Sanft und entspannend

Hatha-Yoga: Das perfekte Yoga für Anfänger

Hatha-Yoga ist die bekannteste und traditionellste Form der zahlreichen Yoga-Arten. Und sie ist prima geeignet für Yoga-Anfänger.

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Hatha-Yoga

„Die Kobra“ gehört zu den bekanntesten Yoga-Übungen – nicht nur beim Hatha-Yoga.

Hatha-Yoga ist in Europa die verbreitetste und bekannteste Yoga-Form. Diese philosophische Lehre hat ihren Ursprung im 15. Jahrhundert in Indien und bildet die Grundlage für viele andere Yoga-Arten wie Bikram-Yoga, Ashtanga-Yoga und Iyengar-Yoga.
Dass aus dem Sanskrit stammende Wort Hatha bedeutet übersetzt so viel wie Anstrengung, Kraft und Hartnäckigkeit, aber auch Unterdrückung und Gewalt – im Sinne von „Ohne Fleiß kein Preis“. Die beiden Wortteile Ha und tha haben aber auch jeweils eine eigene Bedeutung: Sie stehen für Sonne (Ha) und Mond (Tha). Hatha-Yoga vereint also entgegengesetzte Energien, um unsere Energiepotenziale freizusetzen.

Für Anfänger

Beim Hatha-Yoga werden die Positionen langsam eingenommen und vergleichsweise lange gehalten. Es geht nicht darum, die Stellung perfekt auszuführen, sondern das Körpergefühl zu schulen und die Muskeln zu trainieren. Durch die sanften Übungen eignet sich das körperorientierte Training besonders für Anfänger und Untrainierte. Ziel ist es, Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen. Erreichen kannst du dies mithilfe von präzise ausgeführten Körperstellungen („Asanas“), Atemübungen („Pranayama“) und Tiefenentspannung („Shavasana“).
Yoga: Das Krokodil

Mit dem „Krokodil“ kannst du wunderbar deinen Rücken dehnen und entspannen.

Die Körperübungen (Asanas)

Die Übungen schaffen ein Gleichgewicht zwischen Körper und Geist. Hatha-Yoga kräftigt Muskeln, Sehnen und Bänder und löst Energieblockaden – das lässt die Energie wieder fließen und aktiviert innere Heilkräfte. Übungen wie das „Krokodil“ („Nakrasana“) oder der „Pflug“ („Halasana“) strecken die Wirbelsäule und machen dich beweglicher. Die „halbe Kerze“ („Viparita Karani“) verbessert die Gehirnleistung. Der „Drehsitz“ („Ardha Matsyendrasana“) regt die Verdauung an, erhöht die Funktion der Organe und führt Giftstoffe aus Muskeln und Organen ab. Andere Übungen helfen beim Loslassen, verbessern das Selbstbewusstsein oder geben Erdung.

Die Atemübungen (Pranayama)

Die Atmung gehört zu den wichtigsten Funktionen des Körpers. Doch durch langes Sitzen, Alltagsstress, Anspannung oder Fehlhaltungen atmen viele Menschen zu flach. Die Folge: Sie ermüden und ermatten rascher. Mit Yoga kannst du wieder zu einer natürlichen Atmung zurückfinden und dem Körper ausreichend Sauerstoff sowie Lebensenergie, genannt Prana, zuführen. Durch eine ruhige Atmung entspannt sich dein Körper, und dein Geist wird wieder klarer. Atemübungen, wie Chakra- oder Farbatmung, können sich sogar positiv auf Ängste, Lampenfieber und Depressionen auswirken.
Yoga Einatmung

Die Atmung ist das größte Geheimnis beim Yoga und hilft beim Entspannen.

Die Tiefenentspannung (Shavasana)

Am Ende eines Hatha-Trainings stehen immer Entspannungsübungen oder Meditation. Sie sollen Stresshormone abbauen, das Immunsystem stärken und vollkommene Entspannung bringen. Diese abschließende Trainingsphase dauert zwischen zehn und 15 Minuten. Einsteiger sollten ein wenig Geduld mitbringen. Es dauert meist eine Weile, bis du wirkliche Tiefenentspannung erreichst. Doch durch regelmäßiges Training wirst du merken, wie du von Mal zu Mal besser entspannen kannst.

Langfristige Wirkung

Die Liste der positiven Wirkungen von Hatha-Yoga ist lang. Die Muskulatur profitiert spürbar vom sanften Training, insbesondere der Rücken. Zudem kräftigst du Bänder, Sehnen und Muskeln und machst sie flexibler. Aber auch stressbedingte Beschwerden wie Schlafstörungen, Magen- und Kopfschmerzen lassen sich mit Hatha-Yoga lindern.
Studien zeigen, dass Hatha-Yoga Stresshormone, wie Prolaktin und Cortisol, sowie die Herzfrequenz sinken lässt. Damit werden Stressreaktionen im Körper gedämpft und du reagierst weniger empfindlich auf Stressreize. Zu weiteren positiven „Nebenwirkungen“ gehören eine fittere Immunabwehr, neue Konzentrationskraft sowie ein verbessertes Körperbewusstsein.
Sandra Bültermann

von

TCM, Qigong und Ayurveda sind für mich keine Fremdwörter. Ich probiere gerne Neues aus, mir gefallen asiatische Gesundheitskonzepte und eine gesunde Lebensweise ist mir wichtig.

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