Isodrink der Stars

Kokoswasser: Wundergetränk oder überteuerter Hype?

Die Stars fahren voll drauf ab. Rihanna trinkt es, Sienna Miller auch. Madonna hat sogar Anteile einer Firma gekauft. Die Rede ist von Kokoswasser. Ist es so toll, wie behauptet wird?

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Kokoswasser: Isotonisch und lecker oder übertriebener Hype?

Erfrischend und isotonisch soll Kokoswasser sein. Ist das so? eVivam hat nachgehakt.

Nicht nur die Stars, Profi- und Freizeitsportler greifen gern auf Kokoswasser als Erfrischungsgetränk zurück. Es ist isotonisch und hat wenig Kalorien. Damit ist es den üblichen, häufig überzuckerten Erfrischungsgetränken überlegen. Nach Kokosöl kommt nun offenbar der nächste Hit aus der hohlen Nuss. Hat Kokoswasser also das Zeug zum Fitness- und Diät-Drink?

Kokoswasser intravenös!

Zunächst einmal wird Kokoswasser eine isotonische Wirkung zugesprochen. Isotonisch bedeutet, dass das Verhältnis von Nährstoffen (unter anderem Vitamine, Proteine und Fette) zur Flüssigkeit in etwa dem des menschlichen Blutes entspricht. Das trifft auf Kokoswasser tatsächlich zu. Deshalb wird in vielen tropischen Ländern Kokoswasser in Notfällen auch als Infusionsflüssigkeit genutzt (in Deutschland wird üblicherweise Kochsalzlösung verwendet). Für Sportler ist Kokoswasser daher eine echte Alternative zu herkömmlichen isotonischen Getränken.
Kokoswasser: Isotonisch und lecker oder übertriebener Hype?

So trinkt man Kokoswasser authentisch: Mit einem Strohhalm direkt aus der noch grünen Frucht.

Kokoswasser ist nicht Kokosmilch

Bei Kokos denken viele Menschen an eine weiße Flüssigkeit, die Kokosmilch. Allerdings wird Kokosmilch aus dem Fruchtfleisch der reifen Kokosnuss gewonnen. Kokoswasser kommt hingegen aus der noch unreifen Kokosnuss und klar wie normales Wasser. Der Geschmack von Kokoswasser ist sehr zurückhaltend. Im Laufe des Reifeprozesses nimmt die Kokosnuss immer mehr vom Kokoswasser auf, so dass das Fruchtfleisch später so dick und saftig ist, wie wir es kennen. Um allerdings an das Trend-Getränk zu kommen, muss die grüne Kokosnuss noch unreif abgeerntet werden. Das Wasser wird dann quasi abgezapft. Kein Wunder also, dass Kokoswasser teurer ist, als Quellwasser: Der Liter kostet etwa zwischen 3 und 10 Euro – aber immerhin noch günstiger als eine Maß Bier.

Kokoswasser als Diät-Drink?

Kokoswasser werden jede Menge positive Eigenschaften nachgesagt. Gut für das Herz soll es sein, auch Krebs soll es vorbeugen, und Nierensteinen und Magengeschwüren und, und, und ... All diese Eigenschaften klingen toll, sind bisher aber noch nicht wissenschaftlich bewiesen. Belegt ist dagegen, dass Kokoswasser relativ wenig Kalorien enthält. Allerdings liegen 20 bis 60 Kalorien pro 100 ml schon auf Saft- und Softdrink-Niveau. Als Wasserersatz oder Diät-Drink ist Kokoswasser also nicht nur aufgrund der Kosten ungeeignet. Besser als Cola oder Limo ist es aber allemal.

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Fazit

Als Sportler-Drink ist Kokoswasser eine Alternative zu herkömmlichen isotonischen Produkten. Zum Abnehmen eignet sich der spritzige Durstlöscher nur bedingt. Wer dem Trend der Stars folgen möchte, kann dies ungeniert tun. Bist du bereit etwas mehr Geld auszugeben, bekommst du ein leckeres und vergleichsweise gesundes Getränk. Eiskalt aus dem Kühlschrank schmeckt Kokoswasser am besten.

Kokoswasser

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