Schraubst du noch oder fährst du schon?

Ab August: Ikea bringt ein Fahrrad namens Sladda

Keine Bange, dieses Fahrrad kommt ohne Bauanleitung aus. Es wird mitsamt spannender Technik zu einem guten Preis zu haben sein.

Datum:
Fahrrad Ikea Sladda ab August 2016

Das Sladda mit einem Anhänger (wird ohne verkauft).

Was sich bereits angedeutet hatte, nachdem Ikea dafür den weltweit renommiertesten Designpreis von Red Dot einheimste, ist nun offiziell bestätigt worden. Ab 1. August 2016 wird es in den Filialen den Drahtesel – der auf den Namen Sladda hört – zu kaufen geben.

Wer den Normalpreis zahlt, ist selbst Schuld!

Das 28 Zoll große Sladda schieben Sie für 799 Euro durch die Ikea-Kasse Richtung Hot-Dog-Stand. Die 26-Zoll-Version ist 20 Euro günstiger, aber sparen lässt sich woanders: Für Ikea-Family-Mitglieder („Familienkarte“) kostet Sladda nur 499 bzw. 479 Euro. Dabei kostet die Ikea-Mitgliedschaft nichts. Wer sich für das Rad interessiert, hat also wohl keine Wahl und wird spätesten dann Ikea-Family-Mitglied. Sladda ist das erste Fahrrad, das filialweit von Ikea angeboten wird.

Riemen

Anstelle einer herkömmlichen Kette wurde ein Riemenantrieb eingesetzt, der laut Ikea 15.000 km ohne Wartung hält. Kettenantriebe müssen hingegen gewartet, gepflegt und einzelne Kettenglieder wollen ersetzt werden.
Fahrrad Sladda von Ikea - Der Riemenantrieb

Der Riemenantrieb hält 15.000 Kilometer ohne Wartung.

Rahmen und Schaltung

Der Rahmen ist aus Aluminium und soll mit 25 Jahren Garantie kommen. Er wird in zwei Größen mit 26 und 28 Zoll angeboten. Die Form ist eine Mischung aus Damen- und Herrenrad (unisex). Die Anhängervorrichtung soll so konstruiert sein, dass beliebige Anhängermodelle angekuppelt werden können. Ikea spricht von einem „Klicksystem“ mit dem sich Sladda auch um einen Korb, Gepäckträger oder Kindersitz erweitern lässt. Geschaltet wird automatisch mit einer 2-Gang Automatix Nabe von sram.
Fahrrad Ikea Sladda - die Automatix Nabe von sram

Die Nabe mit Zweigangschaltung von Sram mit seniorenfreundlichem Rücktritt.

Bremsen und Licht

Gebremst wird vorne mit einer Scheibenbremse, hinten wird mit dem klassischen Rücktritt. Die Scheibenbremse ist ein mechanisches System und eher aus dem günstigen Regal. Das gilt auch für die Beleuchtung. Auf Bildern ist davon gar nichts zu sehen, aber laut Ikea wird ein batteriebetriebenes Set mit ausgeliefert. Ein Nabendynamo und eine fest installierte Beleuchtung wäre die alltagstauglichere Ausstattung.
Fahrrad Sladda von Ikea - Scheibenbremsen

Vorne Scheibenbremsen, hinten Rücktrittbremse.

Verkaufsschlager?

Obwohl mittlerweile schon schicke eBikes für 400 Euro ihre Schatten vorauswerfen, das Ikea-Paket riecht nach einem Verkaufsschlager. Da wird sich die Radkonkurrenz warm anziehen dürfen, zumal Modelle mit Riemenantrieb gut und gerne über 1.000 Euro kosten, dann aber eben auch meist mit Federgabel und vernünftiger Beleuchtung. Überhaupt ist das Ikea-Rad längst nicht für jeden geeignet. Die Zweigang-Automatik ist wenig sportlich. Sladda spricht eher die typischen Hollandrad-Käufer an. Die weitestgehende Verschleißfreiheit und damit womöglich die Dauerhaltbarkeit spricht für schwedische Qualitäten. Es sei denn, das Rad macht wie die Billigmöbel des Möbelriesen den zweiten Umzug auch nicht mit, dann wird es eine absolute Niete.

Galerie: Faszination Radfahren: Über 50 Fahrradmodelle

Übrigens, das Designhaus Veryday hat im Auftrag von Ikea das Radl entworfen. Die Designer haben u.a. vormals für den Autohersteller Koenigsegg Designentwürfe abgeliefert, woraus ein echtes Monster entstanden war:
Koenigsegg Agera

Der Koenigsegg Agera mit 960 PS, in 8 Sekunden auf 200 km/h.

Ein schöner Kontrast zur Aussage: „Sladda ermöglicht es dem Anwender, das Auto zu ersetzen und dadurch zu einer umweltfreundlichen Umgebung beizutragen.
Dem sei nichts mehr hinzuzufügen!
Wer jetzt Lust auf Räder bekommen hat, dem sei der Artikel Faszination Radfahren ans Herz gelegt.

Galerie: Fahrrad-Hits bei Amazon: Dieses Zubehör darf nicht fehlen

Robert Basic

von

Seine Passion sind Menschen, sein Antrieb ist die Neugier.

Michael Huch

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Redakteur und Content Manager, interessiert sich für Technik und mag Dinge, die den Alltag erleichtern. Egal ob unterwegs, im Garten oder der Küche.

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