Von der Muskelzerrung bis zum Kreuzbandriss

Verletzungen bei Hobbyfußballern – Hier lauern die Gefahren

Eine lockere Runde auf dem Bolzplatz kann schnell mit einer Verletzung enden. Dr. med Paul Klein erklärt bei eVivam, wie ihr das Risiko minimieren könnt.

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Verletzung Fußball

Verletzungen beim Fußball sind nicht selten. Das Risiko lässt sich aber minimieren.

Die Deutschen lieben Fußball. Sie sorgen für ausverkaufte Stadien und hohe Einschaltquoten bei Fernsehübertragen. Und nach einem hochklassigen Spiel fällt unter Fußballfans häufig der Satz: „Lasst mal selber wieder eine Runde kicken gehen“.

Aussicht auf Krankenschein

Gesagt, getan. Der Hobbyfußballer packt Schuhe, Trikot und Ball ein und zeigt auf dem Bolzplatz in der Nachbarschaft seine Tricks. Läuft alles gut, fallen Tore, die zum Highlight-Video bei Youtube taugen. Allerdings kann ein Nachmittag auf dem Bolzplatz auch auf dem schlammigen Boden der Tatsachen enden – mit schmerzverzerrtem Gesicht und Aussicht auf einen Krankenschein.

Verletzung durch Übereifer

Dr. med Paul Klein weiß, welche Verletzungsgefahren eine lockere Fußballrunde unter Freunde bergen. „Viele sehen die Kugel und wollen sofort dagegentreten. Dieser Übereifer kann eine Verletzung zur Folge haben“, sagt der leitende Arzt der MediaPark Klinik in Köln. Für den Sportmediziner gehört auch zu einem Fußballspiel auf Hobbyebene ein Aufwärmprogramm dazu.

Galerie: Fünf Fußballverletzungen im Überblick

Stabilität durch das Gummiband

Neben Steigerungsläufen und Stretching empfiehlt er den Einsatz von Gummibändern. „Wer mit diesen trainiert, sorgt für Stabilität und Flexibilität in bestimmten Muskelpartien“, sagt Klein, der auch Mannschaftsarzt beim Bundesliga-Klub 1. FC Köln ist.

Klinsmann hat mit Methode Erfolg

Jürgen Klinsmann musste sich für sein Aufwärmprogramm mit Gummibändern einst übrigens Spott gefallen lassen. Als der Bundestrainer mit der Nationalmannschaft Erfolg hatte, kam diese Methode in Mode. „Was für den Profi gut ist, kann für den Hobbyfußballer nicht schlecht sein“, sagt Klein.

Gesunde Ernährung minimiert Risiko

Wer sich gut aufwärmt, ist schon mal klar im Vorteil. Ein Hobbykicker kann aber noch mehr machen, um das Verletzungsrisiko zu minimieren. „Mit der richtigen Ernährung macht man nicht viel falsch“, betont Klein. Ein Mangel an Vitamin D könnte negative Folgen haben. Die Gefahr einer Verletzung steigt. „Wer nachweislich unter einem Mangel leidet, kann zu Vitaminpräparaten greifen. Das ist gerade an kalten Tagen ein probates Mittel“, sagt Klein.

PECH nach der Verletzung

Ein gutes Aufwärmprogramm und eine gesunde Ernährung schützen jedoch nicht vor Unfällen. Die können auf jedem Bolzplatz passieren. Im Falle einer Verletzung heißt das Zauberwort PECH. Die Buchstaben stehen für Pause, Eis, Compression (zu Deutsch: Kompression) und Hochlagern. Heißt: Nach einer Verletzung sollst du das Spiel einstellen, die betroffene Stelle kühlen, einen Druckverband anlegen und das verletzte Körperteil hochlagern.
Dadurch endet die Verletzungspause womöglich eher. Das nächste Spiel unter Freunden kann also kommen.
David Huth

von

Ob Gadgets, Apps oder Trends – alles was neu ist, probiere ich aus. An meiner Neugier lasse ich hier bei eVivam andere teilhaben.

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