Studien belegen Wirkung

Zink: Wunderwaffe gegen Erkältung

Leichtes Kratzen im Hals ist nie ein gutes Zeichen – da ist wohl eine Erkältung im Anmarsch. Schnell eine heiße Zitrone mit viel Vitamin C schlürfen? Das schmeckt zwar, aber ein anderes Mittel hilft besser: Zink.

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Nüsse und Samen enthalten viel Zink

Natürlicher Gesundmacher: Zink stärkt den Körper und schützt effektiv vor Erkältungen.

Erkältungen nerven und dauern eine gefühlte Ewigkeit. „Drei Tage kommt sie, drei Tage bleibt sie, drei Tage geht sie”, heißt es landläufig. Neun Tage flach liegen wegen Erkältung – das braucht wirklich niemand, zumal es Hausmittel zur Genüge gibt. Manch eins ist effektiver, manch eins weniger. Auf dem ersten Platz der mutmaßlichen Erkältungskiller: Vitamin C. Oft in der Form von heißem Zitronensaft konsumiert, ist es ein wahrer Klassiker. Leider bringt das jedoch fast gar nichts: Unzählige Studien belegen, dass Vitamin C den Genesungsprozess nicht beschleunigt. Mit diesem Wirkstoff lässt sich zwar immerhin abnehmen, aber seine Heilungskraft ist nur eine von vielen falschen volkstümlichen Weisheiten.

Galerie: Diese Volksweisheiten sind falsch

Erkältungen mit Zink schneller besiegen

Zink als Nahrungsergänzung

Keine Chance für Mangelerscheinungen: Zink-Boost aus der Tablette.


Anders als bei Vitamin C ist der Effekt von Zink erwiesen – es gilt sogar als wahres Wundermittel bei Erkältungen. Forschungen belegen: Mit diesem Mineralstoff geht die Erkältung schneller vorbei. Wenn Sie schon bei den ersten Krankheitssymptomen innerhalb der ersten 24 Stunden Zink zu sich nehmen, sind Sie einen ganzen Tag schneller gesund – immerhin! Darüber hinaus lindert Zink, beispielsweise als Lutschtablette konsumiert, angeblich eine ganze Schar von Symptomen. Halsschmerzen, Husten, Schnupfen und Niesattacken? Finnische Forscher sind sich sicher: Bei einer hohen Zink-Dosierung von etwa 80 Milligramm pro Tag gehen die Anzeichen deutlich zurück. Damit es gar nicht erst soweit kommt, lohnt sich eine präventive Einnahme des Spurenelements: Wer regelmäßig Zink zu sich nimmt, verringert das Risiko einer Erkrankung um mehr als ein sagenhaftes Drittel. Kein anderes Spurenelement hat nachweislich einen so großen Einfluss auf das Erkrankungsrisiko.
Erik Schulze

„In meinen Augen gibt es nur zwei sinnvolle Nahrungsergänzungsmittel: Vitamin B12 in einer vegan-vegetarischen Ernährung – und eben Zink. Noch nie waren Erkältungen so selten und vergleichsweise mild.“

Erik J. Schulze,

Zink: Allzweckwaffe gegen Herpes, Kratzer & Co.

Zink ist im Körper unersetzlich: Es spielt eine wichtige Rolle im Stoffwechsel und ist Bestandteil sowie Aktivator hunderter Enzyme und Hormone. Besonders wenn die Immunabwehr viel zu tun hat, beispielsweise bei Stress oder einer drohenden Erkrankung, bleibt der Körper mit der Hilfe von Zink stark. Lippenherpes oder Menstruationsbeschwerden begegnen Sie ebenfalls mit seinen heilenden Eigenschaften. Doch nicht nur von innen heraus ist Zink ein wertvoller Helfer: In Apotheken und Internetversandhäusern wie Amazon finden Sie eine große Auswahl von Zinksalben, die Kratzer, Schürfwunden und Schnitte schneller heilen lassen. Besonders praktisch: Problematische Haut mit Akne, Neurodermitis oder Schuppenflechte profitiert immens von den regenerativen und entzündungslindernden Eigenschaften des Wirkstoffes. Auch Sportler sollten auf eine ausreichende Versorgung achten: Muskelaufbau, Regenerationsphasen und Zellwachstum verbrauchen eine erhöhte Menge an Zink – gleichzeitig schwitzt man bei einem harten Training bis zu einem Fünftel des täglichen Bedarfs wieder aus.

