Indoor-Training

Welches Fitnessstudio ist das Beste für dich?

Die Tage werden kühler und nasser, die Motivation für Outdoor-Sport sinkt – ab ins Fitnessstudio! Doch woran erkennst du einen guten Anbieter? Hier gibt es die wichtigsten Kriterien.

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Fitnessstudio

Hantel-Training auf der Freifläche, Trainingsplan an den Maschinen, Kurse mit Fun-Faktor oder Schwitzkur in der Sauna? Deine Bedürfnisse bestimmen, welches Studio perfekt für dich ist.

Große Ketten oder kleine Studios? Viele Kurse oder schwere Eisen? Muckibude oder Szene-Wellness-Tempel? Fitnessstudios gibt es in vielen Varianten. Welches Studio das richtige für dich ist, richtet sich vor allem nach deinen persönlichen Bedürfnissen. Die einen möchten neben dem Training noch in die Sauna und schwimmen gehen, die anderen trainieren gern in der Gruppe, wieder andere wollen Hardcore-Training an den schweren Eisen. Je nach Zielsetzung wirst du dich in manchen Studios wohler, in anderen unwohler fühlen.

Fitnessstudio für Gesundheitsbewusste

Wenn du vor allem gesundheitsorientiert trainieren, nach einer Verletzung wieder in Fahrt kommen oder deinen Rücken stärken willst, wirst du dich beispielsweise bei Kieser wohl fühlen. Dort wird viel Wert auf das Rückentraining gelegt. Es gibt aber auch viele kombinierte Physiotherapie- und Fitnessstudios, in denen ausgebildete Physiotherapeuten arbeiten, neben der Krankengymnastik kannst du dort auch ganz normales Training absolvieren und Kurse besuchen. Frag unbedingt bei deiner Krankenkasse nach, ob solche Kurse und Trainingseinheiten als Präventions-Training finanziell unterstützt werden! Bei der Techniker Krankenkasse lässt sich das schnell über die Gesundheitskurssuche herausfinden. Über die Suche findest du übrigens auch viele kleine Studios in deiner Nähe, die du bisher garantiert noch nicht kanntest!

Fitnessstudio für Pumper

Physiotherapeuten und Pilates-Kurse schrecken dich eher ab? Für dich bedeutet Sport Muscle-Shirt, schwere Eisen, hartes Training und der Eiweiß-Shake danach? Dann ist die klassische „Mucki-Bude“ genau das richtige für dich. Der günstige Klassiker: McFit. Doch auch viele kleine lokale Studios könnten zu dir passen. Bei einem Probetraining wirst du schnell spüren, ob du dich hier wohl fühlst. Ein großer Freihantel-Bereich, ein Publikum, das deinem Naturell entspricht, Trainer, denen man ansieht, dass sie selbst gerne und viel Krafttraining machen und eine Bar mit zahlreichen Eiweiß-Shakes und Supplements – wenn alles passt, hast du dein Studio gefunden.

Fitnessstudio für Socializer

Fitness ist für dich eher ein Ort, um zu quatschen, neue Leute kennenzulernen und sich im Team zu motivieren? Dann achte darauf, dass dein Fitnessstudio groß genug ist und viele Kurse anbietet. Dies ist vor allem bei den Ketten der Fall, unter anderem bei Fitness First, Meridian Spa, Injoy oder Holmes Place. Aber auch manche lokale Studios bieten ein breites Kursangebot, so trumpft in Hamburg zum Beispiel die Kaifu Lodge mit 273 Kursen pro Woche auf. Einige Studios veranstalten Partys und Events, bei denen man sich kennen lernen kann – wenn dir der Kontakt zu den anderen Trainierenden wichtig ist, frag bei einem Probetraining unbedingt nach, ob es solche Veranstaltungen gibt! Übrigens: Vergiss nicht, auch bei den Sportvereinen reinzuschauen. Viele Vereine bieten für Mitglieder ein breites, kostenloses Kursangebot von Pilates über Fit-Fight bis zum klassischen Bauch-Beine-Po-Training. Wenn dir das Training allein an den Maschinen sowieso suspekt ist, könnte ein Verein eine günstige Option sein!

Fitnessstudio

Sind die Geräte sauber, ist genug Platz zum Trainieren, fühlst du dich wohl? Das wichtigste Kriterium bei der Auswahl des perfekten Fitnessstudios: dein Bauchgefühl.

Fitnessstudio für Wellness-Fans

Training ist ja schön und gut – du willst aber auch Entspannung? Dann sollte dein Fitnessstudio unbedingt einen Wellness-Bereich haben. Sauna, Schwimmbad, Dampfbad, viele Studios sind bereits mit diesem kleinen Luxus ausgestattet und trotzdem bezahlbar. Schau aber unbedingt bei einer Probestunde genau hin: Ist die Sauna sauber und findest du auch zu beliebten Trainingszeiten noch ein Plätzchen, oder ist der Mini-Wellness-Bereich dann so überfüllt, dass an Entspannung nicht mehr zu denken ist? Lass dich nicht von Versprechungen auf Websites täuschen und schau genau hin!

