Trainieren in den eigenen vier Wänden

Fitnessgeräte für zu Hause – worauf muss ich achten?

Die Fitnessbranche boomt. Rund neun Millionen Deutsche sind Mitglied eines Fitnessclubs und es werden täglich mehr. Doch nicht jeder mag das Training in der Öffentlichkeit. Als Alternative eignen sich auch daheim nutzbare Geräte.

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Fitnessgeräte für Zuhause

Wer lieber allein trainieren möchte, für den empfiehlt sich oftmals die Anschaffung eines Hometrainers. Doch welche Geräte sind für wen geeignet und worauf muss ich beim Kauf achten?

Die Benutzung von Fitnessgeräten in den eigenen vier Wänden geht längst über das klassische Laufband hinaus. Laufbänder mit unterschiedlichen Geschwindigkeitseinstellungen eignen sich besonders als Ausdauertraining. Wer ungern in der freien Natur läuft, der stählt seine Muskeln eben daheim. Doch die Branche hat mittlerweile (fast) für jede Körperpartie und jedes Trainingsziel ein eigenes Fitnessgerät entwickelt. Ob Fahrradergometer, Cross- oder Ellipsentrainer: Wer den notwendigen Platz hat, kann sich zu Hause sein ganz eigenes, privates Fitnessstudio einrichten. Allerdings sollte man sich bei der Anschaffung von einem Fachmann beraten lassen.

Galerie: Die besten Fitnessgeräte für zu Hause

Welches Gerät für welchen Zweck?

Einfache Fitnessgeräte lassen sich auch von Laien spielend leicht aufbauen und nutzen. Zu den bekanntesten Geräten für zu Hause gehört das Fahrradergometer, auch Trimm-Dich-Rad genannt. Da die Einstellungen dem individuellen Leistungsstand angepasst werden können, ist das Fahrradergometer auch für untrainierte Sportlerinnen und Sportler geeignet. Es ist gelenkschonend, komfortabel und erinnert vom Energieaufwand und Bewegungsablauf an ein Fahrrad. Das Besondere an einem Fahrradergometer: Mit qualitativ hochwertigen Geräten ist ein pulsgesteuertes Training möglich. Das Gerät berechnet den Widerstand beim Treten und passt diesen so an den Körper an, dass der Puls im optimalen Bereich liegt. So entstehen ideale Voraussetzungen für ein gesundheitsorientiertes Herz-Kreislauf-Training. Gerade für ältere Semester ist das Training auf dem Fahrradergometer empfehlenswert. Informiere den Händler beim Kauf über dein Trainingsziel. Je hochpreisiger das Gerät, desto mehr Funktionen hat es meistens. Wer einfach nur an seiner Ausdauer arbeiten möchte, für den reichen meist schon mittelpreisige Geräte aus. Wer hingegen unter Aufsicht eines Arztes, eventuell sogar zu Reha-Maßnahmen trainiert, für den eignen sich Geräte mit medizinischer Überwachung, wie beispielsweise vom Anbieter Cardiofitness. Wer körperlich ein wenig fitter ist und nicht nur die Beinmuskulatur, sondern den gesamten Körper trainieren möchte, für den empfehlen sich Ellipsentrainer. Diese bieten einen größeren Bewegungsspielraum, schonen die Gelenke und sorgen für ein effektives Ganzkörpertraining. Eine ausgeprägte Balance ist für das Training vonnöten.
Laufband

Bevor ich mir einen Hometrainer anschaffe, sollte ich mir über meinen eigenen Fitnesszustand klar werden: Möchte ich nur ab und an meine Ausdauer trainieren, oder soll das Gerät kontinuierlich zur Leistungssteigerung beitragen? Lass dich in jedem Fall beim Kauf beraten!

Fitnessgeräte als Reha-Maßnahme

Nach Operationen oder langen Krankheiten müssen viele Patienten – im wahrsten Sinne des Wortes – wieder auf die Beine kommen. Da das Schamgefühl hier eine oft unterschätzte Rolle spielt, empfehlen sich auch zu Reha-Zwecken häufig Fitnessgeräte für zu Hause, da sie dem Patienten das Training unter Ausschluss der Öffentlichkeit ermöglichen. Für körperlich eingeschränkte Nutzerinnen und Nutzer empfiehlt sich ein motorisierter Bewegungstrainer. Das Besondere an diesen Geräten ist der eingebaute Motor, der in der Lage ist, die „verlernten“ Bewegungsabläufe des Patienten zu unterstützen. So werden ohne eine zunächst allzu stark stattfindende Muskelbelastung die Bewegungsabläufe nach und nach wieder selbstverständlich für den Patienten und an den Körperpartien bauen sich langsam die notwendigen Muskeln wieder auf. Motorisierte Bewegungstrainer eignen sich insbesondere zum Muskelaufbau an Armen und Beinen. Über den Fachhandel und Krankenhäuser lassen sich auch Geräte beziehen, die für bettlägerige Patienten oder Menschen im Rollstuhl geeignet sind. Durch die regelmäßige Bewegung wird die Durchblutung angeregt und Muskelverspannungen gelöst. Achtung: Gerade gesundheitlich stark eingeschränkte Patienten sollten zu Beginn nie ohne Aufsicht trainieren.

Galerie: Die 20 beliebtesten Fitness-Armbänder

Wann, wo, warum und wie kaufen?

Dem Kauf eines Geräts sollten intensive Recherchen sowie je nach Gesundheits- und Trainingszustand eine Absprache mit dem behandelnden Arzt voraus gehen. Das Trainingsgerät sollte sich individuell an die eigenen Bedürfnisse anpassen lassen. Wer einfach nur hin und wieder seine Kondition aufbessern will, für den sollten hauptsächlich eine gute Verarbeitung, ein leichter Aufbau und eine einfache Handhabung im Fokus stehen. Wer hingegen aus gesundheitlichen Gründen auf das Training am Hometrainer zurückgreift, für den ist eine Zusammenarbeit mit dem Arzt unerlässlich. Doch Achtung: Teuer bedeutet nicht immer auch besser! Gerade besonders hochpreisige Trainingsgeräte eignen sich meist ausschließlich für Profiathleten und sind mit vielen Zusatzfunktionen ausgestattet, die für einen Gelegenheitssportler kaum zu durchblicken sind. Es empfiehlt sich daher der Gang in den Fachhandel und das Gespräch mit dem Verkäufer. Vom Kauf von Discounterprodukten oder Billigware wird abgeraten. Diese Geräte sind meist unhandlich, teuer und haben keine allzu lange Lebensdauer.

Hometrainer

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