Flexibel trainieren

Fitnessstudio ohne Vertrag? So geht’s!

Flexibel trainieren? GymEntry, Urban Sports Club, Fitrate, So much more, Daytraining und Fitfox machen’s möglich. Doch wer bietet was?

Datum:
Fitnessstudio

Klettern, EMS-Training, Fußball und Yoga – alles ohne Vertrag? Ja, das geht!

Zum Jahresanfang ist es wieder soweit: Die Fitnessstudios werden überrannt, alle wollen 2017 (dieses Jahr aber wirklich!) mit einer Bikini-/Badenhosenfigur glänzen. Fun-Fact: 30 Prozent aller Neuverträge werden im Januar abgeschlossen. Ab März ist dann wieder Platz in den Studios, der Alltag lässt zu wenig Platz für Sport, die Motivation geht flöten. Manchmal sind es ganz banale Gründe, beispielsweise der vermeintlich unglaublich weite Weg zum Fitnessstudio. Aus den hochmotivierten Sportlern werden zahlende Karteileichen.
Genau diesem Phänomen haben sich einige Anbieter gewidmet. Sie bieten Möglichkeiten, die Motivation länger aufrecht zu erhalten, indem mit einer Beitragszahlung nicht nur ein Fitnessstudio, sondern zahlreiche Sportstätten in der Stadt besucht werden können.
Für alle, die ein Studio bevorzugen, aber keine Lust auf 12- oder 24-Monats-Verträge haben, gibt es auch Anbieter, die Tages-, Wochen- und Monats-Karten verkaufen. Das ist zwar teurer als der reguläre Monatsbeitrag bei einer Zwei-Jahres-Mitgliedschaft, spart aber Geld, wenn man sowieso nur einen oder zwei Monate im Jahr trainieren geht. eVivam stellt fünf Anbieter vor.

Galerie: Fitnessstudios ohne Vertrag

Training ohne Knebelvertrag: GymEntry

Spontan mal eben ins Fitnessstudio – ohne Abo ging das bisher nicht. Robert Schäfer und Nicholas Fechtner aus Hamburg wollten das ändern. Im April 2015 gründeten sie GymEntry, eine App, mit der man spontan Tages-, Wochen- oder Monatstickets per Smartphone buchen kann. Einfach Studio auswählen, per App das Ticket kaufen, vorzeigen und lostrainieren. Inzwischen haben sie über 400 Studiopartner in ganz Deutschland – nicht nur in den Großstädten. Einfach die App kostenlos downloaden und nachschauen, wo die Gyms zu finden sind.
Kosten für ein Tagesticket: 5 Euro für eine einfache Muckibude bis zu 20 Euro für ein schickes Fitness-Spa-Wellness-Center.

Einmal zahlen, überall trainieren: Urban Sports Club / Somuchmore

Wer sich beim Urban Sports Club anmeldet, kann nicht nur in einem Fitnessstudio trainieren, sondern zwischen diversen Partnerstudios wählen. In Berlin, Frankfurt, Hamburg, Düsseldorf, Köln, München, Nürnberg, Potsdam und Stuttgart sind diverse Sportstudios zu finden, in denen von EMS-Training über Boxen, Yoga, Pilates und Standup Paddling bis zum klassischen Fitnesstraining alles möglich ist. Auf der Webseite sind alle Partner und Standorte einsehbar. Die Mitgliedschaft beim Urban Sports Club ist monatlich kündbar – ein klarer Vorteil zu allen gängigen Studioverträgen. Es gibt drei Mitgliedschaften: S, M und L. In der S-Mitgliedschaft darf nur viermal pro Monat trainiert werden, zudem sind nicht alle Studios inkludiert. Klettern, Wassersport, EMS-Training und Wellness sind nicht enthalten. Unbegrenztes Training und einige Studios mehr gibt es für die M-Mitgliedschaft, erst der L-Tarif bietet wirklich den vollen Umfang mit allen Studios. Cool: Die Preise gelten nicht nur für eine Stadt. Wenn der Berliner also gerade beruflich in Hamburg ist, kann er auch hier in den Urban Sports Partnerstudios trainieren. Im Dezember wurde nun bekannt, dass sich der Urban Sports Club mit dem bisherigen Konkurrenten Somuchmore zusammengeschlossen hat. Somuchmore steht vor allem für einen ganzheitlichen Lifestyle. Soll heißen: Hier werden Kurse gebucht, die Körper, Geist und Seele in Einklang bringen: Yoga, Meditation, Pilates, Kampfsport. Die Kurse werden per App oder auf der Somuchmore Webseite gebucht, mit dem QR-Code bekommt man dann Zutritt. Auch Kurse im Bereich Heilkunde oder Life Coaching werden angeboten. Wie genau das gemeinsame Angebot aussieht, wird Anfang 2017 bekannt gegeben.
Kosten pro Monat Urban Sports Club: S-Tarif: 29 Euro, M-Tarif: 59 Euro, L-Tarif: 99 Euro.
Kosten pro Monat Somuchmore: 4er-Pass = 4 Kurse pro Monat, maximal 3 mal im gleichen Studio: 39 Euro. 10er-Pass 10 Kurse pro Monat, maximal 3 mal im gleichen Studio: 69 Euro. Unlimited Pass ohne Einschränkungen: 119 Euro.