Fitnessstudio für Stubenhocker

Extra noch mal rausgehen um zum Sport zu fahren ist nicht so deins? Wenn du lieber zu Hause trainierst, wird dir das Angebot von Online-Fitnessstudios vielleicht zusagen. Gymondo, Fitnessraum, NewMoove – diese und andere Anbieter ermöglichen ein hochwertiges Fitness-Kurs-Training im eigenen Wohnzimmer. Die Gefahr: Wer erst einmal auf der Couch sitzt, rafft sich nicht mehr so schnell auf. Und zu Hause guckt ja keiner, ob du schummelst... Sei also unbedingt ehrlich zu dir selbst. Die meisten Menschen brauchen das Gefühl „zum Sport zu gehen“, um dann auch wirklich Sport zu machen.

Fitnessstudio für Eltern

Wer Kinder hat, kennt das Problem: Wenn man mal Zeit hätte zum Trainieren, sind die Kinder zu Hause und müssen beaufsichtigt werden. Für Eltern macht deshalb ein Fitnessstudio mit Kinderbetreuung Sinn. Frag bei deiner Probestunde unbedingt genau nach, wann die Betreuungszeiten sind und frage dich, ob diese in deinen Alltag passen!

Fitnessstudio für moderne Trendsetter

EMS-Training wird gerade in den Großstädten immer beliebter. Kein Wunder: In gerade einmal 20 Minuten kannst du ein Ganzkörpertraining absolvieren, das drei bis fünf Stunden Gerätetraining entspricht – so versprechen es zumindest die Anbieter. Möglich machen dies elektrische Stimulationen, die deine Muskeln zur Kontraktion zwingen. Hier sind Probestunden teilweise kostenpflichtig, lohnen sich aber; dich erwartet ein Muskelkater, der dir beweist, dass das Training unter Strom wirklich extrem effektiv ist. Dieser Schmerz ist wohl die beste Werbung! Nachteil: Die EMS-Studios sind nicht günstig, die Kosten liegen bei rund 80 bis 100 Euro im Monat bei einem Training pro Woche.

Die Probestunde

Du hast es schon bemerkt: Die Probestunde ist das A und O bei der Auswahl des perfekten Fitnessstudios. Am besten absolvierst du die Probestunde zu einer Zeit, in der du auch normalerweise trainieren würdest, dann würdest du merken, wenn das Studio völlig überfüllt ist und du auf jedes Gerät erst einmal 10 Minuten warten musst. Höre auf dein Gefühl: Wie ist das Licht, die Stimmung, die Raumtemperatur? Sind die Trainer ansprechbar und kompetent? Fühlst du dich mit dem Publikum wohl? Sehen die Geräte neuwertig oder eher alt und klapprig aus? Gefällt dir die Einrichtung? Wie sieht es mit der Hygiene aus? All diese Kriterien können entscheidend sein, ob du dein Training langfristig durchziehst. Höre hier unbedingt auf dein Bauchgefühl! Auch Online-Anbieter geben dir die Chance für eine „Probestunde“ – hier ist es sogar eine Probewoche.

Rahmenbedingungen: Preise, Vertragslaufzeit, Entfernung

Last but not least: Der Preis muss stimmen. Nicht jeder kann sich den Rundum-Sorglos-Wellness-Tempel für 100 Euro im Monat leisten. Wenn du allerdings die günstigste Variante wählst, dich dann aber so unwohl fühlst, dass du nicht hingehst, hast du noch mehr Geld verschwendet. Sieh also 10 Euro mehr oder weniger nicht als wichtigstes Entscheidungskriterium. Die Vertragslaufzeit sollte eine Rolle spielen. Wenn du planst, im nächsten Jahr umzuziehen, solltest du keinen 2-Jahres-Vertrag mit einem lokalen Fitnessstudio abschließen, auch wenn die Konditionen noch so gut sind.
Für viele das langfristig wichtigste Kriterium ist ganz banal: die Entfernung. Wenn du innerhalb von fünf Minuten im Studio bist, wirst du deutlich motivierter sein, als wenn du noch 40 Minuten fahren musst. Auch ausreichend Parkplätze können wichtig sein. Nach langen Arbeitstagen oder in einem Motivationstief ist das ein entscheidender Faktor! Fitnessstudios in deiner Nähe findest du auf Fitnessstudiofinder.de. Wir wünschen viel Erfolg bei der Auswahl des richtigen Studios und viel Spaß beim Training!
Anna Brüning

von

Mit guter Musik auf den Ohren am Wasser entlang joggen – der perfekte Ausgleich zum Alltag. Ich liebe es, aktiv zu sein, gesund zu leben und, na klar, darüber zu schreiben.

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