Geschmackssache

White Tattoos – der brandheiße Trend

Stars wie Rihanna, Cara Delevingne oder Lindsey Lohan schwören auf diesen ungewöhnlichen Beauty-Trend: White Tattoos. Doch nicht alle Experten sind von in weißer Farbe gestochenen Tätowierungen überzeugt.

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White Tattoos

White Tattoos wirken in dezenter Ausführung verspielt romantisch. Doch Achtung: Nicht jedem Hauttyp stehen die weißen Linien.

Weiße Tattoos haben einen unübersehbaren Vorteil: Sie sind dezent. Genau das ist auch der Grund, weshalb die Nachfrage nach diesen Körperbemalungen stark zunimmt. Wer sich für ein weißes Tattoo entscheidet, läuft weniger Gefahr, aufgrund der Tätowierung anzuecken. Auch verdeckt werden braucht es nicht zwingend. Oftmals erkennt man erst bei genauem Hinsehen, dass es sich überhaupt um ein Tattoo handelt. Das ist dann allerdings auch schon einer der größten Nachteile: White Tattoos sehen je nach Motiv schon mal nach einer Narbe aus und weniger wie angesagter Körperschmuck. Außerdem kann die weiße Farbe je nach Hautton ganz unterschiedlich ausfallen. Weiße Tattoos auf dunkler Haut erscheinen mitunter eher gelblich als strahlend weiß.

Galerie: So schön bunt! Stars und ihre Tattoos

White Tattoos: Die Besonderheiten

Um ein weißes Tattoo zu stechen, benötigt der Tätowierer eine speziell zu diesem Zweck entwickelte Tinte. Diese sogenannte „White Ink“ besteht aus einem flüssigen Träger und einem Pigment, meistens Bleicarbonat, Rutil und Titandioxid. Durch diese Mixtur haben weiße Tattoos den Vorteil, dass sie nach einigen Jahren verblassen. Daher eignen sie sich oft auch als Test für Unentschlossene, ob ein „richtiges“ Tattoo eine gute Entscheidung ist. Das kann aber natürlich auch als Nachteil verstanden werden: Wer möchte schon ein Tattoo, das man sich alle paar Jahre nachstechen lassen muss?
Das Kaschieren mit Make-up ist für Frauen kein Problem. Durch den nur geringen Unterschied zwischen Tattoo- und Hautfarbe lassen sich gerade filigrane Motive einfach wegschminken. Die Substanz der Tinte ist ein wenig dickflüssiger als die von herkömmlicher Tinte. Achtung: Es gibt auch weiße Tinte, die unter UV-Licht leuchtet. Das ist jedoch nicht bei allen Tinten dieser Art der Fall. Sprich mit deinem Tätowierer, wenn du dir ein solches Tattoo wünschst. Apropos Tätowierer: Bei der Wahl des richtigen Fachmannes solltest du nicht auf den nächstbesten zurückgreifen. Nicht alle Tätowierer dürfen White Tattoos stechen. Nur echten Profis ist die Verwendung von White Ink gestattet. Bei unsachgemäßer Handhabe bleiben nach dem Verblassen der Farbe schnell Narben zurück. Dasselbe gilt für Tattoos, die nicht gleichmäßig verheilen.
Tattoos

Supermodel Bar Refaeli veröffentlichte bei Instagram dieses Bild von einem in weißer Tinte gestochenen Schmetterlings-Tattoo, das ihr linkes Handgelenk ziert.

White Tattoos: Bin ich der Typ dafür?

Auch wenn weiße Tattoos gerade aufgrund ihrer schlichten Schönheit verlockend sind, ist ein ausgiebiges Beratungsgespräch vor der Tattoo-Session unerlässlich. Ein professioneller Tätowierer sollte wissen, ob deine Hautfarbe für eine Behandlung mit weißer Tinte geeignet ist. Läufst du Gefahr, nach der Abheilung ein gelbes anstatt ein weißes Motiv auf der Haut zu tragen, sollte ein gewissenhafter Tätowierer dich darüber in Kenntnis setzen. Überleg dir ganz genau, ob du in so einem Fall das Risiko eingehen willst. Ein weiteres Problem: Auch wenn die Farbe mit den Jahren verblasst, bleibt immer eine leichte Schattierung zurück. In einigen Fällen kann ein White Tattoo dann wie eine Narbe oder Hautausschlag aussehen. Du hast die Möglichkeit, dir dein Motiv anschließend nachstechen zu lassen. Für viele ist das dann der ausschlaggebende Faktor, um sich ein „richtiges“, also dunkles Tattoo über das alte Motiv stechen zu lassen. Auch extremen Sonnenanbetern könnte ein weißes Tattoo möglicherweise eher schaden. Das Ausbleichen des Tattoos wird dadurch schneller vorangetrieben und der Termin zum Nachstechen ist im Extremfall doppelt so schnell fällig.

White Tattoos: Alle Infos auf einen Blick

Ob du dich nun für ein weißes Tattoo entscheidest oder nicht: Der Trend zu White Ink ist in erster Linie eine weitere, irgendwann auch wieder abklingende Modeerscheinung. Auch von einem White Tattoo hast du dein ganzes Leben etwas. Zunächst ist es ein schickes Accessoire, irgendwann musst du dich allerdings entscheiden, ob du es nachstechen lässt oder ob du mit der verblassten Schattierung lebst. Weiße Tattoos eignen sich für jedes Motiv. Aufgrund des sehr dezenten Looks bieten sich jedoch bevorzugt kleinere Schriftzüge und Bilder mit filigranen Linien an. White Ink bedeutet nicht, dass dein Motiv strahlend weiß ist. Nach dem Abheilen der frischen Tattoo-Wunde ist die Haut an der tätowierten Stelle meist „nur“ um einige Farbnuancen heller als deine normale Hautfarbe. Wenn du damit liebäugelst, dir ein richtiges Tattoo zu stechen, du aber noch nicht weißt, ob du dir wirklich sicher bist, kann ein White Tattoo eine gute Übergangslösung sein, um auszutesten, wie sehr du das Tattoo wirklich willst. Bevor du dich jedoch unter die Nadel legst, ist eines ganz wichtig: Check das Tattoo-Studio vorab gründlich ab. Informiere dich im Internet, frag Freunde und Bekannte und lass in letzter Instanz dein Bauchgefühl entscheiden.

Klebetattoos

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