Einst eine Revolution in der Diät-Welt

Atkins-Diät – schlank in vier Phasen

Dr. Robert Atkins revolutionierte 1972 mit seinem ersten Buch über die Atkins-Diät die bis dahin bekannten Ansätze zur Gewichts-Reduktion. Anstatt auf Fett verzichtet Atkins weitgehend auf Kohlenhydrate.

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Die Atkins-Diät: Anstatt auf Fett wird hier auf Kohlenhydrate verzichtet.

Der beinahe vollständige Verzicht auf Kohlenhydrate ist der Kern der Atkins-Diät. Eiweiß- und fetthaltige Nahrungsmittel sind stattdessen unbeschränkt erlaubt. Diese Diät ist ideal für Menschen, die auf Brot, Zucker, Kartoffeln und Teigwaren gut verzichten können und Fleisch, Wurst oder Fisch besonders mögen. Die Atkins-Diät verläuft nach einem mehr oder weniger festen Speiseplan in vier Phasen.

Wie funktioniert die Atkins-Diät?

Der Grund dafür, dass du trotz fettreicher Ernährung abnimmst, ist die Funktionsweise des menschlichen Stoffwechsels. Dieser reagiert auf den Entzug der Kohlenhydrate, indem er nach einer anfänglichen Leerung der Glykogenspeicher auf die eingelagerten Fettreserven zurückgreift. Das geschieht in Form der Ketose, der Umwandlung von Körperfetten in Ketone, die der Körper schließlich als Alternative zur Glykose als Energielieferant nutzt. Ketose ist die Verbrennung von Fettreserven und führt letztendlich zur Gewichtsreduktion. Um diesen Erfolg zu erreichen, solltest du eine Atkins-Diät nur mit einer entsprechenden Anleitung durchführen.

Starke Reduzierung der Kohlenhydrate in Phase 1 der Atkins-Diät

Die erste Phase der Atkins-Diät ist die schwierigste, denn mit ihr beginnst du, den Konsum von Kohlenhydraten weitgehend einzustellen. In den ursprünglichen Plänen sollte auf Kohlenhydrate in Phase 1 vollständig verzichtet werden. Neuere Konzepte sehen eine Reduzierung auf 20 Gramm pro Tag vor. Diese Einführungsphase dauert mindestens zwei Wochen, in denen du Fette und eiweißhaltige Nahrung unbegrenzt zu dir nehmen kannst. In dieser Phase solltest du täglich drei bis sechs Mahlzeiten im Abstand von höchstens fünf Stunden zu dir nehmen. Die Kohlenhydrate sollen sich vor allem auf Gemüse verteilen. Da du durch den Glykogenabbau stark entwässerst, siehst du bereits erste Erfolge. Um einem möglichen Mangel an Vitaminen und Mineralien vorzubeugen, empfiehlt Dr. Atkins die Einnahme entsprechender Nahrungsergänzungsmittel.

Rezepte Phase 1: Was darfst du bei der Atkins-Diät essen?

Ein Frühstück ohne Brot oder Müsli ist nicht unbedingt jedermanns Sache. In der Atkins-Diät findest du aber zahlreiche Rezeptvorschläge für die verschiedenen Mahlzeiten. Zum Frühstück kann ein Rührei mit Schinken oder ein Käse-Omelette mit Bacon das gewohnte Brötchen ersetzen. Auf Koffein solltest du in der Einführungsphase verzichten und stattdessen mindestens zwei Liter Wasser am Tag trinken. Dennoch ist zum Frühstück koffeinfreier Kaffee erlaubt. Ein typisches Rezept für ein Mittagessen sind gefüllte Curry-Eier. Dazu benötigst du
  • 6 hart gekochte Eier
  • 2 Esslöffel Mayonnaise
  • 1 Teelöffel Schnittlauch
  • 1/4 Teelöffel Currypulver
  • 1/2 Teelöffel Salz
  • 1/4 Teelöffel Pfeffer.
Die Eier schneidest du längs durch, nimmst das Eigelb heraus und vermischst es mit den restlichen Zutaten. Anschließend füllst du diese Masse wieder in die Eier ein. Beliebte Snacks für zwischendurch sind Käse-Speck-Würfel oder Sellerie mit Frischkäse.

Phasen 2 bis 4 der Atkins-Diät

In Phase 2, die bis zu acht Wochen dauern kann, erhöhst du den Kohlenhydratanteil schrittweise um fünf Gramm pro Woche bis zu einem kritischen Wert, bei dem du kein Gewicht mehr verlierst. Phase 3 ist die Vorbereitungsphase auf die nächste Etappe. Nun erhöhst du die Kohlenhydratmenge wöchentlich um zehn Gramm und nimmst nun auch weniger ab. Die vierte Phase dient dazu, das Gewicht dauerhaft zu halten und die Ernährung auf die Kohlenhydratmenge zu beschränken, bei der du nicht zunimmst.

Fazit: Atkins-Diät gilt als einseitig

Ernährungsexperten stufen die Atkins-Diät aufgrund der extremen Reduzierung der Kohlenhydrate insbesondere in der ersten Phase als einseitig und unter Umständen gesundheitsschädlich ein. Die Erfahrung zeigt, dass die großen Proteinmengen die Nieren belasten und die Ketose die Entstehung von Gicht begünstigen können. Hohe Blutfettwerte sind ein weiteres Risiko. Bei strikter Einhaltung kannst du aber auf Dauer dein Wunschgewicht erreichen.

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