Ganzkörperworkout für Wasserratten

Stand-Up-Paddling: Fitness mit Spaßfaktor

Stand-Up-Paddling hat sich von der Notlösung für Surfer zur eigenständigen Sportart entwickelt. Die Ausrüstung beschränkt sich auf das Nötigste, die Technik lernt sich rasch, Sonne und Urlaubsgefühl gibt es gratis dazu.

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Stand Up Paddler auf dem Meer

So schön kann Fitness sein: Stand-Up-Paddling auf dem Meer.

Ein Brett, ein Paddel, eine Sonnenbrille – viel braucht es nicht, um mit dem Stand-Up-Paddling (SUP) zu beginnen. Der Trend fasziniert Fitnessfans und Sportmuffel gleichermaßen: Endlich haben sie ein Workout entdeckt, das Spaß macht und zugleich nahezu unbemerkt die Fitness verbessert.
Die Technik gestaltet sich ähnlich unkompliziert wie die Ausrüstung. Du stehst auf einem Brett und paddelst, der Rest ist Effizienz und Finesse. Je intensiver der Einsatz, desto anstrengender wird es, je ausgefeilter die Technik, desto sparsamer der Krafteinsatz. Stehpaddeln stärkt den Oberkörper, Bauch und Rücken, gleichzeitig stabilisiert die Bewegung den Rumpf. Das ständige Ausbalancieren des eigenen Körpers kommt den Gelenken zugute und schult den Gleichgewichtssinn.

Ausrüstung vergleichsweise einfach und praktisch

„Weil es sehr einfach zu erlernen ist, haben viele weniger Berührungsängste, anders als etwa beim Windsurfen oder Kanufahren“, sagt Olaf Schwarz, der beim Deutschen Kanu-Verband für SUP zuständig ist. Außerdem erleichtere die einfache Ausrüstung den Einstieg. Mittlerweile gibt es flexible Boards, die du mit einer Luftpumpe auf eine Größe von drei bis vier Metern aufblasen kannst. Zusammengefaltet passen sie in jeden Kofferraum. Hardboards aus festen Kunststoffen sind natürlich stabiler, aber eben auch unhandlicher. Zusammen mit einem Paddel müssen Einsteiger nicht mehr als etwa 1.000 Euro für eine Erstausrüstung ausgeben. Zusätzlich kann eine Leine, die Brett und Paddler verbindet, sinnvoll sein – so schwimmt das Board bei einem Sturz ins Wasser nicht weg. Der Kanuverband empfiehlt außerdem, eine Schwimmweste zu tragen.
PaddlerfaelltinsWasser

Auch eine einfache Technik will geübt sein: Erfrischung gibt es beim Stehpaddeln gratis dazu.

Ersatztraining für Surfer in wellenarmen Zeiten

Die Tradition des Stehpaddelns reicht vermutlich Jahrhunderte zurück: Schon bei frühen Expeditionen wollen Forscher peruanische und polynesische Fischer auf Brettern paddelnd beobachtet haben. Vor etwa 15 Jahren entdeckten Surfer die Sportart als Ersatz in wellenarmen Zeiten wieder. Rasch schwappte der Trend nach Deutschland über, und heute bietet fast jeder Kanuclub, Segelverein oder Hochschulsport SUP an: Wo ein Wasser, da ein Brett.
Inzwischen gilt SUP als eigenständige Sportart mit Wettkämpfen und Meisterschaften. Der Deutsche Kanuverband etwa richtet jährlich die Deutsche Meisterschaft im SUP aus, bei der sich Paddler über Strecken von 500 Metern bis zu 50 Kilometern messen. Wenn Du Lust bekommen hast: Am 17. Juli 2015 startet die vierte bundesweite SUP-Meisterschaft in Berlin.

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