Mit Schwung ran an den Schmerz

Faszien-Yoga: Immer schön geschmeidig bleiben!

Faszien-Yoga aktiviert das Bindegewebe. Verklebte Faszien werden so wieder beweglich. Schmerzen verschwinden. Doch wie funktioniert das eigentlich?

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Faszien-Yoga trainiert das Bindegewebe

Dehnen und strecken – aber bitte dynamisch. Faszien-Yoga soll den ganzen Körper in Schwingung bringen.

Es kneift wieder im Rücken. Und steif fühlt sich alles an. Typische Symptome nach einem langen Arbeitstag am Schreibtisch. Das muss nicht immer etwas Ernstes sein. Es können auch die Faszien sein, die einfach durch zu wenig Bewegung verklebt sind. Bekannter sind die Faszien als „Bindegewebe“. Und das durchzieht den gesamten Körper, umhüllt Organe, Nerven und Muskeln. Das Fasziennetz stabiliert den Körper. Wird es jedoch nicht gepflegt, verfilzen die Faszien. Mit Faszien-Yoga können wir dem entgegenwirken und unser Bindegewebe geschmeidig halten.

Was ist Faszien-Yoga?

Viele Yoga-Arten widmen sich intensiv dem Ausharren in einer Position. Daher ist traditionelles Yoga auch als langweilig verschrien. Faszien-Yoga bringt dagegen Bewegung ins Spiel. Viel Bewegung. Denn nichts lieben die Faszien mehr als schwingen, dehnen und federn. Damit werden die tiefer liegenden Bindegewebsstränge aktiviert. Verklebungen lösen sich. Der Körper wird wieder geschmeidiger und beweglicher. Verspannungen verschwinden und damit vielleicht sogar der lästige Rückenschmerz. Faszien-Yoga ist insgesamt eine sehr dynamische Yoga-Variante.
Die Kobra ist eine klassische Übung aus dem Faszien-Yoga

Die „Kobra“ gehört auch beim Faszien-Yoga zum Standardprogramm.

Woraus bestehen Faszien-Übungen?

Ziel des Faszien-Yogas ist eine ganzheitliche Körperreaktivierung durch Streck- und Dehnübungen. Wippende Bewegungen lösen ebenfalls verklebte Faszien. Ihr könnt allerdings auch nachhelfen mit kleinen Hilfsmitteln. Am bekanntesten ist die Faszien-Rolle, die Verspannungen einfach „wegknetet“. Doch die benötigt man noch nicht einmal. Ein einfacher Tennisball hilft bereits bei stark verfilzten Faszien. Einfach mit dem Hintern auf den Tennisball legen und gut durchrollen. Auch die Fußsohlen freuen sich über eine kleine Massage mit dem Tennisball zwischendurch. Da das Fasziennetz den ganzen Körper durchzieht, kann sich dies bereits z.B. positiv auf Nervenschmerzen in Bein oder Hüfte auswirken. Faszientraining geht auch unterwegs: ruhig einmal denen, strecken, auf die Zehenspitzen stellen. Nur nicht zu lange in einer Position ausharren und den ganzen Körper bewegen.

Faszientraining daheim oder im Kurs?

Faszien-Yoga ist nicht so statisch wie traditionelles Yoga. Es kann daher sehr gut den individuellen Bedürfnissen angepasst werden. Wichtig ist bei jeder Yoga-Variante die richtige Haltung. Daher ist ein Yoga-Kurs für Anfänger immer empfehlenswert. Wer dann individuelle Korrekturen in einem Kurs erhält, kann gezielter gegen die „Problemzonen“ vorgehen und riskiert nicht, den eigenen Körper zu überfordern. Daheim ist es zwar eventuell bequemer, doch die Gefahr besteht, sich selbst falsche Haltungen anzugewöhnen und damit Schäden erst herbeizurufen. Wer schon Erfahrung hat mit Yoga, kann auch getrost daheim die Faszien trainieren. Die Übungen selbst unterscheiden sich zu anderen Yoga-Varianten eher wenig. Auf die Kombination und Ausführung kommt es hier an. Lieber langsam steigern. Die Faszien sind ja auch nicht an einem Tag verklebt ...

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Faszienbälle

Anja Schmidt

von

Redakteurin Connected World. Die 156 Apps auf meinem Smartphone nutze ich wirklich. Meine Schwäche: Gadgets und smarte Technik.