Balance halten

Slackline: Tipps für Anfänger auf dem Seil

In den Parks von Großstädten ist die Slackline häufig zu sehen. Der junge Sport findet immer mehr Anhänger. eVivam erklärt dir, wie du als Anfänger auf der Slackline die Balance halten kannst.

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Reinhard Kleindl Wolkenkratzer Festival Frankfurt

Reinhard Kleindl beim Wolkenkratzer-Festival in Frankfurt am Main: Er spaziert über eine 30 Meter lange Slackline. – blancieren zwischen Hochhausschluchten.

Das Gleichgewicht in schwindelerregender Höhe behalten. Rückwärts Saltos. Sprünge und andere Tricks. Das macht die Slackline aus. Mit Seiltanz aus dem Zirkus hat der moderne Sport wenig gemein. Dennoch geht es bei der Slackline um Akrobatik und Körpergefühl.

Ausgleich für Surfer und Sportkletterer

Als Ausgleichsport preisen Surfer, Skateboarder oder Sportkletterer Slackline an. Das passt, da das Feeling ähnlich ist. Und die Slackline-Szene unterscheidet sich kaum. Es sind junge alternative Menschen, die langsam mit ihrem jungen Sport altern. So gibt es zwar Verbandsstrukturen in Deutschland und anderen Ländern, aber viele Slackliner sind weder in Vereinen noch in Clubs organisiert. Profi-Slackliner Reinhard Kleindl sagt: „Da es noch ein junger Sport ist, gibt es viel, denen Vereinsmeierei zu altmodisch ist“. Vor knapp zehn Jahren kam er zur Slackline. Heute balanciert er zwischen den Wolkenkratzern in Frankfurt am Main, über die Victoriafälle in Simbabwe und über hunderte Meter tiefe Schluchten.

Wo sich Slackliner treffen

Für Einsteiger ist es damit aber schwerer, Anschluss zu finden. Gut ist es, sich an seinem Wohnort umzuschauen. Slackliner treffen sich in Parks und auf Wiesen mit Bäumen, halt an allen Orten, wo sich die Slackline mit der Ratsche spannen lässt. Für Anfänger heißt das: Einfach ansprechen und mitmachen. Alleine zu trainieren, davon rät Reinhard Kleindl ab: „Um besser zu werden, musst du unterschiedliche Bänder ausprobieren.“

Galerie: Fünf Tipps für Anfänger auf der Slackline

Großes Angebot an Slacklines

Der Grund ist einfach: Das Angebot an Slacklines im Handel ist groß. Sie unterscheiden sich durch Breite, Länge, Aufspannhöhe, Material und vielem mehr. Für Anfänger sind Slacklines geeignet, die zehn bis 15 Meter lang und fünf Zentimeter breit sind. Auf breiten Bändern ist es für Anfänger einfacher, die Balance zu halten. Reinhard Kleindl findet aber, dass die Breite „reine Geschmackssache ist.“ Er selbst hat auf einer Slackline mit 2,5 Zentimetern angefangen.

Auf der Slackine stehen

Für ihn ist wichtiger, dass Anfänger die Slackline nicht zu hoch spannen. Auf Kniehöhe reicht. Dann geht es daran, dass Auf- und Absteigen zu lernen. Erst danach folgt das Balancieren. „Manche Menschen fühlen sich am Anfang unwohl auf der Slackline“, sagt Reinhard Kleindl. Hier ist eine helfende Hand nötig. Aber Kleindl hat die Erfahrung gemacht, dass Erwachsene meist den Ansporn haben, es schnell alleine zu schaffen. „Kinder lassen sich eher helfen“, sagt er.

Die ersten Schritte auf der Slackline

Die ersten Schritte machst du recht schnell auf der Slackline. „Das macht man schon, bevor man richtig stehen kann“, sagt Kleindl. „Unsichere Bewegungen, die sich nie ganz kontrollieren lassen“, machen für den Slackliner den Reiz aus. So ist es normal, dass die ersten Schritte etwas wackelig sind. Ein Tipp von Reinhard Kleindl: Nicht auf die Füße schauen. Am besten ist es, wenn du einen Punkt auf der anderen Seite fokussierst. Die Hände gehören auf Ohrenhöhen. Das Band sollte so gespannt sein, dass es sich stabil verhält. Dann gelingen die ersten Gehversuche auf der Slackline.
David Huth

von

Ob Gadgets, Apps oder Trends – alles was neu ist, probiere ich aus. An meiner Neugier lasse ich hier bei eVivam andere teilhaben.

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