Hasch mich, ich bin der Frühling

Wandern in der Blütezeit des Lebens

Der 1. März ist meteorologischer Frühlingsbeginn. Was kannst du tun? Wandern, zum Beispiel. Wander-Experte Sven Hähle verrät dir, was dir die Natur dann schon zu bieten hat und welche Falltritte du vermeiden solltest.

Datum:
Wandern im Frühjahr

Auf die Plätze, fertig: Frühling! Am 1. März beginnt aus meteorologischer Sicht die Frühlingszeit.

Die Natur, die sich nach dem langen Winter endlich wieder von ihrer bunteren Seite zeigt, ist so was wie die innere Landkarte von Sven Hähle. Er ist zertifizierter Wanderführer beim Deutschen Wanderverband (DWV) und bei den NaturFreunden Deutschlands. Er hat die Karte für eVivam.de durchforstet und für dich mit ein paar blühenden Labels markiert:

Nutze die Sonne, hüte dich vor Höhenflügen

Was jetzt zählt, scheint vom Himmel: Ideal, um die Sonne so richtig auszukosten, sind Wanderungen durch offenes Gelände, über Höhenrücken, auf Almen und Alpen – jedoch nicht in Hochgebiete, weil du dort noch mit viel Schnee rechnen musst. Für Frühlingswanderungen weniger geeignet sind Strecken durch tiefe Täler und Schluchten. Dort ist es jetzt noch schattig und kalt. Die lohnende Ausnahme: kleinere Bachtäler mit Frühblühern. Ein besonderer Tipp von Sven Hähle: „Suche dir Strecken mit lichten oder alten Bäumen heraus!“
Fruehblueher

Wandern mit Buschwindröschen an deiner Seite: in noch lichten Laubwäldern besonders schön.

Der erfahrene Wanderleiter warnt aber auch: „Ungeeignet sind jetzt Hochtouren, besonders wegen der Lawinengefahr bei Tauwetter, und lange Strecken durch dichte Wälder!“

Genieße die Vielfalt und bewahre sie

Frühlingszeit ist Blütezeit. Wandere jetzt am besten entlang von Blütengebieten. Ideal, so Hähle, seien Almen und Alpen mit Blühern wie Frühlingsenzian oder Alpenglöckchen sowie im Mittelgebirge (Feucht-)Wiesen mit Schlüsselblumen, Leberblümchen und Lerchenspornen. Er appelliert aber auch an deine Verantwortung: „Trample nie über Blumenwiesen und gehe immer nur auf Wegen. Achte und schone die Natur!“ Als Naturfreund appelliert er auch an deinen Respekt: So gibt es zum Beispiel Regeln für das Betreten von Naturschutzgebieten.
Feuchtwiese

Eine Regel für das Wandern nicht nur im Frühjahr: Genieße den Anblick, aber bleib auf dem Weg.

So läuft’s bei feuchtem Wetter

Frühlingszeit heißt Unbeständigkeit. Daher gilt grundsätzlich: Wandere bei feuchtem Untergrund besser bergauf als bergab. Das heißt für Rundwanderungen: Nutze die steileren und feuchteren Strecken für die Anstiege, die flacheren und trockeneren für die Abstiege. Hähle: „Das setzt natürlich eine gute Planung voraus. Wanderführer berücksichtigen solche Regeln bei geführten Touren.“
Besser aufwärts

Ist es feucht und rutschig? Dann wandere besser Richtung bergauf als bergab.

Wandern mit Wasser und Frühlingssonne

Wenn du jetzt entlang von Bächen aufwärts wanderst, also entgegen der Fließrichtung, verspricht dir Sven Hähle wunderschöne Eindrücke durch das Zusammenspiel von plätscherndem Wasser und Frühlingssonne. Das Must-have einer Frühlingswanderung, so Hähle, sind Aussichtspunkte: Dafür kannst du natürlich auch dein GPS im Smartphone nutzen.
Bach mit Sonne

Doppelte Belohnung: Sonne und Plätschern bekommst du beim Wandern gegen die Strömung.

Am 25. März ist Karfreitag. Die Osterzeit steht sozusagen vor der Tür. Wenn du doch Inspirationen für deinen Osterurlaub suchst, wirst du hier kommende Woche mit ein paar Tipps für Wander-Ziele und -Touren fündig.
Ausblick

Ideen für Osterwanderungen findest du bald auf eVivam.de.

Wibke Roth

von

Wenn ich Texte verfasse, erfasse ich die Welt. Wenn ich laufe, erlebe ich sie. Ich arbeite als freischaffende Journalistin und Texterin sowie Fitness-, Reha- und Yoga-Trainerin im Herzen des Ruhrgebiets, oder manchmal auch auf Mallorca.

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