Mythen und Irrtümer auf dem Prüfstand

Richtig Joggen – Raus aus der Trainingsfalle

Anfänger sind meist hoch motiviert, wenn es zum ersten Mal auf die Laufstrecke geht. Aus vielen Gründen lässt der Enthusiasmus schnell nach, und es wollen sich einfach keine Erfolge einstellen. Hier erfährst du, woran dies liegen könnte.

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Richtig joggen

Typische Anfängerfehler und falsche Annahmen verhindern oft den gewünschten Erfolg.

Wenn man das größte Problem für Anfänger zusammenfassen will, dann passt "zu schnell zu viel" meist am besten. Denn schließlich will man mit Joggen schnell fit werden und die Leistung möglichst zügig steigern. Dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Jedoch ist eben noch kein Meister vom Himmel – oder in die Laufschuhe – gefallen.

Das Leistungsproblem

Wer ohne Aufwärmen und Vorüberlegungen loshetzt, riskiert nicht nur Verletzungen, sondern auch eine schnell nachlassende Motivation:
  • Du musst nicht jeden Tag richtig joggen. Beginne mit wenigen Lauftagen und steigere dich nach und nach. Denn dann können sich dein Körper und dein Kreislauf an die Belastung anpassen. Wenn dir zwei Tage pro Woche zu wenig sind, kannst du an den übrigen Tagen schonendere Einheiten mit Fahrradfahren oder Schwimmen einbauen. Ganz wichtig sind auch Tage, an denen du keinen Sport machst. Denn dann regeneriert sich der Körper und bringt die Muskeln und Gelenke auf den neuesten (sprich: leistungsfähigeren) Stand.
  • Laufe langsam, gleichmäßig und nur kurzfristig über deiner Belastungsgrenze. Denn wer am Start lossprintet, ist schnell aus der Puste. Auch, wenn du am Anfang noch nicht weit kommst, ist das völlig egal. Denn bei der nächsten Einheit hast du mehr Kraft für noch einige mehr.

Das Routineproblem

Wenn am Anfang noch alles neu und aufregend ist, dann ist es kein Problem, sich zum Joggen zu motivieren. Aber die Lust lässt oft schnell nach. Und das liegt vor allem an der Routine. Diese kannst du aber einfach durchbrechen:
  • Wer jeden Tag dieselbe Strecke joggt, langweilt seine Sinne zu Tode. Denn der Körper und die Augen kennen bereits jeden Hügel und jeden Strauch. Wenn du aber immer wieder neue Strecken ausprobierst, gibt es für dich auch immer wieder etwas zu entdecken. Und der Untergrund ist auch jedes Mal neu, sodass dein Kopf wach und aktiviert bleibt. Du willst ja nicht stolpern. Eine Stammstrecke birgt außerdem die Gefahr, dass du dich selbst schlagen willst. Und dich damit überlastest.
  • Genauso falsch wie eine routinemäßige Strecke ist routinemäßiges Laufen. Denn dein Körper merkt sich ganz genau, welche Bewegungen ablaufen und strengt sich dann nicht mehr an, hier besser zu werden. Wenn du allerdings die Belastung variierst und zwischendurch einen Sprint einlegst, dann kann dein Körper nicht auf Routine schalten.

Das Zubehörproblem

Ein großer Teil des richtigen Joggings wird davon bestimmt, mit welcher Ausstattung du das Ganze angehst. Und hier solltest du nicht am falschen Ende sparen:
  • Laufschuhe sollten immer im besten Zustand und vom Profi angepasst werden. Denn deine Füße und Gelenke brauchen Unterstützung und Dämpfung, die ein heruntergelaufener Schuh einfach nicht bieten kann. Beratung ist enorm wichtig.
  • Ein schlabbriges Shirt und die alte Jogginghose stören den Bewegungsablauf und die Haut kann nicht richtig atmen. Investiere in Funktionsfasern und Sportdresses, die zudem deinen gestählten Körper zur Schau stellen. Die Joggingstrecke hat schließlich Flirtpotenzial.
Richtig Joggen ist also nicht nur von der Einstellung abhängig. Equipment, Antrieb und Laufstrecke müssen ebenfalls eine Einheit bilden.

Die richtigen Laufschuhe

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