Mike Kleiß – das neue Laufen

Laufen und Ernährung – die Marilyn-Monroe-Glücksdiät

eVivam-Autor und Laufexperte Mike Kleiß hat sie gefunden: die geheime Marilyn-Monroe-Diät. Alles Unsinn oder endlich die Entspannung, nach der sich alles sehnen?

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Mike Kleiß Marylin Monroe Glücksdiät

Trenddiäten sind nicht unbedingt der richtige Weg zum Glücksgewicht, findet Laufexperte Mike Kleiß.

Letzte Woche führte mich mein Job durch recht viele Redaktionen der People-Magazine. Redaktionen, die unter anderem von den Top-Figuren der Stars und Sternchen leben. Die Diäten und die Sportprogramme der Promis machen deutlich mehr Auflage als Merkels Flüchtlingspolitik. Über die Flüchtlingskrise lacht man in diesen Redaktionen, denn das Thema Fett weg ist für sie jedes Jahr so viel wert wie VW, Flüchtlinge und Volker Beck zusammen. Auch einschlägige Sportmagazine leben davon, denn es hat sich endlich rumgesprochen, dass Gewichtsreduktion mit und durch Sport ganz gut klappen kann. Medien zeichnen immer wieder das Bild von schlanken schönen Menschen. Hübsche und dünne Menschen sind erfolgreicher, kommen besser an, sind begehrter beim anderen Geschlecht. Sagt man, sagen angeblich viele Studien und Experten. Aber: Sind diese Menschen auch glücklicher?

Sexy wie Marilyn, ohne perfekt zu sein

In derselben Woche traf ich mich mit einer Kollegin zum Laufen. Sie arbeitet für ein Laufmagazin. Als ehemalige Triathletin gibt sie nebenbei Schwimmunterricht. Sie ist in Topform und hat eine tolle und unglaublich positive Ausstrahlung. Sie hat jedoch keine typische Läuferfigur, ist nicht der dünne Haken, trägt nicht Size Zero, hat mehr Kreuz als ich. Und dabei strahlt sie etwas aus, was wenige dieser nach außen schönen dünnen Menschen absenden: Glück! Pures Glück! Während wir zusammen laufen, und sie ist wirklich eine gute Läuferin, steckt sie mich immer wieder mit Freude und guter Laune an. Was für mich um 6:30 Uhr bei 3 Grad und Nieselregen extrem toll ist. Selten habe ich einen Menschen erlebt, der einfach glücklich ist mit sich selbst, seiner Seele und seinem Körper. Und genau das macht sie sexier als viele, die sich von Diät zu Diät, von Ernährungsumstellung zu Ernährungsumstellung quälen. Am Ende des Laufs erinnert sie mich ein wenig an Marilyn Monroe, sie schaut etwas kess und verlegen beim Abschied. Ist sich aber ihrer Wirkung durchaus bewusst. So muss es auch bei der Monroe gewesen sein.

Laufen geht in Jeans und Bikini! Wetten?

Wusstet ihr, dass Marilyn Monroe Kleidergröße 40/42 trug? Und sie ist bis heute DAS Sexsymbol überhaupt! Mit diesen Maßen würde man sie heute bei den Dicken, wenigstens aber bei den Molligen einordnen. Wusstet ihr, dass Marilyn 2-3 Mal die Woche joggte? Und sie tat es in Jeans und Bikinioberteil. In einem Interview sagte sie einmal: „Deine Kleidung sollte eng genug sein, um zu zeigen, dass du eine Frau bist, aber weit genug, um zu zeigen, dass du eine Dame bist.“ Hinter diesem Satz steckt eigentlich übersetzt nicht mehr als: Es wird Zeit, erwachsen zu werden, entspannt mit sich und dem eigenen Körper umzugehen, einfach glücklich mit sich zu sein.
Eine Laufmagazin-Journalistin kann also glücklich sein, ohne hungern zu müssen. Ohne den perfekten Size-Zero-Körper. Und sie liefert trotzdem eine top Laufperformance. Eine Marilyn Monroe konnte zum Sexsymbol und zum Topmodel werden, mit Kleidergröße 40/42. Ich bin mir sicher, dass sie beide nur deshalb ihre Erfolge feiern konnten, weil sie ihr Glücksgewicht gefunden haben. Sie gingen sicher achtsam mit ihrem Körper um, sicher auch maßvoll, aber setzten sich selbst nicht unter Druck.

Die geheime Diät der Monroe

Das Laufen gilt als eines der effektivsten Trainings, wenn es um Gewichtsreduktion geht. Von allen Ausdauersportarten führt das Laufen schnell zur Veränderung. Das wusste auch die Monroe und wurde zur Läuferin. Sie ernährte sich jedoch nicht von Salatblättern, wurde nicht zur Veganerin, Zucker fürchtete sie nicht wie der Teufel das Weihwasser. Sie aß, was sie am liebsten aß. Punkt! Sie nannte es die Marilyn-Monroe-Diät, ohne dass es in Wahrheit eine Diät war. Sondern einfach nur das, was sie glücklich machte. Zum Frühstück hatte sie ein Ritual. Sie gab zwei rohe Eier in ein Glas Milch. Und exte alles weg. Eier und Milch waren das Beste, was sie sich am Morgen vorstellen konnte. Auch weil sie viel unterwegs war. Selbst im Hotel ließ sie sich morgens eben diese zwei Eier und Milch bringen. Protein pur also.
Zur Mittagszeit stoppte sie irgendwo an einem Supermarkt und kaufte Steak, Lammkoteletts oder frische Leber ein. Entweder knallte sie sich etwas davon selbst zu Hause in die Pfanne oder kochte das Fleisch im Hotelzimmer auf einem Elektroherd. Abends waren Karotten ihr absoluter Favorit. Und wenn es was Süßes sein musste, dann gab es Eiscreme, bis nichts mehr ging. Marilyn machte viel Sport und das Laufen war ein Grundbaustein ihrer persönlichen Fitness.

Do it like Marilyn

Jeder Ernährungsguru würde bei dieser Monroe-Diät, sagen wir besser Marilyns Fitness-Ernährung, die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Niemals würde es ein solcher Ernährungsplan in ein Magazin schaffen. Schon gar nicht in ein Laufmagazin. Und genau deshalb findet er hier seinen Platz. Gerne könnt ihr ihn einmal ausprobieren. Vielleicht lauft ihr ja danach noch besser. Und nehmt massenhaft ab. Wichtiger ist jedoch das, was ich euch gerne mit diesem Artikel sagen möchte: Esst, worauf ihr Lust habt. Achtet dabei auf euren Körper. Esst, was euch glücklich macht. Und sorgt für euer persönliches Glücksgewicht. Oder wie Marilyn Monroe selbst sagte: „Unvollkommenheit ist Schönheit, Wahnsinn ist Genialität. Und es ist besser, absolut lächerlich zu sein, als total langweilig.“
Mike Kleiss

von

Mike Kleiß ist gelernter Journalist und arbeitete 20 Jahre für den Hörfunk. Er entwickelte und optimierte erfolgreiche Radiomarken innerhalb der ARD. Er ist Gründer der Kommunikationsagentur Medienhafen Köln.

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