Flatrate-Training im Süden: Fitrate

Alle Norddeutschen können diesen Absatz überspringen, denn Fitrate gibt es nur in Augsburg, München, Stuttgart, Köln und Nürnberg. Das hat einen guten Grund: Das Team von Fitrate testet wirklich jedes Studio persönlich, Klasse vor Masse ist hier das Motto. Ansonsten ist das Prinzip ähnlich wie beim Urban Sports Club. Hier heißen die Tarife nicht S, M und L, sondern Blue, Silver und Gold. In den rund 160 Partnerclubs kann dann flexibel trainiert werden. Auch hier gilt: monatliche kündbar, große Auswahl an Sportarten, keine Aufnahmegebühr. Achtung: Die Silver Member Mitgliedschaft beinhaltet zwar prinzipiell unbegrenztes Training, jedoch darf jeder einzelne Partner maximal viermal im Monat besucht werden.
Kosten pro Monat: Blue Member: 33 Euro, Silver Member: 66 Euro, Gold Member: 99 Euro.

Und noch einer: Daytraining

Ein bisschen altbackener als die Konkurrenz kommt die Webseite von Daytraining daher, funktional ist sie aber allemal. Auf dem Blog gibt es hilfreiche Artikel zu den Themen Ernährung, Fitness, Yoga und Besser leben. Das bieten andere Anbieter nicht. Allerdings ist die Auswahl an Sportstudios eingeschränkter. Zwar gibt es Angebote in Berlin, Dortmund, Dresden, Hamburg, Köln, Leipzig, München, Nürnberg und Stuttgart, allerdings sind beispielsweise in Hamburg gerade mal zehn und in München elf Studios dabei. Die anderen Anbieter haben da deutlich mehr zu bieten. Zudem gibt es bei Daytraining eine sechsmonatige Mindestlaufzeit. Nach den sechs Monaten kann monatlich gekündigt werden.
Wer beispielsweise mit einer teuren Mitgliedschaft im Yoga-Studio liebäugelt, sollte vergleichen, ob Daytraining nicht sogar günstiger ist. Cool: Hier gibt es keine Einschränkungen, auch in der günstigsten Mitgliedschaft kann jedes Studio, das im Tarif enthalten ist, so oft wie gewünscht besucht werden.
Kosten pro Monat: Classic: 49 Euro, Lifestyle: 79 Euro, Premium: 99 Euro.

Für Bindungsunwillige: Fitfox

Ähnlich wie der erste Anbieter GymEntry gibt es bei Fitfox Tages-, Wochen- und Monatskarten. Keine versteckten Kosten, volle Flexibilität. Hier funktioniert die Buchung auch ohne App einfach online. Die Navigation ist idiotensicher, man findet schnell das, was man sucht. Bei Fitfox sind mehr als 100 Studios in 14 Städten zu finden. Das Netzwerk wächst stetig und gerade die Großstädte sind schon gut aufgestellt. Es lohnt sich also, immer mal wieder reinzuschauen.
Kosten für ein Tagesticket: 7 bis 20 Euro, je nach Angebot.
Anna Brüning

von

Mit guter Musik auf den Ohren am Wasser entlang joggen – der perfekte Ausgleich zum Alltag. Ich liebe es, aktiv zu sein, gesund zu leben und, na klar, darüber zu schreiben.

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