen. Sie gibt es für alle Fahrstile. Einsteigerboards haben daneben noch einen weiteren Vorteil. Sie sind oft günstig und sehr vielseitig. Das ist ideal zum Ausprobieren. Der Nachteil: Entscheidest du dich später für einen bestimmten Fahrstil, dann musst du dir später ein spezielles Longboard kaufen. Anfängern ist es nicht zu empfehlen, sich Rollen, Achsen, Deck und Co. einzeln zu kaufen. Die Materie ist zu komplex. Später kannst du aber gerne mit dem Zubehör experimentieren.

Besuch im Fachgeschäft

Ausprobieren geht über Studieren. Da der Longboard-Kauf eine sehr persönliche Sache ist, solltest du verschiedene Longboards ausprobieren. Das geht am besten im Fachgeschäft. Bei richtiger Pflege ist ein Brett sehr langlebig. Die Kaufentscheidung sollte daher wohl überlegt sein.

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David Huth

von

Ob Gadgets, Apps oder Trends – alles was neu ist, probiere ich aus. An meiner Neugier lasse ich hier bei eVivam andere teilhaben.

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