Damit die Schleimhäute wieder "durchatmen" können

Anti-Pilz-Diät – Verzicht auf Zucker, Fructose und Honig

Die Anti-Pilz-Diät von Professor Rieth unterstützt den Einsatz von Medikamenten gegen die Candidainfektion. Arznei und Ernährungsumstellung befreien von Symptomen wie Juckreiz, Brennen und einer gesundheitsgefährdenden Ausbreitung im ganzen Körper.

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Anti-Pilz-Diät

Zucker bildet den Nährboden für Hefepilze, daher ist ein Verzicht sinnvoll.

Wenn das Vorhandensein von Hefepilzen der Gattung Candida überhandnimmt, äußert sich das in Form von unangenehmem Darm- oder Scheidenpilz beziehungsweise Pilzerkrankungen der Schleimhäute in Mund und Rachen. Schwankungen im pH-Wert der Schleimhäute öffnen zum Beispiel nach einer Antibiotikabehandlung Tür und Tor für eine übermäßige Ausbreitung der Hefepilze. Kaum ist die Behandlung mit einem sogenannten Antimykotikum beendet, da quält bereits die nächste Infektion? Das ist kaum verwunderlich. Denn im Gegensatz zu Haut- und Fußpilz nistet sich der Hefepilz (zumeist Candida albicans) in der permanent feucht-warmen Umgebung der Schleimhäute im Körper aus. Er verwirrt die körpereigene Abwehr durch ein sich ständig veränderndes Aussehen. Damit ist ihm nur schwer beizukommen. Und mit Medikamenten alleine bleibt der gewünschte dauerhafte Erfolg oftmals aus. Eine gezielte Ernährungsumstellung wie die Anti-Pilz-Diät ergänzt wirkungsvoll, was Medikamente alleine nicht vermögen. Auch solltest du diese Diät in Abstimmung mit dem behandelnden Arzt und eventuell in Zusammenarbeit mit einem Ernährungsberater angehen.

Die Schleimhäute fit machen - so funktioniert die Anti-Pilz-Diät

Nahrungsmittel Nummer eins für den Hefepilz und damit für seine hemmungslose Vermehrung ist Zucker. Daher gilt es, diesen zunächst völlig aus deinem Speiseplan zu verbannen. Keine Sorge, dein Körper stellt sich schnell darauf ein, und wahrscheinlich purzelt sogar das eine oder andere lästige Pfund.
Zu den zu Diätbeginn zählenden No-Gos der Zuckerabteilung gehören zunächst der Haushaltszucker sowie alle Ersatzsüßen wie Honig, Rohrzucker und alle Rübensirupe. Leider gehört auch Fruktose dazu, der "Diabetikerzucker" und in nahezu allen Obstsorten enthalten. Frohe Kunde: Nach der ersten sehr strengen Phase eins der Anti-Pilz-Diät wird dieses Verbot wieder gelockert. Einzig Milchzucker kann vom Hefepilz nicht aufgespaltet werden und ist erlaubt, sofern keine Laktoseintoleranz vorliegt.
Aus komplexen Kohlenhydraten gewonnene Stärke/Zucker scheint auf den ersten Blick kontraproduktiv. Jedoch enthalten Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte und Kartoffeln die für die Diät wichtigen Ballaststoffe, die die Stoffwechselprodukte der absterbenden Pilze aus dem Körper befördern. Zudem verwehrt die beschleunigte Darmtätigkeit den Hefepilzen die Möglichkeit, Kohlenhydrate aufzuspalten.

Das darf auf den Speiseplan der Candida-Diät

  • Komplexe Vollkornprodukte mit hohem Ballaststoffgehalt wie zucker- und früchtefreies Müsli und Vollkorn- und Sauerteigbrote
  • Ausreichend Mineralwasser, Kaffee, Tee, Gemüsesäfte, Diätsäfte mit Süßstoff
  • Kartoffeln
  • Fleischwaren – allerdings keine Wurst!

Meiden solltest du in jedem Fall:
  • Jegliche Form von Zucker
  • Milchprodukte mit Früchten
  • Obstsäfte, Limonade, Bier, Wein, Sekt, Likör, Schnaps
  • Teigwaren aus hellem Mehl (Brot, Nudeln, Kuchen)
  • Speisestärke, Reis, Teigwaren, alle Fertigprodukte wie Soßen, Puddingpulver und Cremesuppen.
Da die Vitaminversorgung bei der Anti-Pilz-Diät ausfällt, musst du auf eine verstärkte Zufuhr durch möglichst naturbelassene gehaltvolle Gemüsearten und Milchprodukte achten. Gegebenenfalls kannst du für die Dauer der Diät auf geeignete Vitamin- und Mineralstoffpräparate (natürlich zuckerfrei) zurückgreifen. Arzt und Apotheker beraten dich hierzu.

Fazit: Auf die Plätze, fertig, los

Wenn sich die Diagnose Hefepilz bestätigt hat, kann die unterstützende Anti-Pilz-Diät sofort beginnen. Mit rund vier bis sechs Wochen Dauer stellt die recht strenge Ernährungsumstellung jedoch eine überschaubare und überaus wirksame Hilfe im Kampf gegen die übermäßige Verbreitung des Pilzes im Körper dar.
Letztendlich bildet die wiederhergestellte Schleimhaut des Darms die beste Barrikade dar, die dem Candida-Pilz entgegentritt. Und wenn du zukünftig die überaus unangenehmen Symptome der Pilzinfektion wie Durchfälle, Verstopfungen, Blähungen, aufgetriebenen Bauch und Bauchschmerzen bis hin zu Migräne, Depressionen, Lebererkrankungen, Hautveränderungen und Gelenkschmerzen vergessen kannst, hat sich der befristete Verzicht auf Zucker doch rentiert. Allerdings sollte der Zuckerkonsum auf Dauer eingeschränkt und die Ernährung bewusst auf Vollkornprodukte verlagert werden. So lassen sich künftige Infektionen nicht zu 100 Prozent ausschließen, jedoch weitgehend einschränken.

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