Toast und Marmelade lieber separat?

Diese Lebensmittel solltest du besser nicht kombinieren

Wenn man bestimmte Nahrungsmittel richtig kombiniert, können wir von ihrer positiven Wirkung auf den Körper profitieren. Doch auch das Gegenteil ist möglich.

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Marmeladenbrot

Sowohl Weißbrot (Toast) als auch Marmelade beinhalten hauptsächlich einfache Kohlenhydrate, die den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen und wieder abfallen lassen. Zusammen ist das leider doppelt sündhaft.

Generell gilt: Je weniger verschiedene Lebensmittel wir miteinander kombinieren, desto besser für unsere Verdauung. Dass man einige Produkte aber am besten gar nicht zusammen essen sollte, kann ganz unterschiedliche Gründe haben. In der Regel hemmt das eine Produkt die positive Wirkung des jeweils anderen oder sie sorgen in Kombination dafür, dass der Körper negativ auf sie reagiert. So lassen etwa große Mengen an Kohlenhydraten den Blutzuckerspiegel stark ansteigen. Kombiniert man dann zwei ohnehin schon kohlenhydrathaltige Speisen, ergibt das zusammen einen ungesunden Überschuss. Von welchen geläufigen Genusskombinationen du im Alltag also besser die Finger lassen solltest, verrät dir eVivam in diesem Special.

Galerie: So kombinierst du Lebensmittel richtig

Heißhunger und Völlegefühl durch Lebensmittelkombinationen

Bleiben wir zunächst bei dem Beispiel Kohlenhydrate. Wenn du dich jeden Morgen auf dein Marmeladentoast freust, wird dich die nun folgende Info möglicherweise ein wenig traurig machen: Geröstetes Weißbrot und süße Marmelade sind eine Kombination, die alles andere als gesund für den Körper ist. In beiden Produkten sind einfache Kohlenhydrate enthalten, die den Blutzuckerspiegel zwar schnell ansteigen, aber ebenso schnell auch wieder fallen lassen. Die Folge: Schon bald meldet sich dein Gehirn mit einer Heißhungerattacke zu Wort. Viel besser: Greife statt auf Weißbrot auf Vollkornbrot zurück. Aufgrund der komplexeren Kohlenhydratstruktur sättigt es länger und die Heißhungerattacke bleibt aus.
Das genaue Gegenteil tritt bei der Kombination aus Bier und Burger ein: Hier lässt das Völlegefühl nicht lange auf sich warten, doch der Grund ist unerfreulich. Da zuerst der Alkohol in deinem Körper abgebaut wird, landet das im Burger enthaltene Fett direkt auf den Hüften. Erst wenn der Körper den Alkohol abgebaut hat, macht er sich an die Fettverbrennung. Diese verlangsamte Verdauung ist für uns nicht nur unangenehm, sie hat auch weitreichende Folgen. Oft fühlen wir uns noch einen Tag später matt und träge – ganz zu schweigen davon, dass man bei übermäßigem Genuss von Alkohol und Burgern auch mit Übergewicht zu kämpfen haben wird.
Schwarztee mit Milch

Wir geben gerne etwas Milch in unseren Schwarztee. Doch leider wird die Wirkung der gesunden Antioxidantien im Tee durch die Proteine in der Milch gehemmt.

Achte darauf, mit was du Alkohol kombinierst!

Bleiben wir doch noch beim Verzehr alkoholischer Genussmittel. Um sich nach einer durchzechten Nacht wieder auf Vordermann zu bringen, greifen morgens viele zu ihrer gewöhnlichen Tasse Kaffee. Das kann allerdings fatale Folgen haben – erst recht dann, wenn der Restalkohol noch nicht vollständig abgebaut wurde. Der vom Koffein ausgelöste Energieschub kann dafür sorgen, dass die Wirkung des Alkohols nicht mehr oder nur noch verfälscht wahrgenommen wird. Dasselbe gilt übrigens auch für Trendgetränke wie Wodka Red Bull, die den schnellen Koffeinkick mit dem Rausch des Alkohols kombinieren. Greife nach dem übermäßigen Genuss von Alkohol also besser zu Tee oder Milch.
Doch Achtung: Auch hierbei kann man Fehler machen! Schwarzer Tee ist reich an gesunden Antioxidantien, die dazu beitragen, den Körper zu entgiften. Um diese Wirkung nicht zunichte zu machen, sollte man auf die Beigabe von Milch verzichten. Die darin enthaltenen Proteine binden die Antioxidantien und verhindern so ihre Aufnahme in den Körper. Ebenfalls nicht mit Alkohol – genauer: Rotwein – genossen werden sollten Linsen, da durch die im Wein erhaltenen Gerbstoffe die Aufnahme des Eisens aus den Hülsenfrüchten gehemmt wird.

Ungünstige Kombinationen können die Aufnahme von Vitaminen verhindern

Wir alle wissen, dass frisches Obst und Gemüse vor allem deshalb gut für unseren Körper sind, weil wir durch sie reichlich Vitamine aufnehmen. Was viele allerdings nicht bedenken: Damit wir die Vitamine überhaupt aufnehmen und verwerten können, braucht ein Großteil dieser Nahrungsmittel Fett, da die in ihnen enthaltenen Vitamine fettlöslich sind. Wenn du beim Genuss von Gemüse und Obst vollkommen auf Fette verzichtest, etwa indem du bevorzugt zu fettfreien Salatdressings greifst, hinderst du deinen Körper an der Aufnahme der Vitamine. Verzichte daher nicht komplett auf Fette. Du musst deinen Salat ja nicht in Öl ertränken! Blattsalat mit fettfreiem Dressing hat zwar tatsächlich so gut wie kein Fett, er sättigt allerdings auch kaum und seine gesunde Wirkung verpufft.
Antje Wessels

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Schreiben ist seit jeher meine große Leidenschaft. Es ermöglicht mir, mein Wissen aus den unterschiedlichsten Lebensbereichen mit dem Leser zu teilen und ihm so regelmäßig neue, faszinierende Erkenntnisse mit auf den Weg zu geben.