Eiweiß- und Fitnessriegel

Der Energiekick für zwischendurch

Zu Schulzeiten war es das unbeliebte Pendant zum Schokoriegel. Heute stehen Eiweiß- und Fitnessriegel hoch im Kurs. Sie gelten als gesunde Alternative zu Süßigkeiten, sind figurfreundlich und sollen obendrein für einen Energiekick sorgen. Doch stimmen die Mythen?

Datum:
Energieriegel

Ob selbstgemacht, aus dem Sportfachgeschäft oder aus dem Supermarkt: Müsli- und Energieriegel sorgen für den schnellen Energiekick zwischendurch.

Es gibt sie in vielen verschiedenen Sorten, mit Früchten, Nüssen, mit Honig oder Schokolade. Man kann zu Varianten ohne Zucker greifen, für Sportler gibt es solche mit extra viel Eiweiß und wer es exotisch mag, der greift zu Kokosnuss oder Himbeerjoghurt. Doch was auf den ersten Blick so gesund klingt, ist in Wahrheit nicht mehr als eine gesund aussehende Süßigkeit, bei der – wie sonst auch – die Masse den Unterschied macht. Wer viele Fitnessriegel zu sich nimmt, der wird das früher oder später auch auf der Waage spüren.

Fitnessriegel: Das ist drin

Für ernährungsbewusste Konsumenten, die zwischendurch gern zu einem Fitnessriegel greifen, sind die Erkenntnisse, zu denen englische Forscher bereits im Frühjahr 2001 kamen, möglicherweise erschreckend: Die aus eigentlich so gesunden Zutaten bestehenden Müsliriegel sind alles andere als ein vollwertiger Nahrungsersatz. Mit ihrem enormen Anteil an verschiedenen Fetten, Zucker und Zusatzstoffen gehören Müsliriegel in die Kategorie „Süßigkeiten“. Wenn man sich die vielen verschiedenen Sorten ansieht, die häufig nicht ohne Schokolade, Honig oder Joghurt auskommen, ist das kein Wunder. Trotzdem sind gerade Markenprodukte etablierter Firmen auch reich an Vitaminen, Mineralien, Eisen und Calcium. Es ist also nicht gefährlich, hin und wieder zu Powerriegeln zu greifen. Gerade im Bereich der Sporternährung wurde in den letzten Jahren viel Forscheraufwand betrieben, um die kleinen Leckerbissen mit Eiweiß und gesunden Inhaltsstoffen anzureichern, die für den schnellen Energiekick sorgen. Wer sich hingegen ausschließlich davon ernährt oder denkt, der ein oder andere Riegel als Zwischenmahlzeit würde nicht auf die Hüften schlagen, muss sich von dieser Wunschvorstellung verabschieden.
Feigenbrot

Selbstgemacht mit Feigen wird aus einem Müsliriegel rasch eine gesunde Zwischenmahlzeit.

Fitnessriegel sind Kalorienbomben

Wer sich einmal aufmerksam die Inhaltsstoffe eines Müsliriegels durchliest, der entdeckt, dass die Naschereien ungeheuer viel Zucker enthalten. Das erkennt man meist nicht auf den ersten Blick. Begriffe wie Fruchtzucker, Maltose, Sirup, Honig oder Trockenfrüchte signalisieren entweder gesunde Bestandteile oder sind nicht bekannt und damit nicht als Unterart des Zuckers zu identifizieren. Außerdem enthalten gerade Nüsse – ein Hauptbestandteil vieler Riegel – besonders viel Fett. Es ist also keine Seltenheit, dass ein 25-Gramm-Riegel auf einen Wert von 130 Kalorien kommt. Das ist vergleichbar mit dem Wert einer Tafel Bitterschokolade und damit keine gesunde Nasch-Alternative. Da Fitnessriegel aber zugleich gute Energielieferanten sind, eignen sich die süßen Naschereien perfekt für Sportveranstaltungen oder Wanderungen. Doch auch hier gehört frisches Obst zur wirklich gesunden Alternative.

Fitnessriegel selbst gemacht

Wie das bei vielen Fertigspeisen so ist, lässt sich auch ein Müsliriegel einfach selbst machen. Dies hat den Vorteil, dass man als Konsument die Zutaten im Auge hat und genau bestimmen kann, was in die Zwischenmahlzeit hinein soll und was besser weg bleibt. Besonders für Sportler ist der Proteinriegel geeignet, da das Eiweiß den Muskelaufbau unterstützt. Für den Teig eines Backblechs drei Eier vermischen. Hinzu kommen 100 Gramm Haferflocken und 350 Gramm Magerquark. Anschließend die Zutaten mit 30 Gramm Haselnüssen vermengen. Je nach Belieben kann man auch noch 30 Gramm Cranberries hinzufügen. Um das Ganze noch ein wenig süßer zu machen, lässt sich auch noch ein Esslöffel Honig oder Agavensirup unter die Masse rühren. Anschließend die Mischung aufs Backblech geben, 15 bis 20 Minuten bei 170 Grad backen und nach dem Abkühlen in Riegelform schneiden. Guten Appetit!

Kommentare

Die Technik der Kommentarfunktion „DISQUS“ wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.