Weg mit den Möhren!

Dieses Bier fördert die Sehkraft

500 Jahre nach Erlass des deutschen Reinheitsgebots sind Biere aus alternativen Weizenarten wieder angesagt. Bier aus Emmer, Einkorn oder Dinkel haben eine stetig ansteigende Nachfrage. Doch was macht diese Biere so besonders?

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Dinkelbier fördert die Sehkraft

Da freut sich der Bier-Fan. Dinkelbier stärkt das Auge.

Nach den schlechten Nachrichten und der Panik rund um die gefundenen Unkrautvernichter im Bier gibt es nun wieder bessere Nachrichten, denn – du hast es schon lange geahnt – Bier ist gut für die Augen.

500 Jahre Reinheitsgebot

Als die beiden bayerischen Herzöge Wilhelm IV. und Ludwig X. am 23. April 1516 das Reinheitsgebot erließen, hätten sie sich wohl nie erträumt, dass ihre Idee so lange Bestand haben würde. Jetzt, 500 Jahre später, erlebt das deutsche Bier eine Art Renaissance. Craft Beer ist stark im Kommen. Mittlerweile gibt es schon smarte Craft Beer Automaten für zuhause. Craft Beer bedeutet streng genommen nicht viel mehr als „gebrautes Bier“ und das sind ja nun einmal alle Biersorten. Der Unterschied zum herkömmlichen Bier liegt eher in der geschmacklichen Komponente. Dabei versucht jede Brauerei, ihr Bier so einzigartig wie möglich zu gestalten. So gibt es auch ein kalorienarmes Low-Carb-Bier, das in Österreich bereits weit verbreitet ist.

Gut für die Augen, schlecht im Ertrag

Unser herkömmliches Bier wird aus modernem Weizen gebraut. Weizen, der über Jahrhunderte einer stetigen Züchtung unterlag. Er wurde ertragreicher und unempfindlicher gegenüber Wettereinflüssen und Schädlingen. Die Züchtung des herkömmlichen Weizens entstand natürlich nicht aus einer Laune heraus. Der moderne Weizen offenbarte schon früh seine Qualitäten als Massen-Lebensmittel. Dinkel, Emmer und Einkorn verbreiten sich zwar besser, haben durch ihre langen Halme allerdings einen niedrigeren Ertrag. Einkorn liefert sogar nur 25 Prozent des Ertrages von herkömmlichem Weizen bei gleicher Anbaufläche. Klar, dass Unternehmen sowohl bei Brot als auch bei Bier auf den bekannten Weizen setzen.
Trotzdem steckt in den alten Weizensorten eine Chance für Bäcker und Brauereien. Denn Bier aus Dinkel beispielsweise punktet nicht nur durch den einzigartigen Geschmack und bietet sich schon deshalb als Craft Beer an, sondern ist auch noch Lieferant allerhand nützlicher Inhaltsstoffe. So ist in Dinkel, Emmer und Einkorn eine bis zu zehnmal höhere Konzentration von Vitamin E, Sterylferulat und Lutein zu finden. Sterylferulat senkt den Cholesterinwert, Lutein wird unter anderem für den gelben Fleck im Auge benötigt. Der gelbe Fleck ist für die Sehschärfe verantwortlich.
Regelmäßiger Verzehr von luteinreichen Nahrungsmitteln kann also auch der Altersblindheit (AMD) vorbeugen. Denn sie resultiert unter anderem aus einem Mangel an Aufbaustoffen. Da Lutein nicht vom Körper produziert wird, muss er mit der Nahrung aufgenommen werden. Zwar besitzen auch manche Gemüsesorten wie Spinat oder Grünkohl viel Lutein, allerdings werden diese Nahrungsmittel weitaus weniger konsumiert als Brot. Du solltest also beim Bäcker demnächst einfach mal nach einem Dinkelbrot fragen. Oder in der passenden Bar ein Dinkelbier trinken.
Mehr zum Reinheitsgebot findest du auf der Webseite der Universität Hohenheim.

Craft Beer

Alexander Scherb

von

Technik, Lifestyle und Natur sind meine Leidenschaften. Am besten in Kombination.

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