Weg mit Bauch

Fasten tut auch Männern gut – es macht schlank und klärt den Geist

Fasten ist zunehmend ein Thema, das auch Männer bewegt. Denn Fasten ist mehr als nur der Verzicht auf feste oder eine bestimmte Nahrung. Fasten verändert auch die innere Haltung. Wir geben einige Tipps.

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Männer mit Bauch, Apfel und Burger

Apfel oder Burger? Während einer Fastenkur gehen Sie Versuchungen besser aus dem Weg

Etwas für den Körper tun, den Bauch wegtrainieren, Muskeln aufbauen – das ist schon immer ein Männerding. Zunehmend beschäftigt sich das starke Geschlecht aber nicht mehr nur damit, wie Mann den Körper äußerlich aufbaut, sondern auch damit, was Mann – außer vielleicht ein paar Kraftpillen – in ihn hineinfüllt. Fasten ist inzwischen auch ein Männerthema. Oder wieder eines geworden. Denn Fasten ist so alt wie die Menschheitsgeschichte. Unsere Vorfahren in der Steinzeit fasteten zwangsweise, wenn sie mal wieder einige Wochen kein Wild erlegten. Fast alle Religionen kennen das Fasten, die Katholiken vor Ostern, die Juden am Jom-Kippur-Tag und die Moslems im Ramadan.

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Was ist Fasten?

Fasten ist der bewusste Verzicht auf feste Nahrung für einen begrenzten Zeitraum. Medizinisch ist die wohltuende Wirkung des Fastens umstritten. Lange bezweifelten Forscher, ob wir durch Fasten tatsächlich gesund abnehmen. Experimente mit Mäusen oder Affen haben aber nun gezeigt, dass zeitweilige Nahrungsunterbrechungen möglicherweise Übergewicht verhüten und auch eine positive Wirkung auf Herz und Kreislauf haben. Es gibt Fastenkuren, mit denen Sie innerhalb kurzer Zeit viel Gewicht verlieren können. Allerdings bleibt der Erfolg nur, wenn Sie nach der Zeit des Fastens auch Ihre Ernährung verändern. Bevor Sie eine Fastenkur beginnen, klären Sie mit Ihrem Arzt, ob es gesundheitliche Bedenken dagegen gibt. Bestimmte Medikamente und Erkrankungen schließen eine Fastenkur aus. Wie sinnvoll das Heilfasten oder Nulldiäten sind, lesen Sie in unserem Ratgeber Heilfasten – Trendquatsch oder sinnvolle Detoxkur? und Fasten mit der Nulldiät – eine gute Idee?

Wie geht Fasten?

Sie haben die Wahl zwischen einer radikalen Fastenkur etwa nach Buchinger oder moderaten Kuren, zu denen das Intervall-Fasten gehört. Den Erfolg einer Fastenkur erhöhen Sie, wenn Sie Ihren Körper auf die eigentliche Fastenzeit vorbereiten. Fastenkuren bestehen in der Regel aus drei Phasen:
  • Die Entlastungsphase, in der Sie, drei Tage bevor Sie mit dem Fasten starten, damit beginnen, sich auf die eigentliche Fastenkur vorzubereiten. Sie nehmen leichtere Nahrung zu sich, verzichten auf Süßigkeiten, fette Speisen und Alkohol.
  • Die Fastenphase, in der Sie nach den Regeln der von Ihnen gewählten Fastenkur vorgehen und mindestens 2 bis 3 Liter Flüssigkeit täglich trinken. Denn der Körper ist in der Lage viele Tage ohne feste Nahrung zu leben, solange Sie genügend trinken.
  • Die Aufbauphase, in der Sie sich langsam wieder an eine alltägliche Ernährung gewöhnen und – im Idealfall – Ihre Ernährung so umstellen, dass Sie ausreichend Gemüse, Salate, Obst und vollwertige Nahrungsmittel zu sich nehmen.
Wem Fasten alleine zu langweilig ist, der kann beim Fastenwandern Ruhe und neue Energie tanken.

Intervallfasten – längere Essenspausen einlegen

Beim Intervallfasten fasten Sie strikt, aber nur für einige Stunden. Futtern Sie sich nicht durch den Tag, sondern versuchen Sie, nur alle fünf Stunden eine Mahlzeit zu sich zu nehmen. Zum Beispiel morgens um acht, mittags um eins und abends um sechs. Sie können auch einen Tag in der Woche bis abends fasten oder mehrere Tage im Monat. Die positiven Wirkungen des intermittierenden Fastens (unterbrochenen Fastens) auf unseren Stoffwechsel erklären sich Forscher mit dem Absinken der Blutfett- und Blutzuckerspiegel. In der Regel verlieren Sie beim Intervallfasten ohnehin an Gewicht. Sie reduzieren es aber zusätzlich, indem Sie an diesen Tagen auf Alkohol verzichten und auf eine leichte Ernährung achten. Anregungen für gesunde Lebensmittel finden Sie im eVivam-Ratgeber Gesund abnehmen.

Heilfasten nach Buchinger

In der Naturheilkunde gehört Fasten zu den etablierten Heilmethoden, am bekanntesten ist das Heilfasten nach Otto Buchinger (1878-1966). Dabei nehmen Sie nur Gemüsebrühe, Säfte und Tees zu sich. Der Vorteil dieser Fastenkur: Sie erhalten über den Tag verteilt über verschiedene Flüssigkeiten etwa 500 Kalorien, was die Grundversorgung sichert. Die Kur beginnt mit einer kompletten Darmentleerung – etwa mit Hilfe von Glauber-Salz – und dauert fünf Tage. Morgens trinken Sie Kräutertee mit Honig, mittags gibt es Gemüsebrühe oder Gemüsesaft, nachmittags Kräutertee und abends wieder Gemüsebrühe oder Obstsaft. Eine genaue Beschreibung des Heilfastens nach Buchinger lesen Sie unter Fasten nach Buchinger.

Fasten und zur Ruhe kommen

Ein wichtiger Aspekt des Fastens ist, dass Sie nicht nur Ihrem Körper, sondern auch Ihrer Seele etwas Gutes tun.
  • Versuchen Sie an den Fastentagen möglichst viel Ruhe in Ihren Alltag zu bringen.
  • Bewegen Sie sich viel an der frischen Luft und machen Sie Entspannungsübungen, Meditation oder Fitnessyoga.
  • Fahren Sie in den Fastentagen Ihren Medienkonsum zurück, verzichten Sie auf Computerspiele und Konsolen, reduzieren Sie den Gebrauch Ihres Smartphones.

Fasten stärkt die Selbstdisziplin

Nehmen Sie an Ihren Fastentagen nur die wichtigsten geschäftlichen Termine wahr, setzen Sie Prioritäten. Erledigen Sie das, was wirklich wichtig ist, und gönnen Sie sich etwas Entschleunigung in Ihrem Berufsalltag. Wenn Sie sich beruflich zum Essen verabreden, dann bestellen Sie sich nur einen Tee oder ein Mineralwasser und erklären Ihren Geschäftspartnern, dass Sie gerade fasten. Das beeindruckt. Sie signalisieren damit Gesundheitsbewusstsein – und auch Selbstdisziplin. Denn in einem sind sich Mediziner einig, selbst wenn Sie nicht von der Wirkung des Fastens überzeugt sind: Eine Fastenkur hat den positiven Effekt, dass sie unsere Selbstdisziplin fördert. Was sich auch auf andere Bereiche unseres Alltags überträgt.

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Silke Orth

von

Mein Motto: Wissen ist die beste Medizin.

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