Für Bierliebhaber

Die verrücktesten Craft-Beer-Sorten

Craft Beer ist in aller Munde. Und das zu Recht, denn was von den verschiedenen Brauereien angepriesen wird, entpuppt sich als eine wahre Fundgrube der unterschiedlichsten Geschmäcker.

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Verrückte Craft Beer Sorten

Man sieht es nicht, doch manche Craft-Beer-Sorten haben die verrücktesten Geschmacksrichtungen.

Schon seit Jahren stagniert in Deutschland der Pro-Kopf-Verbrauch von Bier. Tschechien und Österreich haben uns längst überholt, Estland liegt ganz knapp hinter uns. Für solch eine stolze Biertrinker-Nation wie Deutschland ist dies natürlich nicht hinnehmbar. Deshalb werkeln findige Brauer auch schon seit Jahren nicht nur an neuen Biersorten, sondern auch am Image des Bieres. Edler soll es werden, erlesen. Und vor allem sollen die neuen Craft-Beer-Sorten ein einzigartiges Geschmackserlebnis bieten. Damit dies gelingt, lassen sich immer mehr Brauereien teilweise sehr verrückte Geschmacksrichtungen einfallen. Wie wäre es beispielsweise mit einem Chili-Bier? Oder einem Schokoladen-Bier? Du wirst kaum glauben, welch verrückte Biersorten es gibt.

Von Absinth bis Ziegenhirn

Wer bei Craft-Bier nur an Lager oder Pale Ale denkt, der ist auf der völlig falschen Spur. Zwar erfreuen sich auch diese Biersorten immer größerer Beliebtheit, der wahre Bierliebhaber denkt aber schon einen Schritt weiter. Tatsächlich ist die Liste der verrückten Biere lang. So versetzte die Brauerei Dockstreet Brewing aus Philadelphia zum letztjährigen Staffelfinale von „The Walking Dead“ ihr American Pale Stout mit Ziegenhirn. Angeblich soll dieses Bier besser schmecken, als es sich anhört. Bei einem Alkoholgehalt von 7,2 Prozent dauert es allerdings wohl auch nicht lange, bis dem geneigten Biertrinker das Ziegenhirn egal ist. Ein Genießer schenkt sich da wohl eher ein kühles Absinth-Bier ein. Das in Tschechien erhältliche Getränk weist im Geschmack starke Ähnlichkeiten zur herkömmlichen Spirituose auf. Fenchel und Anis herrschen vor. Das mundet nicht jedermann, garantiert aber ein einzigartiges Geschmackserlebnis.
In anderen Ländern geht es da noch weitaus exotischer zu. In Japan wird Milch-Bier angeboten, in Belgien greifen experimentierfreudige Biertrinker auf Schokoladen-Bier zurück und in Dänemark wird dem Bier Gold beigemischt. Das „We Brew Gold“-Bier von Mikkeller und Naparbier enthält allerdings so wenig Gold, dass man hier nicht von einer Goldgrube sprechen kann. Solltest du jetzt also mit dem Gedanken gespielt haben, das Gold aus dem Bier zu filtern und reich zu werden, steht dir eine herbe Enttäuschung ins Haus. Um geschmacklich etwas zu erleben, musst du aber nicht ins Ausland reisen. Die Hamburger Brauerei Buddelship mischt ihrem Craft Beer Kaffee unter. Was zunächst sonderbar klingt, erfreut sich im Norden großer Beliebtheit. Zudem sorgt ein frisches Kaffee-Bier für einen ordentlichen Energieschub am Nachmittag.

Galerie: Die verrücktesten Craft-Beer-Sorten

Nervensäge Reinheitsgebot

Dass Deutschland nicht gerade das Land mit den exotischsten Bieren ist, liegt auch am 1516 erlassenen Reinheitsgebot. Am 23. April 2016 feiert es nicht nur den 500 Jahrestag, sondern es ist auch der Tag des deutschen Bieres. Das Reinheitsgebot schreibt genau vor, welche Zutaten in ein Bier dürfen und welche nicht. Junge Braumeister ärgern sich schon lange über dieses Hindernis. Das Reinheitsgebot würde die Kreativität und Vielfalt einschränken. Ganz unrecht haben die Brauereien damit nicht. Die geschmackliche Komponente ist bei deutschen Bieren stark begrenzt. Trotzdem hat es auch Vorteile. Schließlich weiß der Bierliebhaber in Deutschland so immer, was für ein Bier er da vorgesetzt bekommt. So lange das Reinheitsgebot besteht, werden also manche verrückten Biersorten nicht in unseren Regalen landen.
Trotz des eingegrenzten Rahmens versuchen auch deutsche Brauereien, möglichst vielseitig zu brauen. Immer beliebter werden Biere aus wilderen Weizensorten. Dinkel-, Emmer- oder Einkornbier bieten dabei nicht nur einen außergewöhnlichen Geschmack, sondern sind oftmals auch gesünder. Und schließlich gibt es ja noch das Internet, in dem man die verschiedenen Craft-Bier-Sorten bestellen kann. Ein Genussmensch muss also trotzdem nicht auf abgefahrene Craft-Biere verzichten. Übrigens bedeutet Craft Beer umgangssprachlich nichts anderes als gebrautes Bier. Allerdings bezieht sich der Begriff eher auf Biere kleinerer Brauereien, die wesentlich weniger produzieren können. Und natürlich spielen auch die verschiedenen Aromen eine wesentliche Rolle. Wenn du jetzt auf den Geschmack gekommen sein solltest, schau dir doch mal unsere Bildergalerie an. Du wirst staunen, was es alles für verrückte Craft-Biere gibt.
Wer jetzt Durst bekommen hat und unentschlossen ist, welches Bier man sich gönnen könnte, darf sich gern von der Bierkaufberatung von Christoph Maria Herbst inspirieren lassen.

Craft Beer

Alexander Scherb

von

Technik, Lifestyle und Natur sind meine Leidenschaften. Am besten in Kombination.

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