Surfen lernen

So wirst du sicher zum guten Wellenreiter

Wellenreiten ist ein faszinierender Sport – und für viele Surfer zugleich eine Lebenseinstellung. Der Mensch wird eins mit der Natur und erlebt ihre Kraft hautnah. eVivam gibt Tipps für Einsteiger.

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Surfen Frau Meer

Um das Surfen zu lernen, gibt es mehere Wege.

Das Meer wirft sich gegen den Strand. Beeindruckende Wellen bauen sich auf. Und du bist mittendrin. Du schmeckst das Salz auf deiner Zunge, der Wind bläst dir die Gischt ins Gesicht, und in deinen Ohren dröhnt der Klang der Brandung. Wellenreiten ist ein traumhafter Sport. Und du kannst ihn lernen. eVivam erklärt dir, wie du zum Surfer wirst.

Eine Frage vorab

Bevor ein Anfänger das erste Mal aufs Brett steigt, muss er sich eine Frage stellen: „Wie möchte ich das Wellenreiten lernen?“. Entweder bucht er einen Kursus in einer Surfschule oder er bringt sich das Wellenreiten selbst bei. Beide Herangehensweisen haben ihre Vor- und Nachteile.

Lernen unter Anleitung

Experten raten meist, das Surfen unter professioneller Anleitung zu lernen. Surfschulen gibt es in der Regel dort, wo die guten Wellen sind. Ein ausgebildeter Trainer zeigt dir die Grundlagen des Sports. Er bringt dir die richtigen Bewegungen bei, er informiert über das Thema Ausrüstung und warnt vor Gefahren. Solche Kurse dauern unter Umständen mehrere Tage. Die Schüler brauchen dabei keine eigene Ausrüstung. Equipment stellt in der Regel der Anbieter. Der Vorteil einer Surfschule: Du bist mit Gleichgesinnten unterwegs. In der Gruppe könnt ihr euch gegenseitig motivieren, wenn das Wellenreiten nicht auf Anhieb klappt. Achte aber darauf, dass die Gruppe nicht zu groß ist. In kleinen Gruppen lernst du schneller, weil der Trainer besser auf deine Wünsche eingeht.

Auf eigene Faust

Surfen Mann Kind Strand Meer

Wer gerade das Surfen lernt, der sollte auf Hilfe von Fortgeschrittenen zurückgreifen.

Du kannst das Wellenreiten auch auf eigene Faust lernen. Es gibt jede Menge Bücher, Magazine und DVDs für Surf-Anfänger. Hilfreich ist auch, wenn du dich schon mit Boards auskennst. Erfahrung mit Skateboards oder Longboards erleichtert den Einstieg in die Welt des Wellenreitens. Beim Lernen nach dem „Try and Error“-Prinzip besteht aber die Gefahr, dass sich unbemerkt Technik-Fehler einschleichen. Außerdem wirst du möglicherweise nur langsame Fortschritte machen. Anfänger profitieren vom Wissen und Können der Fortgeschrittenen: Beobachte vom Strand aus, was sie tun und stelle ihnen Fragen, wenn sie an Land kommen.

Eigene Ausrüstung kaufen

Wellenreiten ist kein allzu ausrüstungsintensiver Sport. Anfänger sind meist gut beraten, wenn sie sich zunächst mit Leihausrüstung in die Wellen wagen. Die erste Anschaffung ist dann später oft ein eigenes Surfbrett. Kaufberatung gibt es in Fachgeschäften. Beginner sollten sich ein eher großes Brett zulegen. Kleine Boards sehen zwar cool aus, sind aber schwieriger zu surfen. Wie wuchtig dein Surfbrett sein muss, hängt von Körpergröße und Gewicht ab. Als Faustregel gilt: Das Board überragt die Körpergröße des Surfers um einen halben Meter. Und je schwerer er ist, desto voluminöser muss sein Board ausfallen.

Neopren schützt vor Kälte

Wasser kühlt den Körper schnell aus. Neopren ist für Surfer daher ein wichtiger Kälteschutz. Wenn du dir einen eigenen Neoprenanzug kaufst, achte auf eine gute Passform. In einem Fachgeschäft kannst du verschiedene Modelle anprobieren. Wie dick der Neoprenanzug sein muss, hängt vom Surfgebiet aus. Es gibt dabei eine einfache Regel: Je kälter das Wasser, desto dicker der Anzug. Bei niedrigen Temperaturen schützen Kopfhaube, Handschuhe und Neoprenboots zusätzlich vor Kälte.

Sonnenbrand verhindern

In den Tropen kannst du einfach in Badehose oder Bikini surfen – das Wasser sollte dann mindestens 25 Grad Celsius warm sein. Doch so schön Sommerwetter auch ist, Sonnenstrahlen sind nicht ungefährlich: ein kurzer Neoprenanzug, ein sogenannter Shorty, ein Neoprenshirt oder ein Rash Guard verhindern schmerzhaften Sonnenbrand.

Die ersten Versuche auf dem Brett

Es ist so weit. Die ersten Surf-Versuche stehen an. Anfänger sollten sich zunächst nicht zu viel zumuten. Steig ins Wasser, setze dich auf dein Board und entwickle ein Gefühl dafür. Denn: Gewichtsverlagerung wirkt sich auf die Wasserlage des Surfbretts aus. Sitzt der Surfer zu weit vorn, sinkt die „Nose“ – die Spitze des Bretts – zu tief ins Wasser. Nimmt der Sportler zu weit hinten Platz, ragt sie zu steil in die Luft. Viele Male wirst du ins Wasser fallen. Versuche, hinter oder neben deinem Board einzutauchen. Falls unter Wasser Felsen oder Steine eine Gefahr darstellen, breite beim Eintauchen Arme und Beine aus, um nahe der Oberfläche zu bleiben.

Paddeln kostet Kraft

Wie kommt der Surfer nun zur Welle? Er paddelt. Dazu legt er sich auf sein Board. Die „Nose“ sollte dabei nur leicht aus dem Wasser ragen. Die Arme bewegt er dann wie beim Kraulschwimmen. Eine gute Übung ist es auch, mit beiden Armen gleichzeitig zu paddeln. Der kräftige Armzug beschleunigt das Board. Dieser Turbo-Start ist später nötig, um Wellen richtig anzufahren.

Die perfekte Welle

Hat der Surfer es hinaus aufs Meer geschafft, wartet er auf die perfekte Welle. Für den Anfang sollten die Brecher nicht zu groß sein. Rollt eine passende Welle auf den Sportler zu, muss sein Timing stimmen: Beschleunigen, das Board in einen rechten Winkel zur Welle bringen, Aufstehen, Surfen. Das ist nicht einfach.

Keine Panik unter Wasser

Unter Wasser kannst du nicht atmen. Das ist kein Grund zur Panik. Du kommst wieder an die Oberfläche. Das kann jedoch einen Moment dauern. Erfahrene Taucher zählen unter Wasser ganz ruhig die Sekunden. Das lenkt sie ab, schärft die Konzentration und sorgt für ein Gefühl der Sicherheit.

Sicherheit beim Wellenreiten

In Notfällen beim Wellenreiten sollten Surfer in der Nähe ihres Bretts bleiben. Es hat Auftrieb und dient ihnen als Schwimmhilfe. Dann gilt: Ruhe bewahren, Kräfte sparen und mit winkenden Armen Hilfe herbeirufen. Hilfreich ist in solchen Situationen auch eine Rettungsboje.
David Huth

von

Ob Gadgets, Apps oder Trends – alles was neu ist, probiere ich aus. An meiner Neugier lasse ich hier bei eVivam andere teilhaben.

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