Von wegen wichtigste Mahlzeit

Forscher sagt: Frühstück so gefährlich wie Rauchen

Das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages. So heißt es zumindest. Jetzt meint ein Forscher das Frühstück sei so gefährlich wie Rauchen. Wird es Zeit mit unseren Ansichten aufzuräumen?

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Forscher sagt: Frühstück so gefährlich wie Rauchen

Ist das Frühstück so gefährlich wie Rauchen? Terence Kealey sagt ja.

Morgens essen wie ein König, mittags wie ein Edelmann und abends wie ein Bettler. Dieses Sprichwort kennen wir in der einen oder anderen Form wohl alle. Doch ist diese alte Volksweisheit überhaupt noch aktuell? Nicht, wenn es nach Terence Kealey geht. Der Biochemiker behauptet jetzt, dass das Frühstück so gefährlich sei wie Rauchen. Wie kommt er zu dieser Annahme?

Frühstück im Eigenversuch

Der heute 64-Jährige Forscher bekam vor acht Jahren Diabetes Typ 2 diagnostiziert. Wie viele Diabetiker beobachtete Kealey daraufhin seinen Blutzuckerspiegel und stellte fest dass sein Glukoselevel jeden Morgen gefährlich hoch war. Seine Schlussfolgerung: Das tägliche Frühstück ist schuld. Also ließ er das morgendliche Mahl ausfallen und registrierte, dass sich sein Blutzucker auch im Laufe des Tages bei weiteren Mahlzeiten nicht erhöhte.
Auch Nicht-Diabetikern rät Terence Kealey auf das Frühstück zu verzichten. Denn es würde das metabolische Syndrom befördern und dieses wird zunehmend mit Fettleibigkeit, Bluthochdruck und eben Diabetes in Verbindung gebracht. Warum keine anderen Forschungen zu diesem Ergebnis kommen? Das begründet Kealey ganz einfach. Die meisten Studien würden von der Ernährungsindustrie gesponsert.

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Auf das Frühstück verzichten?

Dass Frühstücken so gefährlich ist wie Rauchen, ist natürlich Unsinn. Allerdings spricht Terence Kealey mit seiner gewagten Behauptung ein nicht unwichtiges Problem an. Auch genügend andere Forscher und Wissenschaftler sind sich einig, dass unser Frühstück oftmals zu viel Fett und Zucker enthält. Wer morgens seinen Tag mit Würstchen und Speck oder einer Schüssel gezuckerter Cornflakes beginnt, startet denkbar schlecht. Besser sind beispielsweise Obst und Vollkornbrot.
Worin sich Forscher mittlerweile ebenfalls einig sind: Das eingangs genannte Sprichwort ist ein hartnäckiges Gerücht. Wer morgens keinen Appetit verspürt, soll auch nicht Frühstücken. Man muss sich kein Essen antun, welches man eigentlich gar nicht zu sich nehmen will. Hören Sie auf Ihren Körper, wenn Sie morgens keine Lust auf Frühstück haben. Immerhin weiß der Körper selbst, was für ihn am besten ist.

Ernährungsratgeber für Diabetes

Alexander Scherb

von

Technik, Lifestyle und Natur sind meine Leidenschaften. Am besten in Kombination.