Swing, move and smile

Smovey Ringe: Schwingender Trend aus Österreich

Theraband und Flexibar waren gestern – jetzt soll ein neues Trainingsgerät den deutschen Fitnessmarkt erobern: Smovey. Das zumindest propagiert der Hersteller aus dem österreichischen Steyr.

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trainieren mit Smovey Ringe

Immer in Bewegung bleiben und die Tiefemuskulatur trainieren – Smovey Ringe helfen dabei.

Smovey Ringe heißen zwei grasgrüne Schläuche aus Kunststoff, in denen vier Stahlkugeln rotieren, wenn man sie schwingt. Sie haben eine ovale Form mit einem Durchmesser von maximal 30 Zentimetern und einem Haltegriff aus Moosgummi. Und so steigert das "Schwing-Ringsystem" laut Herstellerangaben die körperliche Fitness: „Durch die Vorwärtsbewegung, mit einer anschließenden Gegenbewegung, beginnen die vier beweglichen Stahlkugeln, sich als freie Masse zu bewegen. Sie stoßen dabei pulsierend auf die Rillen und Spiralstege des Schlauches und verursachen beim Anwender eine spürbare Vibration in der Handfläche.“ Diese Vibrationen sollen hauptsächlich für den Trainingseffekt verantwortlich sein, weil sie die Tiefenmuskulatur stimulieren.
Dem Training mit den Smovey Ringen sind laut Hersteller kaum Grenzen gesetzt. In der Lieferung enthalten sind ein Begleitheft und eine DVD mit Übungen. Zudem gibt es auf Youtube mittlerweile eine ganze Reihe von Trainingsvideos mit Kurzprogrammen für Einsteiger bis hin zu 30-Minuten-Programmen. Außerdem unterstützen die handlichen Schwingringe, da sie rutschfest und wasserdicht sind, Aquafitness-Übungen. Zum Joggen oder Walking kann man sie auch mitnehmen, kräftigt dadurch den Oberkörper mit und verbrennt mehr Kalorien.
Der Hersteller verspricht, dass das Üben mit den Smoveys unter anderem folgendes bewirkt. Es soll
  • 97 Prozent der Muskulatur aktivieren,
  • das Bindegewebe und den gesamten Körper straffen,
  • den Stoffwechsel und das Verdauungssystem fördern,
  • das Lymphsystem massieren und entlasten,
  • das Immunsystem stärken,
  • Verspannungen in Nacken, Schultern, Rücken lösen,
  • die Knochendichte erhöhen,
  • Stresshormone reduzieren,
  • die Beweglichkeit verbessern,
  • das Gleichgewicht trainieren,
  • Lebensenergie und Lebensfreude steigern.
Entwickelt hat der österreichische Sportler Johann "Salzhans" Salzwimmer die Schwingringe. Er erhielt die Diagnose Parkinson und suchte ein passendes Trainingsgerät, um die Degeneration seines Nervensystems aufzuhalten. Die ersten Schwingringe entwickelte er aus zwei Tennisschlägern. Nach einigen Verbesserungen entstanden die Smoveys. Salzhans gibt an, das er einige Male täglich für fünf bis zehn Minuten seine Smovey-Übungen macht und so seine gesamte Lebensqualität verbessert. Er lebt nun seit 16 Jahren mit Parkinson, geht noch Skifahren und spielt Volleyball.
Laut Hersteller lässt das Training mit Smovey Energie fließen, möglicherweise hilft es gegen Parkinson, Rückenprobleme, Osteoporose, Arthritis, Rheuma, Diabetes, Burnout und Übergewicht. Valide wissenschaftliche Belege gibt es allerdings nicht dafür. Sportliche Aktivität und Bewegung setzen ganz allgemein Energie frei und helfen gegen die genannten Krankheiten oder verbessern ihre Symptome.
Smovey-Ringe kosten 99,90 Euro. Das ist ein stolzer Preis für zwei Schläuche, in denen jeweils vier Kugeln stecken. Sie erwerben sie über das Internet, beispielsweise über amazon oder direkt beim Hersteller. Der hat zudem noch ein Vertriebsnetz über seine selbst ausgebildeten und lizensierten Smovey-Instruktoren aufgebaut. Diese veranstalten Workshops, zeigen Übungen und verkaufen in diesem Rahmen die grünen Ringe.

Smoveys

Katrin Hoerner

von

Wissen hilft, gesund zu bleiben.