Zinkmangel: Folgen und Ursachen

Austern liefern Zink

Unangefochtener Spitzenreiter: Kein anderes Lebensmittel liefert mehr Zink als Austern.


Zinkmangel ist nicht angenehm und im schlimmsten Fall sogar folgenschwer: Müdigkeit, Haarausfall, trockene und rissige Haut, Schwächung von Immunsystem und Leistungsfähigkeit – das sind nur einige der bekannten Symptome für ungenügend Zink im Körper. Auch wenn Sie plötzlich nachtblind sind, unter Stimmungsschwankungen leiden und weniger Lust auf Sex haben, ist ein Mangel am hilfreichen Spurenelement denkbar. Besondere Vorsicht gilt bei Kindern: Eine dramatische Unterversorgung stört das Wachstum. Zinkmangel geht auf verschiedene Ursachen zurück. So haben etwa Sportler, Schwangere oder Raucher einen erhöhten Bedarf – und auch Krankheiten wie Leberzirrhose (Schrumpfleber) oder Diabetes wirken sich negativ auf den Zinkhaushalt aus. Damit sich keine negativen Effekte ergeben, empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) erwachsenen Frauen und Männern jeweils etwa 7 und 10 Milligramm pro Tag; Babys und Kinder benötigen je nach Alter zwischen 2 und 9 Milligramm. Aber Achtung: Für die erkältungslindernden Effekte bei einer bereits eingetretenen Krankheit liegt der Tagesbedarf einigen Studien zufolge mit 75 Milligramm deutlich höher – wobei sich die Wissenschaft hier uneins ist. Um auf die DGE-Werte zu kommen, lässt sich Zink über viele Möglichkeiten in die alltägliche Ernährung integrieren.

Diese Lebensmittel liefern Zink

Lebensmittel

Zinkgehalt pro 100 g

Austern

80 mg

Mohn

10 mg

Kürbiskerne

7 mg

Getrocknete Pfifferlinge

6,3

Emmentaler Käse

4,7 mg

Rindfleisch

4,4 mg

Haferflocken

4 mg

Paranüsse

4 mg

Getrocknete Linsen

3,7 mg

Geröstete Erdnüsse

3,4 mg

Überdosierung: Kaum möglich

Eine Überdosierung von Zink ist bei normaler Ernährung kaum möglich: Erst ab über 100 Milligramm am Tag sind Nebenwirkungen zu erwarten. Bei deutlich höheren Dosierungen ist sogar eine Zinkvergiftung möglich: Dazu gehören Magenkrämpfe, Durchfall und Erbrechen. Aber noch einmal: Bei einer ausgewogenen Ernährung und einer wohl dosierten Nahrungsergänzung scheidet der menschliche Körper einen möglichen Überschuss des Spurenelements einfach aus. Im Zweifel: 25 Milligramm am Tag sind in jedem Fall vollkommen unbedenklich.

Empfehlung: Schlagen Sie zu!

Es ist für jeden, der eine ausgewogene Ernährung verfolgt, absolut empfehlenswert, auch auf zinkhaltige Zutaten zu achten. Gerade in angespannten Lebensphasen ist es sogar ratsam, das Spurenelement mithilfe von Nahrungsergänzungsmitteln gezielt aufzunehmen (supplementieren). Ihr Körper ist Ihnen dankbar und belohnt die Extrapflege mit deutlich selteneren und weniger anstrengenden Erkältungen. Die Liste der Vorteile ist lang, die möglicher Nachteile kurz. Worauf warten Sie also – probieren Sie es aus!

Zinktabletten