Spielerisch und entspannend

Kinderyoga: Gutes Körpergefühl für Kids

Dein Kind bewegt sich gern, hat aber noch keine Sportart für sich entdeckt? Dann könnte Kinderyoga eine gute Wahl sein. Dabei können Kids ihren Bewegungsdrang ausleben und spielerisch ein gutes Körpergefühl entwickeln.

Datum:
Kind beim Yoga

Beim Yoga gibt es keinen Leistungsstress. Deshalb ist es eine geeignete Sportart für Kinder.

Yoga tut nicht nur Erwachsenen gut, auch Kinder lernen mit den Übungen ihren Körper besser kennen und sich selbst zu entspannen. Schließlich haben auch die Jüngsten heutzutage oft einen stressigen Alltag. Aber ist Yoga nicht viel zu langweilig für Kinder? Im Gegenteil, Kinderyoga bringt’s: Bei vielen Übungen müssen sie sich körperlich richtig anstrengen. Außerdem treffen sie in den Kursen andere Kids. Zudem achten Yoga-Lehrer in der Regel darauf, dass Toben und Spaß für die Kinder nicht zu kurz kommen.

Was ist Kinderyoga?

Ursprünglich stammt Yoga aus Indien und zielt sowohl auf den Körper als auch auf den Geist ab. Das Alter des Yoga-Schülers spielt keine Rolle. Die Übungen finden im Stehen, Sitzen oder Liegen statt. In der Regel geht es einfach darum, einen festen Stand zu finden, eine bestimmte Körperstellung zu halten oder auch nur darum, sich zu Strecken. Das Ziel: die richtige Atmung und die Muskelpartien kontrolliert an- und abzuspannen – und das können auch Kinder.
Für sie gibt es am Anfang viele leichte Übungen: Sie sollen mal auf einem Bein stehen, in die Hocke gehen oder über eine Matte robben. Die Übungen heißen dann „der Baum“, „der Frosch“ oder „die Raupe“ – für Kinder leicht zu merken und somit auch zum Wiederholen zu Hause geeignet. Kids mit Yoga-Erfahrung lernen aber auch schnell schwierigere Übungen wie den Kopfstand – auch dank ihrer höheren Gelenkigkeit.

Den Körper kennenlernen

Yoga kann vor allem die motorischen Fähigkeiten von Kindern stärken. Viele Kids haben heutzutage Schwierigkeiten, auf einer geraden Linie zu balancieren oder eine Rolle vorwärts zu machen. Die Yoga-Übungen helfen ihnen, ihr Gleichgewicht zu finden, Muskeln zu kontrollieren und ihre Haltung zu verbessern. Auch bei unsportlicheren Kindern beobachten Yoga-Lehrer häufig nach kurzer Zeit eine größere Beweglichkeit und Muskelkraft. Einige Kinder haben außerdem mit Fehlhaltungen und damit verbundenen Kopfschmerzen zu kämpfen. Beim Yoga lernen sie spielerisch, wie ihr Körper funktioniert, welche Haltung ihm guttut und wie sie verkrampfte Muskelpartien entspannen können. Das hilft und kann Schmerzen dauerhaft lindern.

Die Konzentration schulen

Bei Yoga-Übungen geht es nicht nur um die körperliche Bewegung oder eine bestimmte Position, sondern auch immer um die richtige Atemtechnik. Schließlich zielt Yoga darauf ab, Körper und Geist zu entspannen. Kinder, die regelmäßig Yoga machen, können die Techniken oft schnell auch im Alltag anwenden und Stresssituationen besser meistern. Yoga kann hyperaktiven oder tendenziell aggressiven Kindern helfen, herunterzukommen und sich besser zu konzentrieren. Das wiederum hilft ihnen in der Schule und bei den Hausaufgaben. Und ein entspanntes Kind hilft auch dir, im Alltag cooler zu bleiben.

Ab welchem Alter ist Yoga geeignet?

Wenn du selbst Yoga-Übungen zu Hause machst, wird dein Kind dich eventuell schon früh nachahmen und einfach mitmachen. Richtige Kurse eignen sich ab dem dritten Lebensjahr. In diesem Alter sind Kinder sehr aktiv, lassen sich aber auch schon Übungen und Bewegungen erklären.

Wo kann mein Kind Yoga lernen?

Neben Sportvereinen und Yoga-Schulen bieten manchmal auch Kindergärten oder Grundschulen Yoga an. Egal, welchen Kurs du für dein Kind aussuchst: Du solltest darauf achten, dass der Lehrer oder die Lehrerin auf die Bedürfnisse der Kids eingeht. Sind sie geschafft vom Tag? Oder eher aufgekratzt und haben Lust zum Toben? Dann sollte die erste Übung lieber keine ruhige Sitzübung sein. Übungsleiter sollten ein Gefühl dafür haben, was den Kindern gerade guttut und wie sie am besten abschalten können. In einer Gruppe sollten nicht unbedingt mehr als acht Kinder sein. Das ist eine übersichtliche Zahl, bei der alle Kids Beachtung finden und jeder zu seinem Spaß kommt.

Mit einem positivem Gefühl nach Hause gehen

Auch das erleichtert Kindern den Zugang zum Yoga: Es gibt keine Noten, kein Richtig oder Falsch. Es herrscht kein Leistungsdruck, es geht nicht darum, welches Kind am höchsten springt oder die meisten Tore schießt. Alle Kids führen die Yoga-Übungen so aus, wie sie sie am besten schaffen. In Kombination mit Spaß und Entspannung kommt dein Kind mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einem positiven Gefühl nach Hause. Und selbst wenn dein Kind sich später doch für Fußball oder Tanzen entscheiden sollte, vergisst es die erlernten Entspannungstechniken nicht und kann sie als Erwachsener reaktivieren, wenn es mal wieder stressig wird.
Kathinka Burkhardt

von

Es sind die einfachen Dinge, die das Leben gesünder machen: regelmäßige Bewegung, gute Ernährung und natürlich Entspannung. Über diese Themen schreibe ich und stelle immer wieder fest: Gesund zu leben, ist gar nicht so einfach!

Kommentare

Die Technik der Kommentarfunktion „DISQUS“ wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.