Technisch perfekt?

94Fifty: Test des mit Sensoren vollgestopften Basketballs

Ein Technik-Leiter. Zwei knallharte Profis von Alba Berlin. Im eVivam-Test: der mit Sensoren vollgestopfte 94Fifty Smart Sensor Basketball.

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94Fifty Smart Sensor Basketball

Wird Mathias Otten (Technik-Leiter bei COMPUTER BILD, Mitte) dank 94Fifty Smart Sensor Basketball zum Top Scorer? Der Test bringt es ans Licht.

Profis wie Alex Renfroe und Akeem Vargas hatten wohl schon in der Wiege einen Basketball: Mit exaktem Abwurftempo, korrektem Backspin und idealer Flugbahn befördern sie fast jeden Ball spielend leicht ins Netz. Es gibt aber auch Kollegen wie Technik-Leiter Mathias Otten von COMPUTER BILD mit eher sparsamer Trefferquote. Kann ihn eine mit Sensoren vollgestopfte Kugel doch noch zum Top Scorer machen?

Untypisches Spielverhalten

Der Smart Sensor Basketball von 94Fifty entspricht der Größe 7 und eignet sich so auch für offizielle Spiele – theoretisch: Seine Oberfläche sieht zwar griffig aus, fühlt sich aber nicht so an. Und er springt auch nicht wie ein Profi-Modell, das bemängeln Renfroe und Vargas sofort.

Akku, Sensoren und Bluetooth unter der Hülle

Was die beiden Alba-Spieler nicht sehen: Unter der Hülle stecken ein Akku mit vier Stunden Laufzeit sowie sensible Beschleunigungs- und Lagesensoren, die jede Ballbewegung erfassen. Die Daten sendet der Ball per Bluetooth maximal 20 Meter weit ans Smartphone, das mit der App „94Fifty Basketball“ die Auswertung erledigt. Die 148-Megabyte-App gibt es für Android und iOS, aber nicht für Windows Phone.

Auswertung per Smartphone

In der App sieht Otten auf seinem Smartphone, was er fabriziert hat: Ob der Backspin den Ideal-Bereich von 130 bis 150 Umdrehungen pro Minute erreichte und wie viele Dribblings er schaffte. Zudem, wie schnell er den Ball von Renfroe entgegengenommen und dann in den Korb befördert hat („Release Time“). Ob der dann tatsächlich im Netz gelandet ist, muss Otten aber manuell eingeben.

Genaue Auswertung

Leider ist die App komplett auf Englisch, das gilt auch für die sehr detaillierten Videos, in denen Trainer korrekte Würfe, Dribblings oder Backspins kommentieren. Immerhin arbeiten die eingebauten Sensoren sehr präzise, im Test betrugen die Abweichungen bei Dribblings nur rund 5 Prozent, bei der Release Time waren es 15 Prozent und beim Backspin 10 Prozent.

Fazit: 94Fifty Smart Sensor Basketball

Der Smart Sensor Basketball ist eine nette Spielerei – mehr nicht. Denn viel Training mit einem normalen Ball erhöht ebenso die Trefferquote. Und natürlich ist ein Standard-Basketball viel günstiger als der mit 250 Euro sündhaft teure 94Fifty.
Den ausführlichen Test kannst du dir in diesem YouTube-Video anschauen.
Ingolf Leschke

von

Jahrgang 1975; geboren in Frankfurt (Oder). Automatisierungs- und Computertechniker, Studium Wirtschaftsingenieurwesen an der HTWK Leipzig.

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